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Eine deutsche Science-Fiction-Serie als experimentelles Kult-Fernsehen zwischen Dreiraum-Kammerspiel und spacigem Pop-Märchen – phantastisch, anspielungsreich, absurd. "Ijon Tichy – Raumpilot " ist mehr als bloßer Quatsch in 23-Minuten-Dosen. Stanislaw Lems "Sterntagebücher" standen Pate, die Salatschleuder wird mal wieder zum Raumschiff, Nora Tschirner zur süßesten Versuchung, seit es Pop gibt, & der Spaß kommt beim Sehen. mehr
Der neue Psychologe im ZDF heißt "Flemming". Gregor Edelmann, preisgekrönter Autor von "Der letzte Zeuge", hat ihn angelegt als Anti-Bloch, als einen, der zur Psychologie verführt, der die nonverbalen Zeichen eines Menschen liest und davon auf dessen inneren Zustand schließt. Das macht ihm und seinen Nächsten das Leben nicht immer leicht. mehr
“Die Rechtsanwaltsgeschichten sind mehr der äußere Rahmen”, betont Christoph M. Ohrt. An seiner Seite ein relativ unbekanntes Gesicht: Rebecca Immanuel. Die beiden spielen zwei Kollegen einer Berliner Anwaltskanzlei am Prenzlauer Berg. Ein Team für alle Fälle. Der augenzwinkernde Schlagabtausch zwischen den Geschlechtern ist das Herz der Serie. Mitunter lässt die Screwball Comedy grüßen. Wiederholt wird die Sat-1-Serie vom NDR mehr
Da kommt einem einiges bekannt vor beim Auftakt der zweiten Staffel von „Die Stein“. Das private Glück der sympathischen Lehrerin erhält mal wieder einen Dämpfer. Konfliktpotenzial gibt es reichlich für die nächsten 13 Folgen der ARD-Hauptabendserie. Hinzu kommen die laufenden Ereignisse an der Schule. Ein gut besetztes, spielfreudiges Ensemble überspielt die reichlich konstruierten dramaturgischen Wendungen. Die Krönung: Julia Stemberger mehr
30 Jahre "Ein Fall für zwei". Die Anwälte kamen und gingen – nur einer blieb: Matula und mit ihm Claus Theo Gärtner. Im Jubiläumsfall gerät der Privatdetektiv unter Mordverdacht. Gärtner deutet Charisma an, was der stil- und psychologielosen Serie auch nicht weiterhilft. Tragischer als dieser Konfektionskrimi ist der Fall Gärtner: 30 Jahre eine Rolle! mehr
In „Der Kaiser von Schexing“ steht das Rathaus einer fiktiven Gemeinde in der bayerischen Provinz im Mittelpunkt des Geschehens. Der neue Bürgermeister war Wunschkandidat des Kämmerers, der gern die Strippen ziehen würde, doch Andreas Kaiser ist mittlerweile alles andere als eine Marionette im „Kasperlamt“. Man muss sich einhören als Nicht-Bayer, auch einsehen ins Volksstückhafte. Die Tonlage ist hinterfotzig und menschlich zugleich. mehr
„Bis in die Spitzen“, die Serie über zwei konkurrierende Frisiersalons, betreibt 13 Folgen lang ein amouröses Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. Es wird getratscht, gelebt, geliebt, gewaschen und geföhnt – das Haarstudio als Intrigen-Salon voller Eitelkeiten und Eifersüchteleien. Nach einer BBC-Serie entstanden. Trivial & wahrhaftig zugleich, kantige, nicht immer liebenswerte Figuren & stets immer überraschend, handwerklich überzeugend & wunderbar besetzt. Nach "Der Elefant" hat sich Eins Festival auch diese sehenswerte Sat-1-Serie geschnappt. mehr
Vor zwei Jahren liefen die ersten sechs Folgen von „Mord mit Aussicht“ als Versuchsballon montags in der ARD. Es gab gute Kritiken, passable Einschaltquoten und eine Nominierung für den Grimme- wie für den Deutschen Fernsehpreis. Jetzt gibt es die alten Folgen und ab 6.7. einen Nachschlag. Ob Sprachwitz oder szenische Karikaturen – Situationskomik ist der Antrieb, der Krimi ist Nebeneffekt, die schrulligen Figuren sind das Herzstück der Serie. mehr
Es müssen nicht immer die Straßen von Berlin oder Hamburg sein. Und es muss nicht immer das Verbrechen sein, das die Geschichten von Polizisten bestimmt. “Keine Polizeiserie, sondern eine Polizistenserie” hat Franz Xaver Bogner gemacht. Produziert fürs bayerische Dritte. 40 Stammfiguren, Dialekt und München als Hauptdarsteller. Serien-Schmankerl! mehr
Das Serienglück des deutschen Fernsehens darf man von dieser MDR/ORF-Produktion nicht erwarten. Eine fesche Saniererin findet zu ihren Wurzeln zurück, sattelt um – und ist nun die neue Chefin eines traditionsreichen, tief verschuldeten Lippizaner-Hofs. Der Bruder, die beste Freundin, die Intriganten und der neue Lover warten schon. Der Zuschauer weiß, wo’s hingeht und genießt dieses Wissen. Sowas hat schon Oma und Opa gut gefallen. Der weniger solchen Stoffen geneigte Zuschauer wird sich indes für dumm verkauft fühlen! mehr
“Irgendwie und Sowieso” zeigt noch einmal das Leben der 68er in der bayerischen Provinz. Franz Xaver Bogners Kultserie ist ein Klassentreffen von namhaften Schauspielern wie Ottfried Fischer, Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Michaela May oder Uwe Ochsenknecht. Sie passt so richtig zum Retro- und Nostalgiekult und macht noch immer riesigen Spaß – nicht zuletzt wegen des Fotoalbumeffekts und des munteren Soundtrack-Song-Ratens! mehr
