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      Alle Filmkritiken auf tittelbach.tv alphabetisch sortiert

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      neuFernsehfilm„Doppelgängerin“ (ARD, 16.03.2012, 20:15 Uhr)

      Jutta Speidel, Lauterbach, Michael Fitz, Nikolai Müllerschön. Und Komödie geht doch!

      Eine Münchner Glasereibesitzerin sieht einer Bauunternehmerin zum Verwechseln ähnlich. Die eine ist liebenswert, die andere ein Ekel. Das merkt auch bald der Ehemann des Miststücks. Der Film von Nikolai Müllerschön ist pures Vergnügen. Es ist eine Komödie, die mit den Jahrzehnte alten Ingredienzien des Genres arbeitet und zugleich eine ungemeine Frische und verhaltene Menschlichkeit an den Tag legt. Die Geschichte kreist um einen wunderbaren Charakter und der Film besitzt einen nicht weniger wunderbaren Flow, der im Detail „realistisch“ akzentuiert wird durch eine Bildsprache mit einer enorm beweglichen Kamera, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Und Jutta Speidel ist zum Niederknien! mehr

      Bewertung: 4,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Mord am Meer“ (ZDF neo, 02.03.2012, 21:50 Uhr)

      Nadja Uhl & Heino Ferch in Geschonnecks Politthriller nach Ulrich Woelks Roman

      "Mord am Meer" von Matti Geschonneck ist ein spannender Thriller über zwei Kapitel aus der jüngsten deutsch-deutschen Polit-Vergangenheit: Stasi meets RAF! Es beginnt wie ein Krimi. Nachhaltige Story, spannend, großartig gespielt. Und der Zuschauer muss mitdenken. mehr

      Bewertung: 5,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Baby frei Haus“ (NDR, 01.03.2012, 22:00 Uhr)

      Fritz Wepper und Francis Fulton-Smith: Zwei Alpha-Männchen beim Windelnwickeln

      Ein Findelkind vor der Wohnungstür lässt zwei benachbarte Stinkstiefel die Zankerei vergessen. Fritz Wepper in seiner Paraderolle. Dafür, wie überraschungsarm „Baby frei Haus“ ist, besitzt diese boulevardeske Komödie einen überraschend hohen Unterhaltungswert. mehr

      Bewertung: 3,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Wie ein Licht in der Nacht“ (RBB, 01.03.2012, 20:15 Uhr)

      Christiane Hörbiger, Klaus J. Behrendt, Thorsten Näter & Licht im Degeto-Dunkel

      „Wie ein Licht in der Nacht“ erzählt das Drama einer Alkoholikerin, die mehr und mehr die Leere in ihrem Leben zu spüren bekommt und die nichts von einer Sucht hören möchte. Der Film lässt sich Zeit mit dem Abstieg. Die Heldin wurde von Autor Thorsten Näter gut grundiert, wirkt plausibel, entsprechend stimmig ist Christiane Hörbigers Psychogramm. Die ästhetische Degeto-Oberflächlichkeit forciert – über die Geschichte hinaus – die Fallhöhe. Klare, moderne Bildsprache, stimmiger Erzählfluss, groß(artig)e Szenen. mehr

      Bewertung: 4,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Der Sonnenhof“ (ARD, 01.03.2012, 10:30 Uhr)

      Suzanne von Borsody, Peter Sattmann und eine Schmonzette der intelligenteren Art

      Der Film, der aussieht wie ein vom Finanzamt gesponserter Werbefilm für Köln und dessen Umland, entwickelt sich zu einer naiven Anleitung zum Glücklichsein. Ein krankes Pferd, eine 14-jährige Waise, ein windiger Steuerberater und das liebe Geld sind die Stolpersteine auf dem Weg zum Happy End. Suzanne von Borsody & Peter Sattmann machen es erträglich! mehr

      Bewertung: 3,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Glücksbringer“ (BR, 29.02.2012, 21:45 Uhr)

