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„Kleine Herzen“ erzählt vom Alltag einer überforderten jungen Mutter. Termin-Managment in der Sommerhitze – bis ihr der vierjährige Sohn zu viel wird. Sie schließt ihn weg, vergisst ihn und träumt sich in das unbeschwerte Leben eines Teenagers. Ein "Tatort" ohne Whodunit-Spannung, der dennoch fesselt durch seinen Wettlauf mit der Zeit. Die Kommissare halten sich angenehm zurück. Ein Ausnahme-"Tatort" mit Ausnahme-Talent Janina Stopper! mehr
Langsam das Erzähltempo, lau die Sozialkritik und gut Brunettis Riecher. Nachdem ihm eine Nonne von mysteriösen Sterbefällen in einem Altenpflegeheim berichtet und sie wenig später im Koma liegt, tritt er der Frau Oberin kräftig auf die Füße. Doch auch der Beichtvater hat einen seltsamen Zug um den Mund und ein Konto in der Schweiz. Die Donna-Leon-Reihe bleibt ein Hochglanz-Kunstprodukt, erträglich nur für den, der das akzeptiert. mehr
Die Sekretärin eines Bankdirektors ist erschlagen worden – und fünf Menschen kommen als Täter in Frage. „Liebe und Tod“ aus der ZDF-Reihe „Das Duo“ ist ein unterhaltsamer, gut gebauter Whodunit-Krimi voller Referenzspuren, spielerischer, krimineller und sexueller Energie. Und dann ist auch noch Kommissarin Clara Hertz schwanger. Fazit: dichter, klar und flott erzählter Krimi mit starkem Finale, spannenden Charakteren und einer mal eben kurz auftrumpfenden Nina Kunzendorf. Da stört die aufgesetzte Privatgeschichte kaum. mehr
Krimiautor Hakan Nesser hat einen neuen Ermittler kreiert: der Italo-Schwede Barbarotti, ein Handwerker der Verbrechensaufklärung, ist kein schwermütiger Ermittler des Nordens, er weiß auch die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Er ist gewissenhaft und die Regie gibt ihm alle Zeit der Welt. So ergeben sich intensive Szenen, die im Detail psychologisch dicht und ästhetisch abwechslungsreich aufgelöst werden und vergessen lassen, dass hier mal wieder deutsche Schauspieler auf Hermansson oder Eriksson machen müssen. mehr
Maximilian Bloch ist der Psychotherapeut unseres Vertrauens. Er und sein Hauptdarsteller Dieter Pfaff haben es geschafft, regelmäßig ein Millionenpublikum vor den Bildschirm zu locken. Der TV-Psychologe ist kein Schwätzer und Stubenhocker. Er handelt, packt an, begleitet die Kranken in ihren Alltag. Wie in den meisten seiner Fälle liegt auch in „Die blaue Stunde“ der Reiz in der Konfrontation zwischen Therapeut und Patient. mehr
„Alarmstufe Rot“ in Hamburg. Ein Killer geht um, ein Psychopath, der selbst gefällte Todesurteile an Drogendealern vollstreckt. Eine Blutspur zieht sich durch die nasskalte hanseatische Nacht. Auch im sechsten Einsatz der ZDF-Reihe „Nachtschicht“ folgt man dem Team eines Kriminaldauerdienstes bei ihrer aufreibenden 12-Stunden-Schicht. mehr
Die beiden Neuen haben ihr Quoten-Soll erfüllt – und sie finden langsam ihre Gangart. Dennoch: was könnte aus dem Leipziger „Tatort“ werden, wenn der MDR weniger nach Kalkül besetzt hätte. Thomalla und Wuttke passen einfach nicht zusammen. mehr
Ein Mädchen wird im Wald tot aufgefunden – Genickbruch. Ein Unfall oder Selbstmord ist auszuschließen... Krimi-Hausmannskost – bodenständig und ohne Atmosphäre. Allein Janina Stopper sorgt mit intensivem Spiel für die Highlights in dieser düsteren Familientragödie. mehr
Tatort Internat: schnöselige Jungmänner, abgeschnitten von der sozialen Realität, konzentrieren sich ganz auf die interne Hackordnung, der offenbar ein Mitschüler zum Opfer gefallen ist. Mit 2,4 Promille Alkohol im Blut wurde er im Wald gefunden – abgeladen wie ein totes Tier... Erpressung, Dekadenz, Sadismus, sexuelle Demütigung sind so alt wie die Menschheit. Konzentrierter, großartig besetzter Ein-Schauplatz-Krimi von Stefan Rogall. mehr
Die Idee war gut, die gigantische EM-Kulisse von 2008 für ein 90-minütiges „Kommissar-Rex“-Special zu nutzen. Doch die Durchführung ist weniger erfreulich: unspannende Story, schwache Stunts, kaum EM-Atmosphäre und völlig uninspirierte Inszenierung. Allein die Wiener Aushängeschilder samt Goschen und Anna Fischer entschädigen ein wenig. mehr