Er vergisst nichts. Für seine Kollegen ist er deshalb “der Elefant”. Sein Gedächtnis ist sein Kapital. Kommissar Steiner, dessen Frau vor Jahren ermordet wurde, leitet die Abteilung für ungeklärte Tötungsdelikte. Er ist ein zwanghafter Charakter und lebt in einer eigenen Welt. “Steiner bewohnt die Geschichten der anderen, weil er kein eigenes Privatleben hat”, sagt sein Darsteller Thomas Sarbacher. Eine der besten deutschen Serien der 00er Jahre, produziert für Sat 1, ist nun beim öffentlich-rechtlichen Eins Festival zu sehen. Ein guter Einkauf. mehr
Franzi ist wieder in Erding heimisch – aber mehr als nur hinterm Ladentisch stehen und die Vergangenheit verwalten, das sollte schon drin sein. Man sollte, man könnte ja mal... Die Provinz lebt! Was fürs Personal gilt, gilt auch für die Serie. „Franzi“ geht mit Witz und Situationskomik, mit erdigen Charakteren und guter Beobachtungsgabe g’schert bairisch und entsprechend dialektgefärbt in die dritte Runde. Das spießige Provinz-Dasein wird schön gesoffen und am Ende bleibt die Freundschaft. Pfiffig, lebensklug, höchst unterhaltsam! mehr
„Danni Lowinski“ macht auch in der zweiten Staffel riesig Laune. Ob die Idee von der Anwältin, die genau so den üblen Hartz-IV-Geruch in der Nase hat wie ihre Klienten, ob behinderter Asi-Vater, die Metaphorik des Hauptschauplatzes oder die freundschaftliche Clique als Familienersatz – alles in dieser Social-Dramedy ist bestens ausgedacht, ohne ausgedacht zu wirken. Die Serie, die durch ihre pfiffigen Auslegung des Gesetzbuchs besticht, besitzt Tempo, ist stimmig in ihren Tonlagen zwischen Witz, Melancholie und Eigensinn, sie hat ein spielfreudiges Ensemble und eine einzigartige Hauptdarstellerin. mehr
Ein kleiner Klaps hat noch keiner geschadet. Oder? Mick Brisgau ist sich da nicht mehr ganz so sicher. Der letzte Bulle würde schon gerne der letzte (authentische) Bulle bleiben, doch vor allem der Tochter zuliebe verschließt der Essener Polizist sich dem Heute nicht völlig. Die Figur hat wenig Entwicklungspotenzial. Sat 1 macht das Beste draus. Die Serie sollte nicht zum Retter der deutschen TV-Unterhaltung hoch gejazzt werden, aber sie ist und bleibt gutes Gebrauchsfernsehen und sie ist ein gelungener Versuch in Sachen Populärkultur. mehr
„Countdown – Die Jagd beginnt“ ist eine Serie, die mehr dem Treiben auf einem Rummelplatz als mit klassischer Dramaturgie gemein hat. viel Bewegung um nichts, Sinnesreize geben den Ton an, Psychologie heißt in erster Linie Wahrnehmungspsychologie, Bauchgefühl ersetzt Ermittlungsarbeit. Recht spaßiges Rummelplatz-Fernsehen für die junge Zielgruppe. mehr
„Nur weil du deinen dicken Arsch in meine Dusche gezwängt hast und ich ein bisschen an dir rumgeschraubt habe, müssen wir noch lange nicht von Liebe reden.“ Unverkennbar: "Doctor's Diary". Auch wenn das Virus-Motiv mit der Hochzeitsnacht unter Quarantäne Comedy-technisch nicht so recht zündet, die zweite Hälfte des 90-Minüters zum Auftakt entschädigt voll und ganz – mit Situationskomik, Songs, Sex und Screwball-Touch. mehr
Ihr Fahrstil war schon vor 15 Jahren so legendär wie ihr Mundwerk. Gerdi Angerpointner, die Münchner “Taxlerin”, die Senta Berger mit ihrem Ehemann Michael Verhoeven ein wenig neben ihrem Image anlegte, ist wieder im Einsatz. Und sie steht noch immer mitten im Leben. Sie ist eine Frau mit Charme, Charakter und Eigensinn, eine Frau, bei der die Männer Schlange stehen. Mehr als ein Aufguss: hübsch verspielt und wunderbar besetzt. mehr
Über zehn Jahre ist es her, dass "Klemperer - Ein Leben in Deutschland" in der ARD lief. Es war nach längerer Zeit wieder ein Versuch, vom Nationalsozialismus im Serienformat zu erzählen. Die zwölfteilige Drama-Serie basiert auf den Tagebüchern des jüdischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Victor Klemperer. In der Kritik der Qualitätspresse kam die Serie von Kai Wessel, Andreas Kleinert und Autor Peter Steinbach ("Heimat") nicht immer gut weg. Lob indes fanden die Hauptdarsteller Matthias Habich und Dagmar Manzel. 3sat wiederholt die Serie vom 12. bis zum 17.9., täglich um 22.25 Uhr. mehr
Zwischen Ehekrise und zweitem Frühling, zwischen Spiritualität und Schönheitschirurgie versuchen vier Lehrerinnen zwischen 44 und 52 Jahren ihrem Leben einen Sinn zu geben. Die Handlung von "Klimawechsel" ist hormongesteuert, die Haltung lebensklug, die Tonlage frisch und respektlos, der Humor angenehm unprüde und gelegentlich köstlich derb, und die Wirkung befreiend. Selten konnte man so viel Spaß haben mit deutscher Komödie! mehr
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