Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD
collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer
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Zwischen Ehekrise und zweitem Frühling, zwischen Spiritualität und Schönheitschirurgie versuchen vier Lehrerinnen zwischen 44 und 52 Jahren ihrem Leben einen Sinn zu geben. Die Handlung von "Klimawechsel" ist hormongesteuert, die Haltung lebensklug, die Tonlage frisch und respektlos, der Humor angenehm unprüde und gelegentlich köstlich derb, und die Wirkung befreiend. Selten konnte man so viel Spaß haben mit deutscher Komödie! mehr
Erfrischend anders geht es auch in die 2. Staffel. "Leidenschaft auf vier Beinen" und Psychoermittlungen der hinterfotzigen Art sind das Herzstück von "Flemming". Die eigensinnige Intellektualität der Hauptfigur wird einen Gang zurückgefahren. Der Womanizer treibt seine Spielchen näher am klassischen Krimi-Konzept. Allein, er will noch immer lieber verstehen statt richten. Das Paar kommt insgesamt sympathischer rüber. Die Parole scheint zu lauten: mehr Miteinander als Gegeneinander, "mehr wärmere Töne". Schade, Hanns Zischler ist draußen, außerdem verzichtete das ZDF auf Regisseure mit Handschrift. mehr
Nach 3sat ist die österreichische Kultserie „Vier Frauen und ein Todesfall“ nach einer Idee von Wolf Haas nun endlich auch im (Sommerprogramm des) Ersten zu sehen. Das urige Provinzkrimi-Schmankerl mit Adele Neuhauser, bekannt als „Tatort“-Bibi an Krassnitzers Seite, spielt in einer völlig anderen Liga als die Vorabendversuche der ARD. Das Verspielte, das Schnoddrige, das Hinterfotzige, das Bissige, das müssen die Ösi-Autoren nicht erfinden und ihre Schauspieler sich nicht erspielen – es ist Teil ihrer Komödientradition. mehr
Wolke Hegenbarth und Felix Eitner wecken hohe Erwartungen, die Autoren Michael Baier und Jürgen Werner eher nicht. Letztere bestimmen die Tonart dieser heimatlichen Krimikomödie aus dem Harz: die Muster sind allzu bekannt, uninspiriert umgesetzt und das Rest-Team bleibt blass. Mit Miss Marple oder Adelheid Möbius kann diese Klara nicht mithalten. mehr
„Alpha 0.7 – Der Feind in dir“ ist ein transmediales Serienprojekt, in das Internet und Hörfunk kreativ eingebunden werden. Potenzielle Fans werden seit Wochen „angefüttert“ mit Infos zur Serie, mit Blogs, mit Videos, mit den Vorgeschichten der Figuren und der wissenschaftlichen Fiktionen. Die sechsteilige Serie von Marc Tensing ("Parkour") kann aber auch für sich bestehen. Sie ist klar und präzise auf das 25-Minuten-Format hin strukturiert, besitzt eine kühle, sachliche Bildsprache und ist bestens besetzt. (erstmals am Stück ausgestrahlt!) mehr
Das organisierte Verbrechen im Fadenkreuz des LKA Berlin. Opfer und Täter, korrekte und korrupte Gesetzeshüter treffen auf die Härte sich gegenseitig bekriegender russischer Mafia-Banden, slawisches Neureichentum stößt auf die naiven Träume ukrainischer Mädchen. Rolf Basedows Geschichten besitzen eine „Seele“ und das Drehbuch eine Qualität, die sich sowohl in brillant erzählten Details als auch in großen Bögen widerspiegelt. Der klassische Polizeifilm wird veredelt durch eine ausgeklügelte multiperspektivische Dramaturgie. Dominik Grafs in jeder Hinsicht überragende Mini-Serie versöhnt Genre-Tradition mit Serien-Moderne. mehr
