Die letzte Spur / Letzte Spur Berlin
    • Serie „Die letzte Spur / Letzte Spur Berlin“

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Juni 2013 Werden Sie FAN & FREUND von tittelbach.tv - Infos per Klick Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen WEISSENSEE - Staffel 2 U5 Filmproduktion präsentiert: "Rindvieh à la Carte" (ARD, 28.6.)
      Foto: RB / Jörg Landsberg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Juni 2013

      Werden Sie FAN & FREUND von tittelbach.tv - Infos per Klick

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: Degeto / SWR / Krieg

      U5 Filmproduktion präsentiert: "Rindvieh à la Carte" (ARD, 28.6.)

      6. Folge, ZDF, 11.12.2012, 21:15 Uhr - Wiederholung

      Hans-Werner Meyer, Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann. Dramen der Vermissung

      Rainer Tittelbach
      Die Folgen der ZDF-Serie „Die letzte Spur“ beginnen nicht mit dem genreüblichen Mord. Diese Berlin-Krimis öffnen sich dadurch stärker dem Drama. Der Zeitfaktor ist noch entscheidender und der moralische Druck für die Kommissare noch größer. Wenn sie gut sind, können sie Leben retten! „Hoffnungskrimis“ nennt „KDD“-Erfinder Orkun Ertener sein neues Serien-Baby. Ein gutes Darsteller-Team, vor allem die Mädels sind angenehm wenig dem TV-Mainstream verpflichtet. Top-Autoren, Top-Regisseure, Top-Gastschauspieler!

      Meyer, Tabatabai, Bormann
      Foto: ZDF / Daniela Incoronato

      Eine starke Besetzung: Hans-Werner Meyer, Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann

      Ein liebender Patchworkfamilienvater gibt seine Tochter bei der Kinderbetreuung in einem Baumarkt ab und ward nimmer gesehen. Eine Schülerin macht sich auf den Weg zur Abiturprüfung – doch sie kommt nie in der Schule an. Ein Top-Terrorist wird nach 28 Jahren aus der Haft entlassen, Journalisten sind hinter ihm her – und dann ist er plötzlich verschwunden... Drei von sechs Geschichten der neuen ZDF-Serie „Die letzte Spur“. Es sind Kriminalfilme, die dadurch, dass sie nicht mit dem üblichen Mord beginnen, sich stärker dem Drama der Figuren öffnen, als es in einem klassischen Whodunit möglich ist.

      „Im traditionellen Krimi geht es um die Sühne der Tat, bei Vermisstenschicksalen steht die Lebensrettung im Mittelpunkt“, so Redakteur Johannes Frick-Königsmann. „Damit lastet ein anderer Druck auf den Ermittlern; es geht – potentiell zumindest – immer um ein Menschenleben.“ Das zieht erzähltechnisch nicht nur einen anderen dramaturgischen Ablauf nach sich, sondern das wirkt sich auch auf die Form der Ermittlungen aus. Nicht nur, dass der Zeitfaktor noch entscheidender ist als bei der Klärung eines Verbrechens („oft zählt jede Minute“), dass einen Kommissar dieser temporäre Druck noch stärker moralisch unter Druck setzen kann, „das Letzte“ zu geben – auch die Dialoge können im Idealfall eine größere Intensität und emotionale Tiefe bekommen als die stereotypen „Wo-waren-Sie?“-Fragen.

      Meyer
      Foto: ZDF / Daniela Incoronato

      Radek (Hans-Werner Meyer) ist der "moralische Kompass" der kleinen 45er-Dramen.

