Wann erfüllte „Bella Block“ das letzte Mal nicht die Erwartungen? Man kann sich nicht erinnern. Und doch schien in den letzten Fällen eine seltsame Müdigkeit auf der Kommissarin zu lasten. „Das Ende des Schweigens“ erfüllte nun sogar mehr als die stets hohen Erwartungen. Der erste Zweiteiler der Reihe brach aus dem bewährten Schema aus...
Wann erfüllte „Bella Block“ das letzte Mal nicht die Erwartungen? Man kann sich nicht erinnern. Und doch schien in den letzten Fällen eine seltsame Müdigkeit auf der Kommissarin zu lasten. „Das Ende des Schweigens“ erfüllte nun sogar mehr als die stets hohen Erwartungen. Der erste Zweiteiler der Reihe brach aus dem bewährten Schema aus, ein Mordanschlag auf die Heldin und Simon Abendroths melancholisches Goodbye taten ein Übriges. Fast scheint es, als ob auch die von Hannelore Hoger so wunderbar gespielte Kommissarin fortan aus dem (allein für die Figur!) ermüdenden Muster der Polizeiarbeit ausbrechen wird. Bella Block quittierte den Dienst wie schon am Ende des Grimme-Preis-gekrönten, damals nur als Einzelstück geplanten Krimis „Bella Block – Die Kommissarin“. Die Reihe überrascht immer wieder durch ihre Qualität. Dieses Mal überraschte sie vor allem durch den Mut und die Fantasie der Macher. Großartig war neben der „erwachsenen“ Trennungsgeschichte auch die Idee, BB einen halben Film lang sprachlos agieren zu lassen. Schade nur, dass Devid Striesows wunderbar lakonischer Jan Martensen, der die Sympathie für seine Chefin erstmals so richtig zeigen durfte, so lieblos verabschiedet wurde. Wohl ein Indiz dafür, dass Striesows Figur der Reihe erhalten bleibt. Für die innere Harmonie der sonst so dichten und stimmig gestrickten Handlung war seine Abwesenheit am Ende ein Manko.
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