„Die letzte Spur“ geht als „Letzte Spur Berlin“ in die zweite Staffel. Das Konzept hat sich bewährt: Suchen andere Kommissare nach Mördern, sind es bei Radek & Co vermisste Menschen, die den Polizeiapparat bewegen. Das (dramaturgische) Prinzip lautet: verschiedene Zeugen, mehrere Perspektiven, unterschiedliche Deutungen – und es ergibt sich die Möglichkeit, Leben zu retten. Top besetzt, inszenatorisch weit überdurchschnittlich (doch mit nur einer von fünf neuen Folgen lässt sich die Serie nur mit Vorbehalt beurteilen)! mehr
Die etwas frauenfeindliche Hochglanz-Adelsseifenoper „Der Fürst und das Mädchen“ scheint doch noch die Kurve ins dritte Jahrtausend zu kriegen. Erfolgsautor Michael Baier und das ZDF suchen nach den aktuellen Telenovela- und Soap-Erfolgen zunehmend die Perspektive der jungen Heldin. Hingucker Rike Schmid spielt sie anrührend, obgleich gegen das Charisma eines Maximilian Schell – zwischen Klischee & Charakterkopf – schwer anzuspielen ist. mehr
Mit scharfen Chemikalien und dem Herz am rechten Fleck trifft Heiko „Schotty“ Schotte am Tatort ein, bevor er mit Kraft und praktischer Intelligenz seinen Mann steht. Selbst im Disput mit Neonazis oder einem Mörder gibt „Der Tatortreiniger“ eine gute Figur ab. Das ist vor allem Hauptdarsteller Bjarne Mädel („Mord mit Aussicht“) und Drehbuchautorin Mizzi Meyer zu verdanken. Die drei neuen Folgen halten das hohe Niveau der preisgekrönten Serie. mehr
Mick Brisgau will für "seine" Tanja mitdenken, doch die denkt gar nicht daran, sich bevormunden zu lassen. Auch im Privatleben der lieben Kollegen tut sich was und auf dem Revier ist Stühlerücken angesagt. Und stellt sich "Der letzte Bulle" auch zunehmend besser auf das Jahr 2012 ein, wird sein emotionales Verhalten vielschichtiger und scheint er mit den flapsigen Sprüchen vorsichtiger zu sein (oder ist den Autoren weniger eingefallen?), so ist er auch in Staffel 3 ein tougher Typ, der mit dem Bauch denkt und mit den Fäusten spricht. Und Henning Baum verschmilzt mit der Figur zur perfekten deutschen Serien-Schöpfung. mehr
Das Serienglück des deutschen Fernsehens darf man von dieser MDR/ORF-Produktion nicht erwarten. Eine fesche Saniererin findet zu ihren Wurzeln zurück, sattelt um – und ist nun die neue Chefin eines traditionsreichen, tief verschuldeten Lippizaner-Hofs. Der Bruder, die beste Freundin, die Intriganten und der neue Lover warten schon. Der Zuschauer weiß, wo’s hingeht und genießt dieses Wissen. Sowas hat schon Oma und Opa gut gefallen. Der weniger solchen Stoffen geneigte Zuschauer wird sich indes für dumm verkauft fühlen! mehr
Kleine Leute erleben große Weltgeschichte. Erzählt werden die Erlebnisse der weitverzweigten Familie Grandauer, in und um München herum von 1918 bis 1954. "Anschaulicher, lehrreicher und zugleich unterhaltsamer lässt sich Historie nicht ins fernsehfiktionale Gewand kleiden", schrieb die "FAZ". Es gab vier Grimme-Preise, darunter auch für Christine Neubauer, die zwischen 1987 und 1991 noch weit von ihrem Degeto-Image entfernt war. Erst 1997 fand die die Purucker-Serie ins Erste; davor lief sie im bayerischen Dritten. mehr
