Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD
collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer
Es sind die Rituale, die Blicke, die Alltagssituationen, die diesem eher durchschnittlichen Krimi Charme verleihen. Doch all diese kleinen Nuancen wären nicht der Rede wert, wenn nicht Uwe Kockisch immer überzeugender den Commissario Brunetti geben würde.
Foto: DegetoNachdenkliche Ermittlungen in Venedigs Gassen. Uwe Kockisch und Karl Fischer
Alle Jahre wieder kommt Commissario Brunetti, stets im Herbst, wenn sich hierzulande die Tage neigen und die Sonne sich immer weniger zeigt. Da lässt sich der Zuschauer Venedig gern gefallen. Ein Verbrechen ist da nicht viel mehr als rätselaufgebendes Beiwerk zu einem Milieu, in dem die Familie alles ist und in dem sich der Zuschauer deshalb zuhause fühlt. Familie, das ist die „famiglia“, aber auch die zweite Familie des Commissario, die Polizei. Es sind die kleinen Rituale, die Blicke (zwischen Brunetti und Elettra), die Alltagssituationen, die dem eher durchschnittlichen Krimi „Beweise, dass es böse ist“ Charme verleihen. Doch all diese kleinen Nuancen wären nicht der Rede wert, wenn nicht Uwe Kockisch immer überzeugender den Italiener Brunetti geben würde. Da stimmt jede Nuance. Aber auch Julia Jäger lässt vergessen, dass Barbara Auer optisch die „echtere“ Mama Venezia war. An den Büchern ist so gut wie nichts mehr Donna Leon. Vielleicht werden gerade deshalb die Filme in der ARD immer eine kleine Spur besser. (Text-Stand: 13.10.2005)
Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr
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