Sieben Menschen werden in einer Nacht mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Man sollte annehmen, die Vielzahl der schicksalsträchtigen Geschichten, die in einem Krankenhaus zusammenlaufen, würden den Zuschauer besonders belasten. Das Gegenteil ist der Fall.
Foto: ZDF / Gisela KöhlerDer Sohn (Peter Jordan) und die Mutter (Monica Bleibtreu) – es muss etwas geschehen, es wird etwas geschehen. Die Mutter kann nicht mehr alleine wohnen.
Ein Mann, der im eigenen Haus wie ein Besucher wirkt. Seine Frau, die sich „woanders“ ihre erotischen Kicks holt, bevor sie ein Gehirntumor aus der Bahn wirft. Eine alte Frau, die mit ihren Anflügen von Alzheimer zum Sicherheitsrisiko wird. Ihr Sohn, der vor lauter Pflege die Liebe seines Lebens übersieht. Ein Ärzteehepaar, das um seine Patienten kämpft und dabei die Nähe zueinander verliert. Sieben Menschen werden in einer Nacht mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Man sollte annehmen, die Vielzahl der schicksalsträchtigen Geschichten, die in einem Krankenhaus zusammenlaufen, würden besonders auf dem Zuschauer lasten. Doch das Gegenteil ist der Fall: sie relativieren sich gegenseitig. Außerdem hat die Schauspielerin Ulrike Grote ("Der Dicke"), die mit "Was wenn der Tod uns scheidet" ihren ersten Langfilm vorlegt, komische Momente eingeflochten. So wie sich Ärzte oft mit Galgenhumor retten, so sorgt auch die Filmemacherin immer wieder für absurde, schwarz-
humorige Entlastung. Allein schon das Wiedersehen mit Monica Bleibtreu lohnt den Film.
Foto: ZDF / Gisela KöhlerAufleben mit neuem Liebhaber – dann der Schock: todkrank! Naomi Krauss, Preuss