      „Fassen wir einen Mörder, macht das keinen mehr lebendig. Klären wir einen Einbruch, dann freut sich die Versicherung. Geht ein Dealer in den Knast, gibt es deswegen keinen Junkie weniger. Aber wenn wir einen Vermissten finden, dann helfen wir.“ So umschreibt der Neue im Viererteam der Berliner Vermisstenstelle die Motive, dort anzuheuern. Bei aller großstadtkrimigewohnter Lässigkeit der Ermittler spürt man das Engagement, die Bereitschaft zur Empathie, den Wunsch zu helfen, der sich in einem hohen und doch gepflegten Tempo äußert. „Wir versuchen, dicht an den Figuren, dicht an den Schicksalen dranzubleiben und diese zu beleuchten“, betont Regisseurin Judith Kennel („Unter anderen Umständen“). „Das Augenmerk liegt auf den Personen, den Figuren, dem Drama, das dahinter steht.“ In der Auftaktepisode mit dem konzeptionellen Titel „Verantwortung“ vermittelt sich das in den 45 Minuten schon sehr gut, obwohl diese Folge ja auch die Aufgabe erfüllen muss, die vier Kommissare einzuführen: Oliver Radek (Hans-Werner Meyer), der „moralische Kompass“ seiner Einheit; seine Stellvertreterin Mina Amiri (Jasmin Tabatabai), eine kess-sarkastische Vollblutpolizistin; die ehrgeizige Sandra Reiß (Susanne Bormann), immer auf Zack, und Daniel Prinz (Florian Panzner), Marke sensibler Draufgänger. Ein gutes Darsteller-Team, vor allem die weibliche Besetzung ist angenehm wenig dem TV-Mainstream verpflichtet.

      Tabatabai
      Foto: ZDF / Daniela Incoronato

      Ein besonderes Gesicht in einer besonderen Serie: Jasmin Tabatabai als Mina Amiri

      Die Serie, für die „KDD“-Erfinder Orkun Ertener das Konzept entwickelte, verspricht mehr als sein letztes „Baby“, die nicht mehr als solide Böhm-Serie „Die Chefin“. Das fängt schon bei der Optik dieser so genannten „Hoffnungskrimis“ an, wie Ertener sie getauft hat. „Wir wollen Berlin als einen wichtigen Bestandteil der Serie von allen Seiten zeigen, die rauen wie die attraktiven Seiten“, sagt Kennel. Das schließt auch die verschiedenen Tageszeiten mit ein. Die Lichtverhältnisse wechseln deutlich in der ersten Folge – und legen sich entsprechend auf die Stimmung. Das ist noch nicht „Nachtschicht“ – aber für ein 45-Minuten-Format doch bemerkenswert. Man könnte annehmen, Berlin wäre im Gegensatz zu München für eine Großstadtserie einfach auch das telegenere Pflaster. Da mag was dran sein. Aber es gibt immer Ausnahmen von der Regel: so die beiden starken „Kommissar-Süden“-Krimis mit Ulrich Noethen. Der von Dominik Graf bekam den Grimme-Preis. Und was hatten die doch gleich für ein Thema? Ach ja, Fälle von Vermissung! (Text-Stand: 27.3.2012)

      Meyer, Tabatabai, Bormann
      Foto: ZDF / Daniela Incoronato

      Auf den Straßen von Berlin. Ein gutes Pflaster für die ZDF- Vermissungs-Krimiserie

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Die letzte Spur / Letzte Spur Berlin“
      ZDF / Serie / Krimi-Drama
      EA: ab 20.4.2012, 21.15 Uhr (ZDF)
      Mit Hans-Werner Meyer, Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann und Florian Panzner
      Drehbuch: u.a. Orkun Ertener, Sven Poser, André Georgi
      Regie: Judith Kennel, Filippos Tsitos, Andreas Herzog
      Kamera: Natalie Wiedemann, Polydefkis Kyrlidis, Wolfgang Aichholzer
      Idee & Konzept: Orkun Ertener
      Dramaturgie: Sven Poser
      Produktionsfirma: Novafilm
      Quote: 1. Folge: 4,95 Mio. Zuschauer (16,1% MA); 2. Folge: 4,67 Mio. (16,1% MA); 3. Folge: 5,26 Mio. (18,3% MA); 4. Folge: 5,13 Mio. (17,8% MA); 5. Folge: 5,06 Mio. (17,3% MA)


      Bewertung: 4,5 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • KDD Kriminaldauerdienst – Staffel 2 (Serie)
      • KDD Kriminaldauerdienst – Staffel 3 (Serie)
      • KDD Kriminaldauerdienst – Staffel 1 (Serie)
      • Die Chefin (Serie)


      Drucken Senden Kommentieren


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : Der Stich des Skorpion DVD : KDD – Kriminaldauerdienst – Staffel 3 DVD : Die Manns – Ein Jahrhundertroman DVD : Mörderisches Wespennest

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • Fernsehfilm
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • > Serie <
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top Drama

      • Schäfer
        Foto: BR
      • in der nächsten Woche:

        1. "Jasmin" (20.6.)

