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Bis dass der Tod euch scheidet. Daphne und Tom bringen es ja nicht einmal bis zum Standesamt. Frontalzusammenstoß mit einem Laster. Jetzt müssen sie als Engel, Menschen auf ihrem letzten Gang begleiten. Stimmungsvolle, gut besetzte Romantic Comedy mit Fantasy- und einem Hauch Lubitsch-Touch. Und der Himmel kann nicht warten. mehr
Diese Frage stellen sich Drehbuchautor Daniel Nocke und Regisseur Stefan Krohmer in „Mitte 30“, ihrem achten gemeinsamen Langfilm. Mit Mitte dreißig wird die erste Zwischen-Bilanz gezogen. Man fragt sich, ob man den richtigen Weg im Leben eingeschlagen und die eigenen Potenziale optimal genutzt hat. Man muss nicht Mitte 30 sein, um diesen wunderbaren Film mit Silke Bodenbender, Mark Waschke und Anneke Kim Sarnau zu mögen. mehr
Eine Leiche wird aus dem Eis geborgen. „Der Tote im Spreewald“ beginnt wie ein Krimi, doch die Rätsel, die einem der Film aufgibt, sind andere als die, die um die Mödersuche kreisen. Die menschlichen Dramen überdecken den Krimi wie der Schnee die Landschaft des Spreewaldes und sie verdichten sich zu einer Allegorie auf die Zeit nach der Wende. mehr
"Inklusionsschule" klingt gut – macht aber viel Arbeit. Davon kann ein engagierter, junger Lehrer ein Lied singen. Er muss ein intelligentes Mädchen im Rollstuhl und einen geistig etwas zurückgebliebenen Jungen "integrieren"... "Inklusion – gemeinsam anders" beflügelt das Thema, ist aber kein Thesen-Vehikel. Der Film ist präzise geschrieben, reflektiert die verschiedenen Perspektiven, Haltungen, Dispositionen, er ist klar inszeniert und fotografiert (von Dresen-Kameramann Andreas Höfer), vorzüglich bis in die kleinsten Rollen besetzt und überzeugend gespielt, getragen von Florian Stetter & zwei wunderbaren Jungdarstellern. mehr
Zu seinem 70. Geburtstag will Rosa mit ihrem tyrannischen Vater Frieden schließen. Daraus wird nichts. Kaum angekommen, findet sie ihn tot im Strandkorb. Die Psychologie verspricht gerade so viel Tiefgang, wie es die Gestade der Ostsee ermöglichen. „Der Tote am Strand“ hat seine Stärken an der Oberfläche. Stark die Besetzung mit Bodenbender, Bleibtreu & Brandt – und Martin Enlen beweist sein Können im Dramenfach mit hohem Melodram-Anteil. mehr
Der Film „Engelchen flieg!“ zeigte, dass das Leben mit einem schwerstbehinderten Kind nicht nur eine Tragödie ist. In dem Fortsetzungsfilm „Das Leuchten der Sterne“ schaut die betroffene Familie nun – drei Jahre später – über den eigenen Tellerrand hinaus. mehr
Die Komödie des preisgekrönten Werbefilmers Marc Malzke, entstanden nach dem Drehbuch von Grimme-Preisträger Lars Kraume, ist ein hübscher, kleiner Film über die urbane Liebe im Lebensalter der unbegrenzten Möglichkeiten. Lustvoll pendelt er zwischen Monogamie für Anfänger und Philosophie für Pessimisten. Reichlich Woody-Allen-like: Martin Glade! mehr
Die engagierte Klinik-Therapeutin steht ohne Job und mit einem Sack voller Schulden da. Auf der Isar-Brücke trifft sie einen anderen Lebensmüden: eine jener verhassten Heuschrecken. Doch die Läuterung naht und ein Happy-End kommt in Sicht in dieser munteren Social-Comedy mit romantischem Drall, starkem Speidel-Czypionka-Duett und leider auch mit dramaturgischen Mega-Klischees, die die Glaubwürdigkeit der Schauspieler unterlaufen. mehr
Ein promovierter Theologe und Psychologe hat sich in ein kleines Dorf zurückgezogen, wo er als Gemeindepfarrer arbeitet. Alle lieben ihn, die Kirche ist voll – bis eine 12-jährige Ministrantin ermordet wird. Die Stimmung schlägt um! "Das dunkle Nest" leidet unter dem dreifachen Zwang, etwas zu einem gesellschaftlich relevanten Thema beisteuern zu wollen, politisch und moralisch korrekt zu argumentieren und zugleich ein spannender Dorfkrimi sein zu müssen. Das Charisma von Berkels Gottesmann muss in Christine Hartmanns präzise inszeniertem Dorfdrama antreten gegen eine äußerst rustikale 08/15-Dramaturgie. mehr
Identifikation mit voller Breitseite ist das Prinzip dieses Nachkriegsschmachtfetzen, bei dem die Nachkriegszeit bald nur noch Staffage ist. Allein das Rührstück um eine moralisch unerhörte Leihmutterschaft gibt die Konfliktlagen vor. „Die Erntehelferin“ benutzt das Leid der Nachkriegszeit, um große Gefühle zu beschwören, die sich trotz solider Darsteller wie Götz Otto, August Schmölzer und Claudia Messner nie vermitteln wollen. mehr