      Christiane Hörbiger & Filip Peeters. Schmerzvoller Liebesverzicht einer Todkranken

      Zwischen Agnes und dem 13 Jahre jüngeren Leo ist es wie am ersten Tag: eine große Liebe. Als die (selbst)bestimmte Frau an Krebs erkrankt, arrangiert sie die Zukunft ihres Mannes – mit einer reizenden jungen Frau an seiner Seite und mit einem Ersatzsohn noch dazu. „Eine alte, kranke Frau mit kahlem Kopf – das hat er nicht verdient.“ Eine realitätsferne Drehbuchidee. Akzeptiert man sie, gibt es wunderbare Momente zu entdecken in diesem Melodram mit einer dicken Träne in den Augenwinkeln und Wien als (Todes-)Spielplatz. mehr

      Bewertung: 4,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Sonntagsvierer“ (SWR, 28.02.2012, 22:30 Uhr)

      Wildbolz, Halmer, Rauhaus und eine Uraltlavendel-Schauspielkultur mit Alpenblick

      Aus einem Golfwochenende von vier Freunden, die sich nach langer Zeit wiedergefunden haben, wird eine Nabelschau: vertane Chancen, Krankheit, Entfremdung. Die erwachsene Themenpalette ändert wenig daran, dass sich Autor Martin Rauhaus mit seinen Sottisen und Zitaten verzettelt und der Film dramaturgisch nie in Schwung kommt. Größtes Manko aber ist jene komödiantische, überbetonte Boulevard-Spielart der Schauspieler, deren Schweizer Klangfarbe der Sargnagel dieses betulichen Degeto-Dramoletts vor Alpenpanorama ist. mehr

      Bewertung: 2,5 von 6

      neuFernsehfilm„Die Rache der Wanderhure“ (Sat 1, 28.02.2012, 20:15 Uhr)

      Neldel, Tischendorf, Schweins. Frauen – das stärkere, das weitsichtigere Geschlecht

      Die Kastellanin Marie auf der Suche nach ihrem geliebten Michel, verfolgt vom schwarzen Ritter. Frauen geben den Ton an in "Die Rache der Wanderhure". Sie bestimmen die große Politik, sie ebnen den Frieden, sie glauben an einen Gott des freien Willens. Alexandra Neldel, mal mit Löwenmähne, mal als Nonne, mal als Knappe ist die Lichtgestalt des überzeugend inszenierten Films, auch Bert Tischendorf als Ritter ohne Gedächtnis macht eine gute Figur. Eine Idee weniger "Frauenfilm" als der Sat-1-Überraschungserfolg "Die Wanderhure". mehr

      Bewertung: 4,0 von 6

      neuFernsehfilm„Die Braut im Schnee“ (ZDF, 27.02.2012, 20:15 Uhr)

      Koeberlin, Heerwagen, Tonkel, Lancelot von Naso. So muss Genre-Fernsehen sein!

      Frankfurt, drei tote Frauen, ein paar Verdächtige, kein Motiv. „Die Braut im Schnee“ ist mehr als ein Psychopathenthriller. Der Film von Lancelot von Naso besitzt wenig klassische Krimihandlung, setzt nicht auf Fakten, sondern auf Atmosphäre. In punkto Ästhetik, Optik und Erzähldichte ist dieser im besten Sinne amerikanisch anmutende Polizeifilm noch besser als die besten Episoden von Lars Beckers Kult-Reihe "Nachtschicht". Gruppen- und Interaktionsszenen sah man hierzulande noch nie so gut in einem TV-Genrefilm. „Die Braut im Schnee“ ist – gemessen am deutschen Standard – ein rhythmisches Wunderwerk. Der Film kommt schnell zur Sache, ist spannend, besitzt klassischen Thrill, nimmt sich aber auch immer wieder Zeit, genau hinzuschauen. Und der physische Ausnahmeschauspieler Matthias Koeberlin als sympathischer Konsensbulle in in seiner bislang überzeugendsten Rolle. mehr

      Bewertung: 5,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Die Liebe ein Traum“ (NDR, 25.02.2012, 22:45 Uhr)

      Florian David Fitz, Xaver Schwarzenberger: Von einem Paar, das sich nicht traut

      Anna und Max spielen ein Jahrzehnt lang „Harry & Sally“. Sie bevorzugt die Rolle einer „Braut, die sich nicht traut“, derweil er es mit Woody Allen und Groucho Marx hält, die beide nicht zu einem Club gehören möchten, der Leute wie sie als Mitglied aufnimmt. "Die Liebe ein Traum" ist zwar (leider) keine Komödie, aber der Film nach dem Buch von Stefan Rogall unterhält vorzüglich, mit ebenso viel Realitätssinn wie Phantasie. Außerdem besticht diese intelligente Romanze mit Stil und Eleganz. Der Name Schwarzenberger verpflichtet! mehr

      Bewertung: 4,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Tod in Istanbul“ (ZDF neo, 24.02.2012, 21:50 Uhr)

      Ferch, Vogel, Weisse, Geschonneck, Hollinger. Faszinierender Fluss ins Ungewisse

      Zwei Männer, die dieselbe Frau liebten, verschlägt es nach Istanbul, wo sie nur noch deren Tod feststellen können. Die Aktionen der beiden werden genauestens von zwei BKA-Beamten verfolgt. Die Geschichte ist schwierig zu erzählen. Sie ist verzwickt, ohne allerdings verworren zu sein. Oft steht Aussage gegen Aussage. Es wird geredet und taktiert, jeder belügt jeden. Der Rhythmus der Erzählung dominiert über den Sinn der Geschichte. Bis zum Showdown gibt es viele Fragen, eine süffige Montage und eine feine Politik der Blicke. mehr

      Bewertung: 5,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„12 Winter“ (Arte, 24.02.2012, 20:15 Uhr)

      Thomas Stillers Gangsterballade nach realer Vorlage mit Axel Prahl & Jürgen Vogel

      „12 Winter“ entstand nach einer realen Vorlage. Zwischen 1988 und 2001 waren tatsächlich zwei Bankräuber zwischen NRW und Süddeutschland erfolgreich unterwegs und erbeuteten über sechs Millionen Euro. Die beiden sind keine Robin Hoods, aber sie haben sich ein Stück weit das bewahrt, was man einst Ganovenehre nannte. Stark erzählte Gangsterballade. mehr

      Bewertung: 5,0 von 6

      neuFernsehfilm„Lebe dein Leben“ (ARD, 24.02.2012, 20:15 Uhr)

      Wayne & Howard Carpendale, Kirchberger, Sosniok. Eine mächtig geraffte Telenovela

      Arbeitswütiger Sohn und lockerer Weltenbummler-Vater raufen sich zusammen und retten eine Hamburger Werft. Wayne und Howard Carpendale sind zum ersten Mal gemeinsam in einem Film zu sehen. In „Lebe dein Leben“ ist alles drin’, was das Herz begehrt: Tod, Liebe, Geld, Geschäfte, Intrige, Arbeit und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Autor Stefan Kuhlmann hat die Ingredienzien in eine wirkungsvolle Handlungsstruktur gegossen. Das Ergebnis: ein Gratifikationshochglanzmaschinchen, das die erwarteten Bedürfnisse effektiv befriedigt. Und Howard Carpendale ist ein Wink mit dem Zaunpfahl der Populärkultur. mehr

      Bewertung: 2,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Einmal Toskana und zurück“ (Eins Festival, 24.02.2012, 18:30 Uhr)

      Sabine Postel und Peter Sattmann: Eine alte Liebe ist wie ein neues Leben

      "Einmal Toskana und zurück" ist eine "Wiederverheiratungsromanze" zwischen Olivenhainen, weinseligen Stimmungen und reichlich Klischees. Warmherzig, ohne kitschig zu wirken, vor traumhafter Kulisse: der Film macht vieles besser als andere Freitagsschmonzetten. mehr

