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Fritzi Haberlandt, 34 Jahre alt, geboren in Berlin Ost, zeigte ihre Klasse zunächst auf dem Theater. „Schön sein können andere besser“, sagt sie selbst und lächelt ihr zweideutiges Lächeln. Sie ist keine Frau für den Mainstream. Umso überraschender, dass nach dem Kino nun auch verstärkt das Fernsehen um „Die Merk-Würdige“ buhlt. mehr
Egal ob Alt-68er, 78er oder „Generation Golf“ – Daniel Nocke lässt seine Figuren kreisen in festgefahrenen Familien- und Gruppensituationen und den eigenen Gehirnwindungen. „Sie haben Knut“ wirft einen nostalgiefreien Blick auf die selbst ernannten Öko- und Politaktivisten der 70er Jahre. Auf einer Skihütte bahnt sich im Winter 1983 der Abgesang einer alternativen Szene an. Mit dabei: Devid Striesow, Alexandra Neldel und Daniel Nocke selbst! mehr
„Warum ist es oft so eine große Qual, durch die Texte zu kommen? Warum lassen sie sich so schwer lernen?“ Irgendwann hatte Maximilian Krückl die Antwort: „So redet einfach keiner.“ Der Schauspieler indes glaubt, die Sprache und die Menschen zu kennen. „Ich weiß, wie die ticken.“ Und so setzte er sich selbst hin und schrieb. Zum Beispiel: "Der Ruf der Berge". Ein Vehikel für das Urgestein Siegried Rauch – heimatverbunden, menschelnd, gemütlich. mehr
Dominik Graf ist eine Institution innerhalb der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Ein Regisseur, der gerne Neues ausprobiert und Probleme mit der gängigen political correctness hat. Ein unbestechliche Realist, dessen Heimat der Polizeifilm ist. "Der scharlachrote Engel" mit Edgar Selge und Nina kunzendorf ist ein Juwel der Münchner "Polizeiruf"-Reihe. mehr
Sie hat schon so manches Rührstück vor dem Absturz bewahrt – mit ihren blauen Augen und ihrer natürlichen Frische. Der Hauch Grace Kelly, den ihr Gesicht verrät, kommt stärker auf Fotos zu tragen, im Film wirkt sie eher wie die nette Frau von nebenan. Nach "Die Gustloff" oder "Mogadischu" ist der ehemalige Soap-Star wieder im ganz leichten Fach gelandet. Dabei spielt sie klein gegen das große Banale an. Perfekt beherrscht sie jene leichte, beiläufige Spielart, mit der sie die Klischees der Handlung mit der Aura des Alltäglichen auflädt. mehr
Die gebürtige Bonnerin Silke Bodenbender ("Mitte 30") ist ein Gesicht, das man sich längst gemerkt haben sollte. Nach dem Deutschen Fernsehpreis ist sie in der Branche in aller Munde. Eine zweite Veronica Ferres aber wird aus der hoch talentierten und klarsichtig klugen Schauspielerin gottlob nicht werden. mehr
„Ich würde niemals behaupten, ich sei fähig, einen Film zu tragen“, sagte Anna Maria Mühe unlängst auf ihr Herzensprojekt „Novemberkind“ bezogen. Im „Tatort“ aus Köln befindet sie sich entsprechend in Obhut zweier gestandener Mannsbilder. Und doch wird man sich an den gespenstisch guten Auftritt der 23-jährigen Schauspielerin in dem stilsicheren Mystery-Krimi aus Köln länger erinnern als an den Krimifall. mehr
“Sie können ruhig sagen, Schmonzette”, sagt Jaenicke. Seinen Robert-Redford-Klon hat er dennoch gern gespielt. “Ich kann Typen, die sich mehr mit Tieren beschäftigen als mit Menschen, gut verstehen.” Der Schauspieler ist ein Getriebener, ein Abenteurer, ein Quartal-Aussteiger. Um sich dieses Leben zu leisten, muss er ab & zu schlechte Rollen spielen. mehr
Diese unnachahmlichen Blicke. Mal der Liebreiz in Person, dann eine Coolness, in die sich alles mischen kann: Verachtung, Unsicherheit, Leidenschaft. Ina Weisse, die sich mit ihren 41 Jahren erst langsam in den Fokus der professionellen Betrachter schiebt, ist keine, die sich aufdrängt. Gegen sie haben alle 1-A-Mimen im Lars-Becker-Melodram „Die Weisheit der Wolken“ einen äußerst schweren Stand. mehr
Gute Sitcom-Autoren gibt es wenige hierzulande. Einer von ihnen ist Bora Dagtekin („Doctor’s Diary“). Zum Auftakt der dritten und letzten Staffel von „Türkisch für Anfänger“ steht der 30-Jährige Rede und Antwort. Der Westdeutsche Rundfunk wiederholt die Serie ab dem 19. Juni 2011, sonntags, 17.50 Uhr, leider jeweils nur eine Folge! mehr
