„Marie und der Charme des Bösen“ entwickelte sich zu einem Duell zwischen der Kommissarin und einem radikalen Arbeitgeberanwalt, der in seinem Allmachtsgefühl vor kriminellen Methoden nicht zurückschreckt. Nach schwachem Auftaktfall ein Krimi, der sich sehen lassen kann.
Foto: ZDF / Martin LässigDieser "Herrenmensch"-Typ ist Marie Brand nicht geheuer. Millowitsch, Krassnitzer
Der erste Fall vor zwei Wochen war die Pflicht: Marie Brand und Simmel wurden eingeführt, beschnupperten sich und gewöhnten sich schneller aneinander als andere Krimis um ungleiche Paare. Der Fall blieb blass. Ganz im Gegensatz zu Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann. Dass hier ein Duo zusammenwächst, das launig und ernsthaft zugleich die Fälle löst und den Zuschauer nicht langweilt mit abgedroschenen Buddy-Maschen, wurde schon im Auftaktkrimi deutlich. Im zweiten Fall nun konzentrierte sich Grimme-Preisträger Alexander Adolph mehr auf Story und sozialkritische Zwischentöne. „Marie und der Charme des Bösen“ entwickelte sich zu einem Duell zwischen der Kommissarin und einem radikalen Arbeitgeberanwalt, der in seinem Allmachtsgefühl vor kriminellen Methoden nicht zurückschreckt. Ein spannender Zweikampf, nicht zuletzt auch wegen Harald Krassnitzer, der seinen bösen Buben aufreizend selbstbewusst gab. Eine neue Farbe, ein überzeugender Film.
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