• Fernsehfilm „Der Wannsee-Mörder“

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen Auf einen Blick: Kinokultfilme & Filmgeschichte im Februar TV60 – Alexandra Neldel in "Rache der Wanderhure" (Sat 1, 28.2.) Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick

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      Auf einen Blick: Kinokultfilme & Filmgeschichte im Februar

      Foto: Jiri Hanzl

      TV60 – Alexandra Neldel in "Rache der Wanderhure" (Sat 1, 28.2.)

      Foto: ZDF / Volker Roloff

      Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick

      Sixx, 15.09.2010, 20:15 Uhr - Wiederholung
      Bewertung: 3,5 von 6

      Lavinia Wilson, Gerd Silberbauer & das Kramen in der Mystery- & Horrorfilm-Kiste

      Irgendetwas steht zwischen Vater und Tochter. Als mehrere Freunde aus ihrer früheren Clique brutal ermordet werden, ahnt die junge Heldin das Schlimmste. Besser gut geklaut als schlecht erfunden. Ein bisschen “Scream”, ein bisschen “Der weiße Hai”, am Ende sogar ein Hauch von gotischem Horror. Schwachpunkt: der Plot. Hingucker: Lavinia Wilson.

      Johanna kehrt nach einem Studienaufenthalt in Italien zurück nach Berlin zu ihrem Vater. Beide mögen einander, doch etwas steht zwischen ihnen. Als mehrere Freunde aus ihrer alten Clique brutal ermordet werden und Johanna auf eigene Faust den mysteriösen Morden hinterherspürt, trübt sich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter weiter. 1975 starb schon einmal ein Mädchen auf tragische Weise am See. Johanna ahnt, dass die Eltern ihrer Freunde, vielleicht sogar ihr Vater, etwas mit dem Tod von damals zu tun haben könnten.

      Wilson & Manns
      Foto: Sat 1

      Griff in die Mystery- und Horrorfilmkiste. Lavinia Wilson und Kami Manns

      Besser gut geklaut als schlecht erfunden. Regisseur Jörg Lühdorff, Autor Tim Krause und das junge Produktionsteam haben für "Der Wannsee-Mörder" respektlos in der Mystery- und Horrorfilm-Kiste gekramt: ein bisschen “Scream”, ein bisschen “Der weiße Hai”, am Ende sogar ein Hauch von gotischem Horror. So etwas hat man schon weitaus schlechter gesehen. Die Liebe zum Genre jedenfalls ist erkennbar. Und wenn man bedenkt, dass die Unterwasseraufnahmen in einem Mini-Pool entstanden sind, dann muss man der Regie, der Kamera und der Ausstattung Lob zollen: so billig sehen die Bilder “im See” nicht aus.

      Auch die darstellerischen Leistungen sind gemessen an dem, was es hier zu spielen gibt, mehr als passabel. Gerd Silberbauer und Lavinia Wilson schüren immer wieder den Vater/Tochter-Konflikt, ohne ihm zu viel Tiefe zu geben. Das ist gut so, denn mehr würde die Geschichte auch nicht aushalten. Der Plot nämlich ist – wie so oft bei diesem Genre – das deutlich schwächste Element des Films. Das ironische alles-ist-möglich-Prinzip der Teenager-Horrorfilme lässt sich nun mal schwerlich mit den Regeln des gängigen Fernsehrealismus, wie er uns in Krimiserien begegnet, vereinbaren. Fazit: Wer auf Glaubwürdigkeit im Fernsehen verzichten kann, wen diese ewige Geheimniskrämerei des Genres nicht langweilt und wen der etwas ausgesetzte Generationenkonflikt als Vorwand für die Geschichte nicht nervt – dem könnte dieser “Wannsee-Mörder” durchaus Spaß machen. (Text-Stand: 19.2.2002)

      Rainer Tittelbach


      „Der Wannsee-Mörder“
      Sat 1 / Fernsehfilm / Mystery-Thriller
      EA: 19.2.2002, 20.15 Uhr (Sat 1)
      Mit Lavinia Wilson, Gerd Silberbauer, Reiner Schöne, Ronald Nitschke, Kami Manns und Oliver Bröcker
      Drehbuch: Tim Krause
      Regie: Jörg Lühdorff
      Produktionsfirma: Stream Films AG



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