Ein Serienkiller ist ein Faszinosum für Krimi-Fans, er enthält ein großes Verunsicherungs-
Potenzial. Dieser Lindholm-„Tatort“ rückt stärker als andere Krimis auch die Hinterbliebenen in den Blick und zeigt, wie aus Opfern Täter werden. "Verletzlichkeit des Privaten" mehr
"Das Wunder von Wustermark" ist die Fortsetzung der „Polizeiruf“-Kriminalkomödie „Totes Gleis“. Wieder sind Ben Becker, Otto Sander und Horst Krause mit dabei, wieder haben Leo P. Ard und Michael Illner das Drehbuch geschrieben und wieder führte Bernd Böhlich Regie. Wie im Grimme-gekrönten Vorläufer ist die Dorfkneipe der Nabel der Wustermarker Welt. Dort baldowern die Kumpels Lansky, Dettmann und Sommer ein „Riesending“ aus. mehr
Ein ewiger Casanova erweist sich als weitsichtiger Frauenversteher und die integre, altruistische Ärztin ist auch nur ein ganz normaler Mensch mit all seinen Schwächen. Das ist alles ein wenig bieder und auf höchster Konsens-Stufe angesetzt, doch komödiantische Zwischen-Spiele und zwei bestens aufgelegte Hauptdarsteller sorgen für einen leidlich unterhaltsamen Film. "Liebe mit Lachfalten", der Titel ist allerdings ein wenig hoch gegriffen: beim geneigten Zuschauer hinterlässt das Komödien-Dramolett allenfalls Lachfältchen. mehr
Die Bavaria hat sich für die 40. Inga-Lindström-Mär "Svens Vermächtnis" viel Mühe gegeben. Christiane Sadlo rührt schwere Motive wie Tod, Bestimmung, Vater-Sohn-Konflikt, Glückssuche in eine leichte, schaumige Liebescreme, von der der Fan schwer ablassen dürfte, sich am Ende aber nicht den Magen verderben wird. Ein Film wie aus dem Bilderbuch. Als Projektionsfläche für Kindheitserinnerungen und für Idealisierungen bestens geeignet! Und Marie Zielcke und Xaver Hutter sind ein Traumpaar fürs Sehnsuchtsland Schweden. mehr
Ein Toter auf dem Gelände des Mauerparks. Der Mord korrespondiert mit einem Verbrechen von 1988. Die Topografie, starke Charaktere und der Zeithorizont sind die Parameter für Heiko Schiers spannende Geschichte. Die Dramaturgie verläuft eher kreisförmig als linear. Die Inszenierung ist atmosphärisch, bisweilen assoziativ und – bei aller Schmuddelästhetik – bildstark. Überzeugende Besetzung, filmdienlich ermittelnde Kommissare, ein toller Song. 10 Jahre Ritter & Starck. Der 25. Fall bestätigt den Aufwärtstrend beim RBB-"Tatort". mehr
Ein Springmesser verbindet die Fälle miteinander. Zwei Kids erstehen es bei einem Händler. Es wandert weiter zu einer Lehrerin, die aber mehr über die schlimmen Spuren körperlicher Misshandlungen aufgebracht ist, die sie an einem der Jungen feststellen musste... Der deutsche Vorreiter des modernen Krimi-Erzählens geht in die fünfte Runde. mehr
Weil die Kommissare nicht weiterkommen bei einem Mord an einem Oberarzt, gibt Schenk das Mädchen für alles und klinkt sich ein in den Alltag eines Krankenhauses. Das nutzen Autor Markus Busch und Regisseur Torsten C. Fischer, um einiges vom Kliniknotstand in diesen "Tatort" aus Köln einzubauen. Aber anders als gewohnt: beiläufig und dezent. mehr
Ein Mann kommt zu Beginn des Films mit dem Auto angefahren. Das ist mal ganz was Neues im ZDF am Sonntag. Ansehnliches Emilie-Richards-Dramolett mit einer männlichen Hauptfigur! Oliver Mommsen bricht bildfüllend in Tränen aus und Tessa Mittelstaedt gibt sich frisch und burschikos. Lebenskluge Variation des immergleichen Dramaturgiekonzepts. mehr
Ein Serienkiller geht um am Bodensee. So perfide die Tötungsarten, so schräg das Muster: Hier tötet einer nach dem Vorbild der Romane eines Krimiautors. Einen mittelprächtigen Ermittlerkrimi mit einer allzu offensichtlichen Gemenge-Lage aus ausgedachten Mordmotiven und vorgeschobenen Verdächtigungen hat Thomas Bohn da zusammengeschraubt für Eva Mattes. Fazit: Krimi-Ware von der Stange – auch für Fritz Wepper & Co geeignet! mehr
Das "Nachtschicht"-Team startet auch in „Der Ausbruch“ von Null auf 100, gibt sich physisch und psychologisch auf der Höhe der Zeit, ohne gewollt modisch zu erscheinen. Eine Nacht, ein Film, dieses Konzept verdichtet die Fälle scheinbar wie von selbst. mehr
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