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Franzi ist wieder in Erding heimisch – aber mehr als nur hinterm Ladentisch stehen und die Vergangenheit verwalten, das sollte schon drin sein. Man sollte, man könnte ja mal... Die Provinz lebt! Was fürs Personal gilt, gilt auch für die Serie. „Franzi“ geht mit Witz und Situationskomik, mit erdigen Charakteren und guter Beobachtungsgabe g’schert bairisch und entsprechend dialektgefärbt in die dritte Runde. Das spießige Provinz-Dasein wird schön gesoffen und am Ende bleibt die Freundschaft. Pfiffig, lebensklug, höchst unterhaltsam! mehr
„Danni Lowinski“ macht auch in der zweiten Staffel riesig Laune. Ob die Idee von der Anwältin, die genau so den üblen Hartz-IV-Geruch in der Nase hat wie ihre Klienten, ob behinderter Asi-Vater, die Metaphorik des Hauptschauplatzes oder die freundschaftliche Clique als Familienersatz – alles in dieser Social-Dramedy ist bestens ausgedacht, ohne ausgedacht zu wirken. Die Serie, die durch ihre pfiffigen Auslegung des Gesetzbuchs besticht, besitzt Tempo, ist stimmig in ihren Tonlagen zwischen Witz, Melancholie und Eigensinn, sie hat ein spielfreudiges Ensemble und eine einzigartige Hauptdarstellerin. mehr
„Countdown – Die Jagd beginnt“ ist eine Serie, die mehr dem Treiben auf einem Rummelplatz als mit klassischer Dramaturgie gemein hat. viel Bewegung um nichts, Sinnesreize geben den Ton an, Psychologie heißt in erster Linie Wahrnehmungspsychologie, Bauchgefühl ersetzt Ermittlungsarbeit. Recht spaßiges Rummelplatz-Fernsehen für die junge Zielgruppe. mehr
„Nur weil du deinen dicken Arsch in meine Dusche gezwängt hast und ich ein bisschen an dir rumgeschraubt habe, müssen wir noch lange nicht von Liebe reden.“ Unverkennbar: "Doctor's Diary". Auch wenn das Virus-Motiv mit der Hochzeitsnacht unter Quarantäne Comedy-technisch nicht so recht zündet, die zweite Hälfte des 90-Minüters zum Auftakt entschädigt voll und ganz – mit Situationskomik, Songs, Sex und Screwball-Touch. mehr
Ihr Fahrstil war schon vor 15 Jahren so legendär wie ihr Mundwerk. Gerdi Angerpointner, die Münchner “Taxlerin”, die Senta Berger mit ihrem Ehemann Michael Verhoeven ein wenig neben ihrem Image anlegte, ist wieder im Einsatz. Und sie steht noch immer mitten im Leben. Sie ist eine Frau mit Charme, Charakter und Eigensinn, eine Frau, bei der die Männer Schlange stehen. Mehr als ein Aufguss: hübsch verspielt und wunderbar besetzt. mehr
Über zehn Jahre ist es her, dass "Klemperer - Ein Leben in Deutschland" in der ARD lief. Es war nach längerer Zeit wieder ein Versuch, vom Nationalsozialismus im Serienformat zu erzählen. Die zwölfteilige Drama-Serie basiert auf den Tagebüchern des jüdischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Victor Klemperer. In der Kritik der Qualitätspresse kam die Serie von Kai Wessel, Andreas Kleinert und Autor Peter Steinbach ("Heimat") nicht immer gut weg. Lob indes fanden die Hauptdarsteller Matthias Habich und Dagmar Manzel. 3sat wiederholt die Serie vom 12. bis zum 17.9., täglich um 22.25 Uhr. mehr
Zwischen Ehekrise und zweitem Frühling, zwischen Spiritualität und Schönheitschirurgie versuchen vier Lehrerinnen zwischen 44 und 52 Jahren ihrem Leben einen Sinn zu geben. Die Handlung von "Klimawechsel" ist hormongesteuert, die Haltung lebensklug, die Tonlage frisch und respektlos, der Humor angenehm unprüde und gelegentlich köstlich derb, und die Wirkung befreiend. Selten konnte man so viel Spaß haben mit deutscher Komödie! mehr
„KDD – Kriminaldauerdienst“ ist die deutsche Serie, die im vergangenen Jahr die Gemüter am meisten erhitzte. Verbrechen im Minutentakt, aus der Bahn geworfene Polizisten, dazu eine suggestive Filmsprache, wie sie hierzulande so noch nicht zu sehen war. Für die Zuschauer ergab sich: die einen wurden süchtig, die anderen schalteten ab oder gar nicht erst ein. mehr
Das ZDF glaubt, dass es genügend Krimis gibt, bei denen es sich bügeln lässt und startet mit der glänzend besetzten Serie „KDD – Kriminaldauerdienst“ ein hoch spannendes neues Format. Ein Ensemble von sieben Haupt- und mindestens ebenso vielen durchgehenden Nebenfiguren hat man im deutschen TV-Krimi bislang noch nicht gesehen. mehr
