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Ausland-Einsatz für Senta Bergers Eva Maria Prohacek. Unter Verdacht, Flüchtlinge zu misshandeln, stehen die vor der Küste Italiens operierende Militärpolizei und die Agentur für den europäischen Grenzschutz im Mittelmeer. Ist ein deutscher Grenzschützer ermordet worden, weil er die Übergriffe nicht länger akzeptieren wollte? "Die elegante Lösung" ist ein präzise erzählter, bewegender Politkrimi, der es sich nicht moralisch einfach macht. mehr
„Wir opfern und benutzen Menschen, wie wir wollen“, heißt es in "Weil sie böse sind". Spielchen auch im Polizeipräsidium. Sänger und Dellwo ergehen sich in Ego-Trips – und kommen deshalb nicht weit bei ihren Ermittlungen. Gier und Selbstsucht, Hitchcock und Highsmith, Bob Dylan singt, Rousseau gibt das Motto vor, Peschel & Schweighöfer glänzen und der „Tatort“-Whodunit wird auf den Müllhaufen der Fernsehgeschichte befördert. mehr
„Hitchcock und Frau Wernicke“ ist endlich mal wieder ein Hauptstadt-würdiger „Tatort“. Eine köstliche Grundidee, eine gekonnte Ausführung mit feinen Spannungsausschlägen und ein Ermittler-Duo, das angenehm auf ernst und streng getrimmt und dem die urbane Egozentrik ausgetrieben wurde. Gelungener Wechsel aus Tiefgang und Genre-Ironie. mehr
Zur Verhandlung stehen verschiedene Ehen im dritten Film aus der Reihe "Alles was recht ist". Es werden einige nicht ganz falsche Aussagen über das Leben und die Liebe getroffen. Dieses Offene-Türen-Einrennen ergibt aber noch keinen guten Film. Fazit: ein auf launig getrimmter Themenfilm, in dem alles nach Konzept aussieht. Eine serielle Kopfgeburt ohne Leben. Belanglose Service-Fiction – allenfalls für reifere Jahrgänge geeignet! mehr
Kockischs Charisma allein reicht nicht. Zwischen chronischem Augenzwinkern und gespielter venezianischer Bedächtigkeit entwickelt sich ein Fall von politischer Brisanz, in dem einige korrupte römische Beamte und ein Profikiller, zwei tote Afrikaner und ein paar wertvolle Rohdiamanten eine wichtige Rolle spielen. Der Film selbst ist kein Rohdiamant: zäh schleppt sich die Story dahin, aus vermeintlichem Mut zur Langsamkeit wird Langeweile. mehr
Die Tötung zweier Russinnen, die in Hamburg vor ihrem Tod ein Baby zur Welt brachten, führt die Kommissarin nach St. Petersburg. So sehr "Weiße Nächte" in einigen Momenten an die Nieren und ans Herz geht, so sehr verzettelt sich Autorin Bühlig in allzu vielen (Frauen-)
Geschichten. Ein überlanger "Bella Block" mit zu viel "Sinnstiftung" und zu wenig Krimi. mehr
Überfall auf einen Baumarkt. Der Filialleiter wird lebensgefährlich verletzt. Später folgt eine Kindesentführung. Es ist einiges mehr los als sonst im neuen "Polizeiruf" aus Halle. Dafür sorgt die Neue am Tatort: Nora Lindner bringt ebenso wie ihre Darstellerin Isabell Gerschke frischen Wind ins staubige Kommissariat. Nur die Fälle müssen noch besser werden. mehr
Profilkiller und Mädchenhändler sind auf den Straßen von Berlin unterwegs und versetzen das "Starke Team" in ständige Alarmbereitschaft. „Gnadenlos“ ist der 50. Film dieser grundsoliden ZDF-Krimireihe – und nicht der schlechteste. Eine handlungsintensive Story erlaubt dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause. Stark besetzter Whodunit-Krimi mit vielen Wendungen, durchgängig hohem Spannungspegel und einem Hit von Take That. mehr
Ein berühmter Filmproduzent wurde erschossen – und viele hätten ein Motiv. Hochglanz-
Krimi mit Ausblick. Psychologische Nullnummer mit aufgesetzt ulkigen Dialogen in gepflegten Interieurs. Gediegener Whodunit mit namhafter Darstellerriege. Müder Familienkrimi! mehr
Eine Kommissarin im Mutterschutz, deren kriminalistischer Instinkt eine längst vergessene Leiche aufspürt – das klingt eher nach Agatha Christie als nach einem „Tatort“. mehr
Ein heißes Eisen! Das Thema türkischer Mord im Namen der Ehre gerät sozialkritisch in den Fokus. Martin Eigler gelingt eine sensible Annäherung an das brisante Thema. Die besondere Stärke des Films ist die sensible Darstellung des Konflikts. Gezeigt wird kein "Ehrenmord", sondern eine türkische Frau in der Klemme. Nicht nur psychologisch höchst spannend! mehr