„Die Samenhändlerin“ ist ein historischer Unterhaltungsfilm, in dessen Mittelpunkt eine junge Frau steht, die den gesellschaftlichen Gepflogenheiten der Zeit zum Trotz „ihren Weg geht“. Die historische Wahrheit steht eindeutig im Schatten der großen, universalen Themen Liebe, Hass, Eifersucht, Gier. Und der jugendliche Liebhaber und die funktionalen Nebenfiguren stehen im Schatten der bezaubernden Hauptdarstellerin: Henriette Richter-Röhl ist die ideale Darstellerin für die „Erfrischung“ jener leicht abgestanden wirkenden Genres. mehr
Eine Versicherungsmathematikerin weist einer jungen Frau, die auf der vermeintlich leeren Autobahn tödlich verunglückt, Selbstmordabsicht nach. Ihr kleiner Sohn liegt im Koma. Die Lebensversicherung wird nicht ausgezahlt. Doch dann meldet sich Gewissen und Kampfgeist der Heldin. Silke Bodenbender wird selbst bei Autobahnrasern Pluspunkte sammeln! mehr
In einer Hochhaussiedlung am Rande der Stadt lebt die 14-jährige Becky mit ihren drei noch nicht schulpflichtigen Geschwistern und ihrer alkoholkranken Mutter. Als sie sich verliebt, droht das fragile Familiengefüge auseinanderzubrechen. „Keine Angst“ ist ein Fernsehfilm aus dem Armenhaus Deutschland. Authentische Kiddies, überragende Jungdarsteller und eine Bildsprache zum Niederknien. Ein vermeintlich kleiner ganz großer Film des WDR! mehr
„Keine Angst“ wagt einen Blick ins Armenhaus Deutschland. Ein Hauch Romeo und Julia weht durch die Hochhaussiedlung am Rande der Stadt. Aelrun Goettes realistisches TV-
Meisterwerk in der WDR-Tradition des modernen Themenfilms. LANGFASSUNG! mehr
Vater und Sohn raufen sich nach zwei Jahrzehnten zusammen. Dem Hopfenhof der Familie zu Liebe. "Hopfensommer" ist ein heutiger Heimatfilm, der alle gängigen Handlungsmotive eines bäuerischen Heimkehrer-Dramoletts enthält, dem es aber gelingt, die Muster des Genres zu variieren, keine künstlichen Emotionen zu schüren und eine Geschichte zu erzählen. Das dramatische Potenzial des Stoffs wird realistisch herunter gebrochen auf alltägliche Szenen. Dass die guten, bestens gecasteten Schauspieler die Probleme herunterspielen oder nachdenklich und leise auflösen, trägt das ihre zur angenehmen Wirkung des Films bei. mehr
Der Titel täuscht. "Gefühle im Sturm" ist ein gut gespieltes und vor allem geschmackssicher und von Jungregisseurin Anna Justice überraschend unkonventionell inszeniertes Melodram. Und im Kopf des Zuschauers könnte sogar noch ein zweiter Film ablaufen, “Gefühle im Sturm II”, und der könnte von einem dornenvoll-dramatischem Rosenkrieg handeln. mehr
Arbeitslosigkeit, Familienkonflikte, neue Perspektiven in der Heimat. Autoren-Duo Kummeth hat für „Garmischer Bergspitzen“ eine nicht unbekömmliche Melange aus Heimatfilm, Dramolett und Alltagsgeschichte angerührt. In der Feld-Wald-Wiesen-Mär kommt alles, wie es kommen muss, aber der Weg geht nicht durchs gar so tiefe Tal des Trivialen. mehr
Bedrohlich hängt der Gletscher über dem Tiroler Bergdorf. Während der Bürgermeister den Ausbau zu einem Skigebiet vorantreibt, legt sich die Stirn des zuständigen Glaziologen in tiefe Sorgenfalten. Schwach geschriebenes, stark inszeniertes Alpen- und Familiendrama mehr
Ein Muttertier will der Tochter eine Traumhochzeit ausrichten, die das Brautpaar nicht will. Der Brautvater geht fremd. Die Ehe hängt am seidenen Faden. Und der Vater des Bräutigams ist ein gesuchter Hochstapler. Der Film verfällt in die typisch deutschen Unarten des Genres. Und so ist der Zuschauer bald mittendrin im Reigen aus Missverständnissen und allzu Offensichtlichem, in einer Komödie der aufgerissenen Augen und plappernden Münder, der Ausrufezeichen und Aussetzer, der übertrieben agierenden Schauspieler und bemitleidenswert einfältigen Figuren. Die Handlung überdrehen heißt in „Nach der Hochzeit bin ich weg!“ wie so oft, die Protagonisten albern überagieren lassen. Da wäre mehr drin gewesen! mehr
Muttis Liebling konvertierte im Teenageralter zum Islam und ließ sich offenbar von Fanatikern anstecken. Nach zwei Gefängnis in Israel gibt sich der junge Mann geläutert. Die Mutter kämpft für die Reintegration – und hat selbst Zweifel... Regisseurin Nina Grosse nennt „Der verlorene Sohn“ einen „leisen Thriller“. Das Wechselspiel von Misstrauen und Vertrauen, das die Mitmenschen der Titelfigur entgegenbringen, setzt sich beim Zuschauer fort. Ein starkes, eindrucksvoll gespieltes, universales Drama, ein Drama eines doppelten Verlustes. mehr
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