        2. "Die Vermissten" (25.6.)

    • Ausblick: Top light

      • Schneeberger
        Foto: ORF / MDR
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "So wie du bist" (19.6.)
        Foto: Gisela Schneeberger

        2. "Eine ganz heiße Nummer" (3.7.)

        3. "Rindvieh à la Carte" (28.6.)

    • Ausblick: die Krimis

      • Neuhauer
        Foto: ORF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Vier Frauen und ein Todesfall" (ab 14.6.). Foto: Neuhauser

        2. "Tod an der Ostsee" (28.6.). Eher eine Enttäuschung!

        3. "Tatort – Letzte Tage" (23.6.). Nicht richtig top!

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Kino-Klassiker

      • "The Big Easy"
      • Zwei Jahre sind genug! Ich bin es leid, mit meiner Arbeit die einfallslose Spielfilmpolitik von ARD & ZDF aufzuwerten. Da wird ein Repertore totgespult. Kaum Entdeckungen, kaum Raritäten, kaum vergessene Klassiker. "The Big Easy – Der große Leichtsinn" (BR, 16.6., 22.15 Uhr) mit Dennis Quaid

    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • tittelbach.tv-Dossier

      • tittelbach.tv-Dossier
      • Liebe Leser,

        tittelbach.tv zu unterstützen, lohnt sich aus mehreren Gründen. Es sichert den Fortbestand des fernsehfilm-beobachters und es bietet Ihnen jetzt auch einen Mehrwert. Als kleines Dankeschön erhalten Sie ein 27seitiges Dossier zu "60 Jahre deutsche Fernsehfiktion". mehr
                         Ihr Rainer Tittelbach

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • tittelbach.tv flattrn

    • Kalender

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 28.06.2013
      1. „So wie du bist“  (ARD, 19.06.)
      2. „Vier Frauen und ein Todesfall – Staffel 3“  (ARD, 28.06.)
      3. „Jasmin“  (ARD, 20.06.)
      4. „Rindvieh à la Carte“  (ARD, 28.06.)
      5. „Die Vermissten“  (ZDF, 25.06.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 18.06.2013
      1. „Entführt“  (2. Teil, 3sat, 19.06.)
      2. „Emmas Glück“  (SWR, 19.06.)
      3. „Berlin Calling“  (RBB, 19.06.)
      4. „Lollipop Monster“  (ZDF-Kultur, 19.06.)
      5. „Ein Teil von mir“  (ZDF-Kultur, 19.06.)
    • Fernsehfilme 6/2013

      • Julia Brendler
        Foto: SWR
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Für Juni nicht schlecht! Top-Debütfilme, Top-  Kino-Koproduktionen & starke Wiederholungen. Foto: Brendler. Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Wiederholungen

      • Möhring & Koschitz
        Foto: WDR / Weber
      • die Top-Zwölf im Juni:

        1. Dominik Grafs "Im Angesicht des Verbrechens"

        2. "Der letzte schöne Tag" mit Wotan Wilke Möhring (Foto)

        3. "Der Turm", Zweiteiler nach Uwe Tellkamps Roman

        4. "Der Tanz mit dem Teufel" mit Koch, Moretti, Waltz

        5. "Die Auslöschung" mit Klaus M. Brandauer & Gedeck

        6. Haders "Der Knochenmann"

        7. Stillers "Sie hat es verdient" mit Liv Lisa Fries

        8. Geschonnecks "Entführt"

        9. "Spreewaldkrimi: Die Tränen der Fische" von Thomas Kirchner

        10. Jutta Hoffmann in "Polizeiruf: Bei Klingelzeichen Mord"

        11. Król, Kunzendorf, Kraume, Kornatz: "Tatort: Es ist böse"

        12. Brambach im Komödien-Hit "Barfuß bis zum Hals"

        weitere Top-Wiederholungen

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 23.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Tödliche Versuchung" (ZDF) 
        •  7. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  8. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach