Das "Nachtschicht"-Team startet auch in „Der Ausbruch“ von Null auf 100, gibt sich physisch und psychologisch auf der Höhe der Zeit, ohne gewollt modisch zu erscheinen. Eine Nacht, ein Film, dieses Konzept verdichtet die Fälle scheinbar wie von selbst.
Foto: ZDF / Stephan PerschDas Team: Ken Duken, Barbara Auer (die Neue), Minh-Khai Phan-Thi, Armin Rohde
Mit einer neuen Chefin geht es in der „Nachtschicht“ gegen einen alten Bekannten. Töfting, ein durchgeknallter Zeitgenosse, begegnet den Hamburger Nachtarbeitern bereits in der ersten Episode der ZDF-Reihe vor fast drei Jahren. Seither hat sich wenig verändert. Der Ex-Neonazi ist noch immer ein extrem unberechenbarer Bursche und Lars Beckers Nachtkrimis gehören noch immer zum Besten, was es hierzulande in Sachen Kriminalfilm gibt. Das Team startet auch in „Der Ausbruch“ von Null auf 100, gibt sich physisch und psychologisch auf der Höhe der Zeit, ohne gewollt modisch zu erscheinen. Eine Nacht, ein Film, dieses Konzept verdichtet die Fälle scheinbar wie von selbst, doch es steckt viel Können dahinter. Barbara Auer fügt sich bestens ein, konzentriert und unspektakulär, und ihr Augenaufschlag verheißt wenig Gutes für Armin Rohdes bösen Bullen. Und Jan Josef Liefers macht aus einem halbwegs Kriminellen einen kapitalen Sympathieträger, während Florian Lukas einmal mehr glänzt als Psychopath von de Niros Gnaden. (Texct-Stand: 29.1.2007)