• Fernsehfilm „Duell in der Nacht“

      Auf einen Blick: Kinokultfilme & Filmgeschichte im Februar Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen TV60 – Alexandra Neldel in "Rache der Wanderhure" (Sat 1, 28.2.) Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick

      Auf einen Blick: Kinokultfilme & Filmgeschichte im Februar

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Foto: Jiri Hanzl

      TV60 – Alexandra Neldel in "Rache der Wanderhure" (Sat 1, 28.2.)

      Foto: ZDF / Volker Roloff

      Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick

      ZDF , 09.08.2010, 20:15 Uhr - Wiederholung
      Bewertung: 5,0 von 6

      Korrupte Welt im Kammerspiel-Format. Iris Berben & Jürgen Vogel im Clinch

      Die Nacht zieht auf über dem Frankfurter Bankenviertel. Die Kamera umkreist Hollywood-like die Skyline. Dazu ertönt der coole Jazzschlager „Night and Day“. Bereits im Vorspann zeigt sich, dass „Duell in der Nacht“ kein gewöhnlicher Fernsehfilm ist. Matti Geschonneck und Daniel Nocke gelingt mit diesem Alles-in-einer-Nacht-Drama ein ebenso kluges wie spannendes Gesellschaftsstück, das von einem großartigen Ensemble getragen wird. 

      Der Tag neigt sich, die Nacht zieht auf über dem Frankfurter Bankenviertel. Die Kamera umkreist die Skyline, wie man es von Hollywood her kennt. Dazu ertönt der coole Jazzschlager „Night and Day“. Bereits im Vorspann zeigt sich, dass „Duell in der Nacht“ kein gewöhnlicher Fernsehfilm ist. Viel Atmosphäre wird in den ersten Bildern heraufbeschworen und es wird eine magische Stimmung erzeugt, die von den Schauspielern aufgenommen wird. Bald schaut man hinter die Fassaden, in einen Mikrokosmos eines korrupten Sozialgefüges. „Ein Gesellschaftsstück“, sagt Regisseur Matti Geschonneck. „Ein Stück Welt als Kammerspiel“, so umschreibt ZDF-Redakteur Daniel Blum den Film.

      Bereits einen Tag nach dem Mord an einem Polizisten hat die Polizei den mutmaßlichen Täter dingfest gemacht. Ein neuer Kollege, der als unbestechlich gilt, soll den Mann noch am Abend zum Reden bringen. Sein Chef will den Fall schnell zu den Akten legen. Warum, das kann sich Kommissar Birke denken: der tote Polizist wollte die Korruption bei der Frankfurter Polizei aufdecken. Seine Aussage hätte so manchem aus Wirtschaft und Polizei die Karriere gekostet. Der Verdacht liegt also nahe, dass der kleine Verbrecher als Bauernopfer herhalten muss. Als die Gattin eines einflussreichen Immobilienhais als sein Alibi ins Spiel kommt, verlagert sich der Schauplatz vom Polizeipräsidium in ein Nobelhotel.

      Es ist eine fremde, seltsame Welt, in die der Zuschauer entführt wird. Sie ist kühl und rätselhaft, sie ist übersichtlich und doch schwer zu fassen. In dieser Welt gilt das Gesetz des Stärkeren. Frauen müssen auf diesem männlichen Parcours ein besonders raffiniertes Verhalten entwickeln, wenn sie überleben wollen. Isabel Wellingsen beherrscht das Spiel der schönen Frau an der Seite eines mächtigen Mannes perfekt. Frei von moralischen Überlegungen scheint sie sich in ihrer lieblosen Ehe arrangiert zu haben mit einem Mann, dessen Geschäfte sie verachtet. Iris Berben spielt diese von Dämonen getriebene Frau – und sie tut es mit mehr als nur einem Lächeln. Kommissar Birke hat indes weniger zu lachen. Er, Idealist und Einzelgänger, den Jürgen Vogel mit kantigem Pokerface spielt, wird lange unterschätzt von Wellingsen und Birkes Chef, den Drahtziehern eines perfiden Komplotts. Bis auf die Polizistin Mechthild Adler (stark: Ina Weisse), die ihren Platz in der männerbündelnden Welt noch nicht gefunden zu haben scheint, sind die Rollen klar verteilt – und doch weiß man bei diesem Katz-und-Maus-Spiel nie, wer am Ende der Dumme sein wird.

      „Halb so viele Szenen wie ein übliches Drehbuch, dialogstark, wenige Schauplätze, ein überschaubares Ensemble“, so charakterisiert Matti Geschonneck das Drehbuch des dreifachen Grimme-Preisträgers Daniel Nocke. Es ist wie gemacht für einen Regisseur, der Reduktion und formale Klarheit sucht, um die Kompliziertheit des menschlichen Zusammenlebens umso tiefer auszuloten. Das „Duell in der Nacht“ ist ein Duell der Worte. Autor Nocke hat einige Anleihen bei der französischen „Série Noire“ genommen, Claude Millers „Das Verhör“ soll ihm die Nur-eine-Nacht-Struktur gewiesen haben. „Die Geschichte bot mir überraschende Einsichten in menschliche Abgründe“, so Geschonneck. Mehr sollte man nicht verraten. Man darf sich überraschen und beeindrucken lassen – auch von einer Kamera (Martin Langer) und einer Ausstattung (Bernd Gaeblers letzte Arbeit), so gut, wie man sie selten sieht im deutschen Fernsehen. (Text-Stand: 7.1.2008)

