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Ein Toter in der Jauchegrube und ein Baby für den Sex-Maniac. Immer wieder Eifel! Es sieht zunächst nicht danach aus, als ob hier etwas zu sehen sein würde, das annähernd mit einer Serie wie „Mord mit Aussicht“ mithalten könnte. Erst nach einer Stunde nimmt der Film Fahrt auf – und Diana Amft und Uwe Ochsenknecht können endlich zeigen, was für brillante Komödianten sie sind. Das Gespür für Timing sorgt zumindest auf der Zielgeraden für gute Stimmung. "Der Bulle und das Landei" hat auf dem Mittwochstermin nichts verloren! mehr
Als Kind war sie das Löwenmädchen. Doch davon will die in ihre "Heimat" zurückgekehrte Heldin in "Die Löwin" nichts mehr hören. Stefanie Sycholt weiß, wovon sie erzählt. Sie ist in Südafrika aufgewachsen. Enttäuschend, dass sie die an sich spannende archaische Geschichte von Löwen und Menschen, von wilder Natur und „degenerierter“ Kultur auf so dramaturgisch ausgetrampelte Art und Weise erzählt. Sie kann sich nicht entscheiden zwischen Melo & Drama. Das überträgt sich auf Hauptdarstellerin Silke Bodenbender. mehr
Der Manager und die Fließbandarbeiterin. Hier nerven weder der sich in Wohlgefallen auflösende Lebensstil-Clash noch die Komödien-Konventionen. Stimmig ist dieser Degeto-Wohlfühlfilm im Detail. Die Autorinnen haben versucht, die Handlung vom Alltag motivieren zu lassen. Eine dichte Dramaturgie, der Schauplatz Wuppertal und ein Prima-Ensemble mit der gut aufgelegten Jule Ronstedt, die den Film emotional trägt, runden das Ganze ab. mehr
Der SWR gibt sich regional. Rheinland-Pfalz ist im Filmbereich unterbelichtet. Also hat man sich die Grundidee der Serie „Mord mit Aussicht“ ausgeliehen, die Eifel ein wenig auf Hochglanz gebracht, die Sticheleien gegen das Provinzielle in regionales Selbstbewusstsein umgemünzt und daraus „Der Bulle und das Landei“ gestrickt. Harmlos & witzlos! mehr
„Mädchen über Bord“ gerät - trotz der Absicht, eine Romantic Comedy zu sein, trotz einer Heldin mit Meeresphobie und trotz Christoph Maria Herbst - viel zu selten in komödiantische Schräglage. "Traumschiff" für die Pro-Sieben-Zielgruppe von "Tatort"-Regisseur! mehr
Sommer 1913. Es war die Zeit, als Zucht und Ordnung herrschte und die Damen der besseren Gesellschaft stets um „Contenance“ bemüht waren. Bereits der elegant gebaute, mit feiner Ironie gespickte Roman, der in der Sommerfrische an der Ostsee eine Reihe unterschiedlichster Menschen zusammen führt, liest sich kurzweilig. Die ZDF-Verfilmung nimmt diese Leichtigkeit auf und transportiert sie meisterlich in das Medium Film. mehr
Billig produziert, bieder in ihrer Anmutung, besorgniserregend einfältig die Plots – aber Woche für Woche enorm erfolgreich. Da gibt's zum Jahresende ein konzeptionell und dramaturgisch völlig misslungenes Special in Spielfilmlänge. "Zopfdramaturgie" und Maxi-Ensemble funktionieren bei einem 90-Minüter nicht. Die im überbetonten Gestus drittklassiger Laienbühnendarsteller vorgetragenen Dialoge sind die Krönung. Nur für Hardcore-Fans dieses Weeklys mit ihrer Studio-Leichtbauweise. Wie gut war doch die "Schwarzwaldklinik"! mehr
Eine alte, verlorene Liebe, die wieder aufkeimt. Man hat es tausende Male gesehen, doch so wie in "Sterne über dem Eis" noch nicht! Die Banalität des dramaturgischen Großen und Ganzen wird in wunderbar intimen Szenen beiläufig weggespielt von Michael Fitz, Birge Schade und Franziska Schlattner... Einige Gedanken zur Krise des TV-Melodrams mehr
Ein Massaker in der schwedischen Provinz. Eine Richterin, die selbst Bekanntschaft mit dem Killer macht, will den Tod ihrer Eltern aufklären. Dabei verschlägt es sie nach China... „Der Chinese“ nach Mankell ist ein 175-minütiges Spiel mit dem Schrecken. Eine Art filmischer Sekundenstil dominiert die Filmerzählung. Die Phänomenologie des Augenscheins (inklusive schwedischer Düster-Look & asiatischer Hochglanz) setzt sich hier auch gegenüber der Psychologie des Alltags durch, wie sie in TV-Krimis üblich ist. Stark: Suzanne von Borsody. Ein packender TV-Thriller. Nur die Zivilisationskritik muss man bei Mankell nachlesen. mehr
Nach einigen erfreulicheren Degeto-Produktionen wie „So ein Schlamassel“ oder „Zimmer mit Tante“ macht die romantische Komödie „Männer lügen nicht“ dem Negativ-Image der ARD-Tochter alle Ehre. Bettina Woernle hat nach einem erschreckend läppischen Drehbuch ein Schlager-Urlaubsfilmchen gedreht – ganz im Stile der 60er Jahre. Billig, billig, billig! mehr