Friedemann Fromm gehört zur Generation der kreativen Kopfarbeiter im deutschen Fernsehen. Qualität und Quote sowie Krimigenre und Sozialkritik versöhnt er immer wieder in seinen Filmen. Mit seinem vierten Bayern-„Tatort“, einem spannenden Thriller um Todesspritzen und Pflegenotstand, ist ihm ein außergewöhnlicher Krimi gelungen. mehr
Neben dem Einsatz seiner Physis ist es sein komisches Talent, mit dem der 34-jährige Mecklenburger seinen Rollen etwas Unverkennbares gibt. Dieser Schönemann-Touch, ein Schauspielstil, der stets das Doppelbödige sucht, lag ihm schon immer. „Diese augenzwin-
kernde Ebene rein zu bringen, versuche ich auch in ernsten Rollen“, sagt er. Heute ist Hinnerk Schönemann mal wieder als unbedarfter Kommissar mit großem Ego zu sehen. mehr
Wenn Natürlichkeit im deutschen Fernsehen ein Gesicht hat, dann heißt es Lisa Martinek. Die Serie ihrer Hauptrollen eröffnete sie 2001 mit dem schwarzhumorigen Thriller „Der Mann von nebenan“. Vier Frauen machen mit einem sadistischen Nachbarn (Axel Milberg) kurzen Prozess. Weil das Sat-1-Movie bei Zuschauern wie Kritikern gleichermaßen gut ankam, steht heute mit „Der Mann von nebenan lebt!“ der Nachfolgefilm auf dem Programm. mehr
Ausgerechnet Katharina Wackernagel ist nun auch als Kommissarin zu sehen: Sie, die seit der ARD-Vorabendserie „Tanja“ vor allem in Rollen mit sozialem Anspruch überzeugte. Höhepunkt eines zehnjährigen Karrierewegs war „Contergan – Eine einzige Tablette“, der Zweiteiler um den größten Medikamentenskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte. mehr
Die Nachdenklichkeit, die Tauber gleich zu Beginn beschleicht, der Widerwille gegen diesen Fall, in dem er und seine Kollegin unter dem Druck der Öffentlichkeit und ihrer eigenen Psyche selbst zu Monstern werden, diese Nachdenklichkeit könnte auch den Zuschauer beschleichen: Ist es die mediale Inflation des Mordens, die immer größere TV-Perversitäten hervorbringt? Oder ist es die Wirklichkeit, die solche Geschichten erzwingt? mehr
Volker Bruch ist auf dem besten Wege ein ganz Großer zu werden. Im Kinofilm „Baader Meinhof Komplex“ ist er als Stefan Aust zu sehen, mit Sophie Marceau stand er in „Les femmes de l’ombre“ vor der Kamera und sogar Hollywood holte ihn für „Der Vorleser“ mit Kate Winslet. Auch sein neues TV-Stück schließt an seine Filmografie der ernsthaften Ereignisse an. „Einer bleibt sitzen“ erzählt von Freundschaft, Liebe und Lüge. mehr
Mit "Nachtgestalten" gab Dresen 1999 ein Versprechen, das er mit "Die Polizistin" und "Halbe Treppe" noch radikaler einzulösen vermochte. Der Hoffnungsträger des deutschen Films hat einen ungewöhnlichen Realismus gegen die Hochglanzästhetik deutscher Genrefilm-Epigonen gesetzt, der mit den dänischen "Dogma"-Filmern verglichen wurde. Zwischen den Bildern haben Dresens Filme viel Magisches und werden gekrönt von herausragenden Ensembles. Dominique Horwitz über die frostigen Schlechtwetter-Dreharbeiten von "Nachtgestalten" auf dem Berliner Asphalt: "Man spürte, dass man Teil von etwas ganz Großem ist." mehr
Ob im Arztkittel oder in der Soutane – Francis Fulton-Smith lockt stets ein Millionenpublikum vor den Bildschirm. Der Bayer mit englischem Pass, der mit renommierten TV-Stücken wie „Café Meineid“ oder „Deutschlandlied“ begann, hatte die letzten Jahre die leichtgewichtige Unterhaltung im Auge. Auch „Ein Paradies für Pferde“ passt ganz in dieses Bild. mehr
Ein wunderbarer Film über die kleinen Leute ist Bernd Böhlich mit „Du bist nicht allein“ gelungen. Nach 15 Jahren Fernsehen wollte der zweifache Grimme-Preisträger mal dagegen halten. „Ich musste mir erst den Frust von der Seele schreiben“, erinnert er sich. mehr
Jule Ronstedt hat ein komisches Talent. Ihr wacher Blick, ihre großen blauen Augen, ihr Lächeln prädestinieren sie fürs Wohlfühlgenre. Sie ist oft die Frau zum Pferdestehlen, mit der sich ihre Filmmänner durchaus auch einen anderen Zeitvertreib vorstellen können. mehr
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