„Wer Vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ In diesem Sinne: Eine Biologielehrerin auf Erkundungsurlaub rettet einen Gestrandeten ohne Gedächtnis – und beide verlieben sich ineinander. Die Hotelmanagerin bekommt Besuch vom Vater – einem notorischen Spieler. Außerdem geht es um eine von der Schließung bedrohte Klinik mit Kinderheim und um eine aufopferungsvolle Ordensschwester. Nicht zu vergessen Hotelier, Markus Winter, der offenbar Winter heißt, weil er seit 2005 im Winter den Sommer auf den Bildschirm bringt. Alles etwas bewegender und dramaturgisch flüssiger als der Malediven-Filmausflug. mehr
Leitmayr unter Druck. Er hat geschossen – auf einen Mann mit Revolver-Replikat. Der Tote ist ein Nachbar von ihm. Der interne Ermittler wird unangenehm. Dieser „Tatort“, der um die Psychologie des Professionals kreist, orientiert sich dramaturgisch stärker an amerikanischen als an deutschen Vorbildern. Erzählt wird ein doppeltes Drama: vom Kommissar, der nicht mehr der Alte ist, von der kleinbürgerlichen, tragisch miteinander verstrickten Opfer-Familie. Dichtes Drehbuch, knappe Dialoge, präzise Regie. Alle Film-Gewerke auffallend gut! mehr
Alte Gefühlswelten mit neuem Lebensstil zu versöhnen, pragmatische mit romantischer Weltsicht kurzzuschließen – das versuchen die amerikanischen Geschichten der britischen Autorin Katie Fforde. In "Leuchtturm mit Aussicht" klappt das schon ganz gut. Natürlich, man muss es mögen. Man muss es aber auch gut machen! Vorhersehbare Story, flott erzählt, bisweilen sogar atmosphärisch. Der Wind weht, Luise Bährs american-like Föhnwelle wippt durchs New Yorker Hudson Valley und Felix Cramers Kamera ist eine Klasse für sich. mehr
Pferde, Hunde, Kinder, ein Baby, Schicksal vor Landschaft – das geht immer. In diesen Geschichten bekommt jeder Topf seinen Deckel – nicht immer, was die Liebe, sondern was die Dramaturgie angeht: finanzielle Sorgen vs. Lotto-Gewinn, Heldin-Ärztin vs. kranker Partner etc. Zu jeder These die passende Gegen-These – und die Synthese heißt Johanna Lohmann. Diese „Schicksalswege“ sind so überschaubar, die Konflikte so sehr mit Ansage zusammengeschraubt, dass es selbst in Anbetracht des Heimatfilm-Genres weh tut. mehr
„Liebeswirren“ liegt mal wieder weit über dem "Tatort"-Durchschnitt. Der Ausflug der beiden dezenten Machos in die Münchner Schwulenszene sorgt für humorige Entlastung von einem beklemmenden Familiendrama, das von Oscar-Winner Christoph Waltz getragen wird. mehr
Hier darf sich der geneigte Zuschauer erholen – mit komischen Intermezzi und launigen Beziehungsspielchen, mit ein paar Konflikten, aber mit der Gewissheit, dass es nicht allzu Schlimmes zu befürchten gibt. Dramaturgisch und handwerklich durchaus passabel. mehr
Kann es Zufall sein, dass innerhalb von zwei Jahren zwei attraktive Frauen in einem kleinen bayerischen Dorf auf ungeklärte Weise ums Leben kommen? Ein Fall für Wendelin Winter! Inmitten von Kuckuckskindern, lebenslustigen Weibsbildern und handgreiflichen Proleten, zwischen Rosenkranzgebet, Junggesellenversteigerung und sozialer Kontrolle entwickelt sich ein launiger Unterhaltungskrimi, der auch eine recht passable Heimatfilmkomödie abgibt. mehr
Eine Leiche gibt es erst nach 75 Minuten. Die Spannung bleibt dennoch erhalten, weil eine tödliche Spaß-Tour der Polizistenanwärter in der Eingangssequenz, die Besetzung des vermeintlichen Opfers mit Katharina Schüttler und die seltsame Ehe, die ein vom Helfer-Syndrom erfasster Polizeiausbilder führt, genügend Material zu Spekulationen geben, die das Interesse am abwechslungsreich von Ed Herzog in Szene gesetzten Fall wach halten. mehr
Sänger und Dellwo stoßen an die gesellschaftliche Schmerzgrenze. In „Der frühe Abschied“ geht es um den Schutz der Kinder und um überforderte Eltern und um die Aufgeregtheit, die hierzulande bezüglich dieses Themas herrscht. „Das ganze Land sieht doch überall nur noch Kindsmörderinnen“, ärgert sich Sänger. Mehr Drama als Krimi. Hoch emotional! mehr
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