Eine Familie aus dem Ruhrpott knackt den Jackpot. Doch Millionär sein, macht keinen Spaß, wenn man das Lottogewinner-Dasein für sich behalten muss und sich vom Erträumten nichts leisten darf! Die WDR-Adaption eines ORF-Sitcom-Formats ist mindestens eine Klasse besser als das, was einige ARD-Sender am Vorabend ausprobieren. Hier reichen sich das Alte und das Neue gekonnt die Hand. Das ist Gute-Laune-Fernsehen für jung und alt. Das ist gut getimt, bestens besetzt und lässt sich süffig weggucken bei Bier und Schnittchen. mehr
Die Serie, die aussieht wie ein Zwilling der RTL-Serie „Post Mortem“, basiert auf einer gleichnamigen italienischen Erfolgsserie, die ihrerseits stark an „CSI“ angelehnt ist. Die Optik aber sieht aus, als hätte man ein Computerprogramm mit den Stilmitteln von „24“ gefüttert. Jump-Cuts, Zeitraffer, Zeitlupe, Flashbacks, Freeze-Frames, Split-Screen: alles da. Spannend, gut besetzt und dramaturgisch dicht erzählt, sind die ersten Folgen auch noch! mehr
Eine junge, vorwitzige Großstadtjournalistin trifft auf einen kauzigen Ex-Kommissar. Schauplatz: Schwäbische Alb. Autoren: die “Tatort“-Münster-Erfinder Stefan Cantz und Jan Hinter. Für den dramaturgisch engen „Heiter bis tödlich“-Rahmen ist „Fuchs und Gans“ eine recht gelungene Vorabendserie. Mira Bartuschek nutzt den Raum, den man ihr lässt, agiert frisch und frech, und Routinier Peter Bongartz ist der geerdete Mitspieler. Geht doch! mehr
Der neue Psychologe im ZDF heißt "Flemming". Gregor Edelmann, preisgekrönter Autor von "Der letzte Zeuge", hat ihn angelegt als Anti-Bloch, als einen, der zur Psychologie verführt, der die nonverbalen Zeichen eines Menschen liest und davon auf dessen inneren Zustand schließt. Das macht ihm und seinen Nächsten das Leben nicht immer leicht. mehr
Die Streitbarkeit der Bayern war der Ausgangspunkt für Franz Xaver Bogner, die Serie „Café Meineid“ zu entwickeln. Der Kleinbürger & seine Lebensart stehen vor dem Kadi. Verhandelt werden die kleinen Dramen des Alltags. Die Menschen, nicht die Fälle stehen im Zentrum. „Café Meineid“ bezieht sich auf einen der Schauplätze, die Kantine des fiktiven Münchner Amtsgerichts. Skurril, humorvoll, dichte Dialoge. Auch heute noch ein Vergnügen! mehr
“Die Rechtsanwaltsgeschichten sind mehr der äußere Rahmen”, betont Christoph M. Ohrt. An seiner Seite ein relativ unbekanntes Gesicht: Rebecca Immanuel. Die beiden spielen zwei Kollegen einer Berliner Anwaltskanzlei am Prenzlauer Berg. Ein Team für alle Fälle. Der augenzwinkernde Schlagabtausch zwischen den Geschlechtern ist das Herz der Serie. Mitunter lässt die Screwball Comedy grüßen. Wiederholt wird die Sat-1-Serie vom NDR mehr
Es wird nun doch nichts aus Köln – Sophie Haas bleibt der Eifel erhalten und Hengasch in leidenschaftlicher Hassliebe verbunden. 13 neue, skurrile Geschichten um das Provinz-Revier mit Phlegma-Dietmar und Wirbelwind Bärbel stehen dem Schmunzel(krimi)fan ins Haus. Wunderbar: Caroline Peters massiver Gesichtseinsatz & Bjarne Mädels köstlich entschleunigte Körpersprache. Das Beste, was der ARD seit langem in Sachen Serie eingefallen ist. mehr
Dem Label „Heiter bis tödlich“ gehen langsam die Ideen aus. Die Konstellation – aufstrebende Journalistin landet in der Provinz und erweist sich dort bei ihren Recherchen als kriminalistische Spürnase – hatten wir gerade erst in „Fuchs und Gans“. Und zwar prickelnder als in der neuen Vorabendserie „Zwischen den Zeilen“ um eine verschlafene Aachener Zeitungsredaktion. Holzschnittartige Figuren, altbekannte Klischees, kein Witz. mehr