Im Mittelpunkt des RTL-Pilotfilms „Die Trixxer“ stehen vier charmante Gauner, die im Auftrag von Moral und Gerechtigkeit unterwegs sind. Robin-Hood-Philosophie in Gaunerkomödien-Verpackung. Viel Look, hohes Tempo, wenig substanzielle Handlung, sattsam erprobte Genre-Situationen – und kleine Jokes heben das Betriebsklima. Linearität und Überraschungseffekte als oberste Dramaturgen-Pflicht, Zwischentöne und Mitdenken des Zuschauers unerwünscht. Nicht gerade innovativ – als RTL-Serie aber gut denkbar... mehr
Genau 50 Jahre ist es her, dass die Produzenten-Legende Gyula Trebitsch „Die Zürcher Verlobung“ nach einem Roman von Barbara Noack fürs Nachkriegskino auflegte. Das Remake, produziert von Sohn Markus Trebitsch, hält sich sehr genau an das Original. mehr
Ein Freundschaftsdrama aus dem Bergsteiger- und Klettermilieu ist eine willkommene Abwechslung. Zwischenmenschliches dominiert, dennoch besticht „Die Route“ zunächst durch die beeindruckenden, aber nie dramatisch hochgejazzten Bilder aus dem Berg. Danach kränkeln die Helden und ein wenig auch die Dramaturgie. Doch am Ende zieht die Handlung noch mal an. Ein versöhnliches Finale – nicht nur wegen der perfekten Besetzung! mehr
Zwei Arbeitslose & ein Demenzkranker geben ihrem Leben einen neuen Sinn. „Ein Schnitzel für drei“ ist ein Film über Freundschaft, der vom großen Frust und vom kleinen Glück erzählt, der von Mutterwitz und einer tiefen Moral beseelt ist. Die Ruhrpott-Komödie verzichtet auf Pointen und verbale Gags. Die Figuren tragen nicht den Witz, sondern Realitätssinn auf der Zunge und die Schauspieler glänzen mit brillantem Timing. mehr
Gelungener Familienfilm um eine Frau, die zwar zwei pubertierende Kinder alleine erzieht, in Bezug auf Männer aber noch immer nicht erwachsen werden möchte. Immer wenn ihr einer zu nahe kommt, sucht sie das Weite... “Unsere Mama ist halt anders” lebt von Martina Gedeck. Kokett spielt sie die Kleinstadt-Schöne, die sich immer wieder blauäugig auf das Abenteuer Leben einlässt. Leicht und lebensklug. Ein Unterhaltungsfilm-Lichtblick! mehr
Wann ist ein Mann ein Mann? Hans Mittelstädt alias Jan Josef Liefers weiß das schon lange nicht mehr. Er weiß nur, er will nicht zulassen, dass seine Ex ihm seinen Sohn entzieht. Drehbuchautorin Silke Zertz hat viel Amüsantes zum Thema „Männer in der Krise“ aus dem Zettelkasten gezogen. Trotz wenig Fallhöhe ist mit dem männerbewegten "Knuddelbär" & Sympathieträger Liefers der Drops gelutscht. Da wird die härteste Feministin weich. Komödie darf alles – nur nicht langweilen. Das beherzigt der Film und legt ein prima Tempo vor. mehr
Er ist wieder da – einmalig: Hape Kerkeling. Je rarer er sich macht, umso mehr reißen sich die Medien um ihn. Nach der selbst verordneten Fernsehpause kehrt der Komödiant zurück auf den Bildschirm. Ein Wehrmutstropfen mischt sich in die Wiedersehensfreude über Horst Schlämmer & Co: Die TV-Komödie „Ein Mann, ein Fjord“ ist ein einmaliges Vergnügen. mehr
Bis die Schwestern und Wöller die Kurve ins Mittelmeer kriegen, wirbelt reichlich Kunstschnee durch die Lüfte. Auf dem Luxusdampfer in Richtung Casablanca ist dann einiges mehr los. Hanna Jakobi bekommt alle Hände voll zu tun. Und so gehen die Kabinentüren auf und zu, geht es von der First zur No Class, vom Roulettetisch an die Bar und zurück. Serien-Rituale auf Boulevardstück getrimmt – und alle Erwartungen werden befriedigt. mehr
Die vorweihnachtliche Tragikomödie „Das Weihnachtsekel“ zeigt, wie der Titel gebende Unmensch von sechs anderen Menschenkindern in einer schicksalhaften Schneegestöber-
Nacht bekehrt wird. Leichtgewichtiges Degeto-Krippenspiel mit Läuterungsgarantie mehr
Allein erziehender, vom Schicksal gebeutelter Ex-Sternekoch bemitleidet sich selbst – bis ihm eine ebenfalls allein erziehende Richterin den Marsch bläst und dann sein Herz entflammt. Diese rührselige Liebesmär lebt vom Mythos Weihnachten, setzt auf die Erinnerung an die Kindheit, an ungestillte Sehnsüchte, auf naive Gefühle, derer man sich zumindest vier Wochen im Jahr nicht zu schämen braucht. Das romantische Paar ist keineswegs uncharmant! mehr
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