Zum vierten Mal nimmt Hobbydetektivin Franziska Luginsland den verunsicherten Zuschauer an die Hand. Was als modernes Liebesdrama ohne falsche Gefühligkeit beginnt, kippt erwartungsgemäß in einen Krimi, einen von der atmosphärisch-sinnlichen Sorte, der für allerlei Überraschungen und Tonlagenwechsel gut ist.
Klassentreffen nach 20 Jahren. Flaschendrehen und alles, was dazu gehört. Chefredakteur Tom (Herbert Knaup) bereut, dass er einst „seine Elfe verlassen“ hat. Auch sie ist sofort wieder Feuer und Flamme für ihre große Liebe. Wer Franziska Luginsland heißt, dem kann man schon einiges abnehmen an verrückten Verliebtheiten. Doch ob man Tom und seinen Worten „Ich spiele nicht“, die er auf den Bierdeckel krakelt, bevor er spurlos verschwindet, Glauben schenken darf, das ist die große Frage. Immerhin wandeln die Geschichten um die kellnernde Kosmetikerin auf den Spuren des Krimis und müssen dem Umstand Rechnung tragen, dass der unablässig suchenden Heldin das Liebesglück verwehrt bleibt. Und außerdem ist da ja noch jener Andi (Martin Feifel), der auch scharf auf die Elfe war und deshalb auf Tom alles andere als gut zu sprechen ist.
Was als modernes Liebesdrama ohne falsche Gefühligkeit beginnt, kippt erwartungsgemäß in einen Krimi, einen von der atmosphärisch-sinnlichen Sorte, der für allerlei Überraschungen und Tonlagenwechsel gut ist. Wer’s weißblau-humorig mag, wird viel Spaß haben an „Liebe und anderen Gefahren“. Die Einlagen von Gundi Ellert und Fred Stillkraut zwischen Boulevard und Nonsens sind ein wunderbar uriger Kontrast zu der Melancholie der von Krimi-Autor Friedrich Ani einst erdachten Hauptfigur, jener Frau, die so gern mit dem Zuschauer spricht und sich immer in die falschen Männer verliebt. Zum vierten Mal nimmt sie uns an die Hand – und man genießt das Rendezvous mit Katja Flint und dem spielfreudigen Ensemble. Nina Grosse hat diesen ungewöhnlichen Genre-Mix ohne Mord, dafür mit mordsmäßiger Verschmitztheit angerührt.
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