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Ein Ehepaar steht kurz vor der Adoption eines chilenischen Waisenkindes. Doch plötzlich schweben die Kinder des Waisenhauses in Lebensgefahr. Ein Fall für Christine Neubauer. "Wie ein Stern am Himmel" bemüht alle Klischees des Genres, vor allem aber ist der Film unterirdisch in seiner Machart und das Drehbuch wurde offenbar nie redigiert. mehr
“Nach “Wie angelt man sich einen Millionär” und “Ein Millionär zum Frühstück” hat Sophie Schütt in ihrem neuen Sat-1-Movie nicht das Bankkonto ihres Traummmannes im Visier. Sie schwebt 90 Minuten wie auf Wolken durch das idyllische Kleinstadt-Ambiente von Lüneburg. “Traumprinz in Farbe” ist eine kleine, unaufdringliche, romantische TV-Komödie. mehr
Ein blauäugiger Betriebsrat gerät in die Mühlen der Macht und verliert seine Ideale. Der Film von Elmar Fischer, angelehnt an Korruptionsaffären in deutschen Betrieben, verpackt die Geschichte vom wackeren Vorarbeiter als spannenden Thriller. Dass aus diesem "Dschungel" keiner sauber rauskommt, ahnt man als Zuschauer von Beginn an. Dass die Macher keine einfachen Lösungen in Form eines Genre-Happy-Ends anbieten, macht "Im Dschungel" zu einem packenden Stück realistischen Fernsehens. Ein Film, der zeigt, statt zu erklären. mehr
Ein 16-Jähriger hat drei Menschen erschossen. Kein „Problemjugendlicher“, sondern ein geliebtes Kind. Die Mutter hält zu ihm, der Vater schwankt, sucht nach Erklärungen und drückt sich damit vor der zentralen Frage des Films: Kann man den eigenen Sohn, der zum Mörder geworden ist, noch lieben? Niki Steins „Vater Mutter Mörder“ mit seiner klaren moralischen Rollenverteilung ist als Diskussionsstück angelegt. Als Film überzeugt die ZDF-Produktion nur begrenzt. Psychologisch geht es nicht ans Eingemachte. Das harte Thema wird dramaturgisch weich gekocht. Pech, dass es bessere ARD-Dramen gibt! mehr
Eine Chefredakteurin, ein Oberstudienrat a.D., zwei One-Night-Stand-Schisser, drei Babys – was bemüht beginnt, kriegt auf dem Weg zum Happy-End doch noch den richtigen Dreh. Vor allem Dank der Schauspieler: Hübsch, wie Günther Maria Halmer die Klischees aus seiner Rolle schüttelt und wie Julia Brendler diesem Wohlfühlfilm die richtige Mischung aus Drama und Beiläufigkeit mitgibt. Hier ist alles einen Tick besser als in einem gewöhnlichen Degeto-Freitagsfilm: die Figuren-Zeichnung, das Timing, die Dialoge, die gesamte Besetzung. mehr
Ein Urlaubsflirt endet mit einer Schwangerschaft. Da kommt eine Berliner Marketing-Expertin ins Grübeln, ob nicht der Sinn des Lebens in der spanischen Pampa liegt. Diesen seltsamen Genre-Mix möchte man eigentlich mögen: sympathisch gespielt, flott inszeniert, doch leider liegt diesem „Urlaub mit kleinen Folgen“ ein Drehbuch mit schweren Fehlern zugrunde. mehr
Es ist eine jener “eigentlich läuft ja alles prima, aber...”-Geschichten. Eine reife Kunstexpertin lebt nur für ihren Beruf, Liebe und tiefere Gefühle hat sie aus ihrem Leben gestrichen. Sie scheint nichts zu vermissen - bis ihr brasilianisches Patenkind vor Weihnachten auftaucht. Eine Ohrfeige für die wahren Gefühle und das Weihnachtsgeld für die Beteiligten. mehr
„Alle Zeit der Welt“ ist ein launiges Lügen-Komödien-Dramolett in angenehm altmodischem, kleinstädtischem Ambiente, ohne falschen Schmus, im Detail putzig erzählt und liebevoll inszeniert. Das Uhrmacher-Handwerk und die Charakteristik der Hauptfigur, der Wert der Tradition geben der Geschichte ihre stimmige Grundierung. Andrea Katzenbergers Film ist ein sehr passend besetztes Feelgood-Movie, mal gewitzt, mal romantisch, mal märchenhaft. mehr
Peter Heiland ist ein ungewöhnlicher Polizist, „einer, den man unterschätzt, einer, der nicht ständig mit breiter Brust durchs Leben läuft“, charakterisiert ihn sein Darsteller Fabian Busch. Der Krimi nach dem Roman von Felix Huby, der auch das Drehbuch schrieb, verrät gleich zu Beginn den Täter. Eine recht gelungene Krimivariante, bei der die Motivsuche ins Zentrum rückt. Zwischen knallhart und leichtfüßig – dafür ist Regisseur Stelzer der Richtige! mehr
Gegen einen Film, der vom Versuch erzählt, sich nach vielen Enttäuschungen wieder einzulassen auf die Liebe, und der dabei nicht nach den überstrapazierten Regeln der Romantic Comedy verfährt, ist nichts einzuwenden. Doch „Schlaflos in Oldenburg“ bekommt die Kurve zum ernsthaften Liebesfilm nicht. Und auch als Komödie funktioniert der Film nur bedingt. Trotz Suzanne von Borsody, Hannes Jaenicke und trotz "Eyecatcher" Erika Marozsàn! mehr