"KDD – Kriminaldauerdienst" stellt alles in der Krimiserie hierzulande Gültige auf den Kopf. Die Form bestimmt den Inhalt. Deshalb ist es nur konsequent, auch die Kritik der dritten Staffel auf den Kopf zu stellen. Dramaturgie zuerst, danach die Storys. Wer es lieber deskriptiv statt analytisch mag, der lese die weniger abgehobenen Artikel zu "KDD: Staffel 1" und "KDD: Staffel 2". Die dritte ist die letzte Staffel - und die beste, weil souveränste! mehr
Die Analyse der ersten Lebenshälfte fällt ernüchternd aus. Gut situierte Familien vor der Zerreißprobe gehen mit "Die Albertis" in Serie. Die beiden 90-Minüter zum Auftakt überzeugen mit Gefühl und sozialer Relevanz, mit größtenteils lockeren Dialogen, frischen Gesichtern & Figuren, deren Geschichten genug Interesse für die Serienfolgen wecken. mehr
„Diese ’Franzi’ hat vielleicht nicht das Zeug zur Kultserie, aber gern haben muss man sie und ihre Figuren auf jeden Fall“, so lautete mein „objektives“ Kritiker-Fazit nach drei Folgen der ersten Staffel. Vier alte und zwei neue Folgen später muss ich mich revidieren. In dieser Serie passt alles – fast wia im richtigen Leben. "Franzi" macht einfach einen Riesenspaß! mehr
Die Mafia sucht die Isar-Metropole heim. Trotz Ornella Muti als Gast-Star und einen Ausflug nach Bella Italia erreicht das 90-minütige "SOKO 5113"-Special "Vendetta" nur selten Prime-Time-Niveau. Die Machart entspricht dem gängigen Vorabendkonzept: Gespräche mit Ausrufezeichen, bedeutungsvolle Blicke, Ermittlungen aus dem Stand. "Derrick"-like! mehr
2006 startete die Serie, mittlerweile befindet sie sich in der 6. Staffel (Folge 37-40). Die Psychologie der Täter und Opfer spielt nach wie vor die entscheidende Rolle. Bruno Schumann ist und bleibt einer, der sich einfühlt. Einer, der verstehen will. „Der Kriminalist“ ist eine feste Größe am Freitagabend. Einstündige Krimis mit Hand und Fuß, dichte Mördersuche – klare Bücher, stimmig-stimmungsvolle Inszenierung, gute Schauspieler. mehr
25 Minuten intime Kammerspiele ohne inszenatorischen Firlefanz, ohne Action, ohne Außenaufnahmen. 25 Minuten Rede/Gegenrede, Monologe, Spielchen, Therapie. „In Treatment – Der Therapeut“ ist eine mutige Serie. Kein Produzent, kein Sender würde ein solches Projekt hierzulande wagen. Das liegt auch an der Abneigung der Deutschen gegenüber jenen Seelenärzten. Außer Bloch konnte sich kein TV-Psychologe etablieren. mehr
Zum Auftakt der 10. Staffel von "SOKO Leipzig" gibt es den obligatorischen 90-Minüter. „Terminal A“ ist ein linearer, am Gang der Polizeiarbeit orientierter Ermittlerkrimi mit gepflegter Kriegsanklage. Dialoglastig, gute Gast-Schauspieler, altväterliche Moral. mehr
Diese Serie reißt einen nicht vom Hocker. Hunold & Co dürften schwer gewöhnungsbedürftig sein für Zuschauer unter 50. Annehmbar spielen ohnehin nur die "Gäste". Doch der kriminalistische Ansatz von "Der Staatsanwalt" überzeugt und die gut ausgedachte Auftaktstory über einen Zeugenschutz hält sein Versprechen auf entspannte Spannung. mehr
„Countdown“ lässt sich passabel an. Lebensbedrohliche Momente, Himmelfahrtskommandos, Sekunden vor dem großen Knall – so beginnt jede Folge. Danach springt die Zeit um Stunden zurück. Das die Handlung strukturierende (Zeit-)Prinzip ist inhaltlich wenig zwingend, ist kaum mehr als ein formaler Erzähl-Gag. Allerdings mit nicht unbeträchtlicher Wirkung! mehr
„The Bill“ läuft seit 26 Jahren im britischen Fernsehen, „SOKO Leipzig“ ging vor neun Jahren an den Start. Zum Auftakt der neuen Staffel der ZDF-Serie kommt es nun zu einem deutsch-britischen Krimigipfeltreffen. In Kooperation zwischen UFA und talkbackTHAMES ist ein spannender 90-Minüter entstanden, der auf Thriller- und Action-Momente setzt und nicht mit Schauwerten geizt, es dafür aber mit Psychologie und Logik nicht so genau nimmt. mehr
Da waren sie wieder, diese absurd-schrägen, politisch unkorrekten Situationen und diese Atem raubenden Tonlagen-Breaks - die hierzulande so richtig gut nur Bora Dagtekin ("Türkisch für Anfänger") beherrscht. Wird es in der zweiten Staffel etwas ernsthafter? mehr
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