      Rainer Tittelbach


      „Duell in der Nacht“
      ZDF / Fernsehfilm / Krimi-Drama
      EA: 7.1.2008, 20.15 Uhr (ZDF)
      Mit Jürgen Vogel, Iris Berben, Ina Weisse, Uwe Kockisch, Thomas Thieme und Peter Lerchbaumer
      Drehbuch: Daniel Nocke
      Regie: Matti Geschonneck
      Kamera: Martin Langer; Soundtrack: Ella Fitzgerald ("Night and day")
      Produktionsfirma: Network Movie



      Folgender Artikel könnte Sie interessieren

      • Duell in der Nacht (DVD-Tipp)


      Drucken Senden Kommentieren

      Mediadaten
      Informationen für Sponsoren und Werbekunden
      Spenden mit Paypal

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • > Fernsehfilm <
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Über mich
      • Sehen, was sich lohnt
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Angebote
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      Weil sich von Luft und Fernsehen allein nicht leben lässt.

    • Februar-Highlights

      • Koeberlin
        Foto: ZDF
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Über 30 Fiktion-Premieren, sehr gute Reihen-Krimis, kein schwacher "Tatort", Top Wiederholungen! Foto: Matthias Koeberlin im Film des Monats "Die Braut im Schnee". Erinnerungshilfe per Newsletter?

    • "Der letzte Bulle" 3

      • Baum
        Foto: Sat 1
      • Der mit dem Bauch denkt: Mick Brisgau. Henning Baum ist und bleibt "Der letzte Bulle" (Sat 1, ab 6.1.). Die Neuerungen in Staffel 3!

    • Highlight 2012

      • Papa & die Kids
        Foto: WDR
      • Die Mutter hat sich umgebracht. Wie kann das die Restfamilie verkraften? "Der letzte schöne Tag" von Dorothee Schön und Johannes Fabrick. Mit Wotan Wilke Möhring, Matilda Merkel und Nils Julius Schuck. Den Film sahen 5,70 Millionen Zuschauer.

    • Tittelbach DVD-Tipp

      Barfuß bis zum Hals Die Hebamme – Auf Leben und Tod Klimawechsel Tatort - Reifezeugnis
    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 18.1.):
         

        •  2. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  3. "Sie hat es verdient" (Degeto)
        •  4. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        •  5. "Schreie der Vergessenen" (Pro Sieben)
        •  6. "Borgia" (ZDF)
        •  7. "Pilcher: Vier Frauen" (ZDF)
        •  8. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
        •  9. "Keine Angst" (WDR)
        • 10. "Der Duft von Holunder" (Degeto)
    • TV-Perlen auf DVD

      • DVD-Cover
      • Jetzt neu: DVD-Tipps. Die besten
        TV-Filme, die besten Krimis, die besten kleinen Kinofilme, einige Top-Serien der letzten Jahre. Dazu Kritiken, Trailer & Tags zu Genre, Themen und "Stimmungen".

    • Ferien-Gutshof OH

      • Ferien-Gutshof Tittelbach
      • Relaxen nahe der Ostsee-Küste

    • Kalender

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 14.02.2012
      1. „Bella Block – Der Fahrgast und das Mädchen“  (ZDF, 11.02.)
      2. „Im Schatten“  (3sat, 14.02.)
      3. „Vater Mutter Mörder“  (ZDF neo, 10.02.)
      4. „Tatort – Ordnung im Lot“  (ARD, 12.02.)
      5. „Danni Lowinski (Staffel 3)“  (Sat 1, 13.02.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 10.02.2012
      1. „Renn, wenn du kannst“  (Arte, 10.02.)
      2. „Im Dschungel“  (ARD, 10.02.)
      3. „Tatort – Tango für Borowski“  (ARD, 10.02.)
      4. „Paul Is Dead“  (ZDF-Kultur, 10.02.)
      5. „Der Heckenschütze“  (ZDF neo, 09.02.)
    • Facebook

    • "Wanderhure" Teil 2

      • Neldel
        Foto: Sat 1
      • Nach dem Überraschungserfolg "Die Wanderhure" zeigt Sat 1 am 28.2. die Fortsetzung "Die Rache der Wanderhure" mit Alex Neldel

    • Kino-Klassiker 02/12

      • "Shining"
      • Mach dir dein Programmkino! Filmgeschichte & Kultkino werden im Programm versteckt. Deshalb präsentiert tittelbach.tv jeden Monat die Alltime Classics. Finden, was Sender verstecken: z.B. Jack Nicholson in Stanley Kubricks Kultfilm "Shining"

    • Phantasie-Reisen

      • Galerie Werkstatt der Träume
      • Radierungen, Galerie und Shop

    • Tittelbach empfiehlt

    • "Tatort" Dortmund

      • Aylin Tezel
      • Glücksgriff: Aylin Tezel gehört zum neuen "Tatort"-Team des WDR – Schauplatz Dortmund. Mit dabei Jörg Hartmann & Anna Schudt. Der Star ist das Team!

    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2012 Rainer Tittelbach