Anstatt in die Geschäftsführung einzusteigen, muss sich eine Unternehmertochter am Fließband abrackern. „Für kein Geld der Welt“ spielt die Vielzahl seiner Konflikte nicht aus und bevorzugt die Degeto-Plätscher-Dramaturgie ohne Genrezuordnung. Dennoch hat der Film Charme. Es sind die Kleinteile, die diesen filmischen Hochglanzschlitten um eine Automobil-Traditionsfirma solide rollen lassen. Durch die gute Besetzung bekommt diese ausgedachte Geschichte ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit und situativer Emotionalität. mehr
Für das eigene Modegeschäft, fehlt ihr noch das nötige Kleingeld. Also tut sie das, was sie immer schon gut konnte: die Männerwelt abzocken. Doch die feinen Berliner Herren sind auch nicht mehr das, was sie vorgeben zu sein. Originelle Komödie mit Lubitsch-Touch mehr
Attraktive, übermotivierte Nachwuchsdesignerin sieht über Nacht aus wie ihre Großmutter! Was hätte man da nicht alles erzählen können. Doch dem Autor fiel nichts dazu ein. Die Geschichte basiert einzig und allein auf der arbeitsmoralischen Läuterung der arbeitssüchtigen Hauptfigur. Aus den Themenkomplexen Alter, Generationenfrage, Lebenstempo, Firmen(personal)politik und Menschenwürde auch noch mit 70 wird so gar nichts für die Story herausgeholt. Weshalb sollte man sich also eine greise Yvonne Catterfeld antun?! mehr
Ein Kommissar, der dem Tod seiner Geliebten, Typ Lulu, mit der Ex-Geliebten nachgeht und bald selbst unter Verdacht gerät – das ist Ausgangspunkt einer gelungenen Dorfkrimi-Variation. „Mord in Ludwigslust“ ist ein gelungener, klassisch klug und doch abwechslungsreich erzählter, bisweilen leicht schräger Krimi-Thriller, reich an Wendungen, versehen mit Rückblenden, nicht zu verschachtelt, nicht zu konstruiert. Die Besetzung ausgezeichnet. Am Ende dann doch mehr Krimi als deutsch-deutsches Drama? mehr
Ähnlichkeiten zwischen von Borsody/Fendel und ihrem Rollen-Paar konnten die beiden Schauspielerinnen kaum ausmachen. Die realen Frauen sehen sich beide als sehr dominante Persönlichkeiten, während in “Mensch Mutter” allein die alte Dame die Hosen an hat. Ein leiser, hoch sensibler, anrührender Film. Das Richtige für nachdenkliche Wintertage. mehr
Zwei Paare im Ruhestand. Nur Golfen und Segeln am Wannsee – das kann doch nicht alles sein. Bald gibt es Aufregung genug...! Eine bessere Besetzung macht noch keinen besseren Degeto-Film. Die gepflegte Langeweile der beiden Paare überträgt sich auf den Zuschauer. Alle warten in „Im besten Alter“ auf den richtigen Moment und alle verpassen ihn – vor allem die Macher. Unterhaltungsfilm ohne flow, dafür mit der Binsenweisheit "Reden hilft". mehr
Billi Cramer und Michael Schäffer haben 2004 den Tsunami in Thailand erlebt, überlebt und ihre Familien verloren. „Tsunami – Das Leben danach“ erzählt ihre Geschichte und davon, wie man nach einem solchen Schicksalsschlag wieder zurückfinden kann ins Leben. Überzeugendes Spiel, sensibel erzählt, beeindruckend die Kamera von Alexander Fischerkoesen. Ein „Ratgeberfilm“, den man sich gefallen lassen kann – und der dafür sensibilisiert, wie belanglos doch Vieles ist, über das sich Menschen im Alltag aufregen. mehr
Nach 16 Jahren scheint die Luft raus zu sein aus der Ehe von Corinna und Michael Fürstenberg. Ein Liebeskraut soll beim Gatten den Liebesrausch wieder entfachen. Doch das Kraut kommt in den falschen Magen. Sprich: die Liebessehnsüchtige verliebt sich in Fischhändler Hansen. Ein bisschen Shakespeare, ein bisschen Klamauk und ein riesiges Lachpotenzial besitzt diese intelligente Degeto-Komödie von Autorin Rodica Döhnert. mehr
Vom Schoko-Shop in eine Privatdetektei, von Berlin nach Augsburg – Julie Berg wagt etwas. Und sie gewinnt. Das Gleiche gilt für "Familie macht glücklich". Rodica Döhnert („Prager Frühling“) verpasste der von Bettina Zimmermann gespielten Heldin in dieser an Projektionen reichen Familiengeschichte pfiffige, nur leicht überhöhte Alltagsdialoge. Dazu David Rott, Gustav Peter Wöhler und Lisa Kreuzer. Dieser zeitgemäße Familienfilm "fließt" geschmeidig durch die verschiedensten Tonlagen. Aus diesem Einzelstück sollte mehr werden! mehr
Was könnte man mit diesen Schauspielern nicht alles erzählen!? Stattdessen gibt eine schiefe Komödien-Wendung die nächste. Nicht nur einige Figuren, sondern auch das Drehbuch tickt nicht richtig. Alles wirkt nur ausgedacht. In dieser Handlung gibt es keine Klarheit, nur die Hoffnung, dass man mit einem Hauch von „Amélie“, mit etwas Romantik, ein paar halbherzigen Sinn-des-Lebens-Einwürfen und mit etwas typisch deutscher Klamotte den Fernsehzuschauer gewinnen könne. Zum Kuckuck mit der deutschen Komödie! mehr
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