      Bewertung: 3,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Neue Chance zum Glück“ (NDR, 23.02.2012, 22:00 Uhr)

      Sonsee Neu, Jutta Speidel, Brigitte Blobel. Wohlfühlfilm mit kleinen Denkanstößen

      Ein Seitensprung des werten Gatten mit der besten Freundin – da heißt es erst mal Wunden lecken, bevor in „Neue Chance zum Glück“ jene neue Chance in Form einer wohligen Familienzusammenführung genutzt wird. Um Heimatgefühl(e) und Selbstfindung geht es in diesem berührend von Sonsee Neu und Jutta Speidel gespielten Drei-Generationen-Dramolett, das voller gegenseitiger Projektionen steckt. Wohlfühlfilm aus der Lebensberatungsecke. mehr

      Bewertung: 3,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Linda geht tanzen“ (RBB, 23.02.2012, 20:15 Uhr)

      Julia Jäger, Roland Koch, Rolf Hoppe, Restaurant-Sterne, Tanzen & Essen als Vorspiel

      Ein verheirateter Koch muss sich entscheiden: zweiter Stern oder seine Ehe retten? Die Antwort ist am Freitagabend in der ARD reine Formsache. Das Entscheidende bei „Linda geht tanzen“ ist aber eine andere Form-Sache. Dieses Degeto-Dramolett erzählt eine ganz alltägliche Geschichte und Karola Hattop und Regine Bielefeldt erzählen sie ähnlich, wie das Leben solche Geschichten schreibt. Das ist angenehm undramatisch und dennoch ziemlich kurzweilig. Julia Jäger gefällt als zu vertrocknen drohende Ehefrau, die wieder erblüht. mehr

      Bewertung: 3,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Die Drachen besiegen“ (BR, 22.02.2012, 21:45 Uhr)

      Viel Thema, reichlich Probleme, starke Amelie Kiefer, aber wenig erzählerische Linie

      In den letzten Jahren sprengten Krebs- und Leukämie-Dramen immer häufiger den Rahmen des gut gemeinten Themenfilms. „Hauptsache Leben“, „Leben wäre schön“ und „Noch einmal lieben“ sind drei bemerkenswerte und zu Recht preisgekrönte TV-Movies. Also geht man mit einigen Erwartungen an „Die Drachen besiegen“ – und könnte enttäuscht sein. mehr

      Bewertung: 3,5 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Hoffnung für Kummerow“ (ARD, 22.02.2012, 20:15 Uhr)

      Ein Dorf rudert sich aus der Depression - und Henry Hübchen vorneweg

      Ein kummervolles Dorf auf dem Weg in eine bessere Zukunft? Kommt der Aufschwung in das trostlose Oststädtchen am See? Ein Investor aus dem aus dem Westen wird jedenfalls erwartet... Der stark besetzte Fernsehfilm bleibt politisch unverbindlich und ist nicht mehr als eine warmherzig-melancholische Heimatkomödie. Nur ein kleiner Fernsehmutmacher. mehr

      Bewertung: 4,0 von 6

      Wh.Fernsehfilm„Das Gelbe vom Ei“ (3sat, 21.02.2012, 21:45 Uhr)

      Makatsch, Rohde, Bleibtreu, Lars Becker und der sexuelle Notstand auf dem Lande

      Glückssuche ist in Lars Beckers Komödien meist Geldsache. Zehn Jahre vor „Schade um das schöne Geld“ ließ der Autor-Regisseur in seinem modernen Heimatfilm „Das Gelbe vom Ei“ eine Riege hochkarätiger Schauspieler zu einer launigen Schnurre voller Lokalkolorit und fernsehuntypischer Beiläufigkeit auflaufen. Muntere Komödie um Tauschbeziehungen aller Art – ohne zwerchfellerschütternde Brüller, dafür mit Lakonie und trockenem Mutterwitz. mehr

      Bewertung: 4,5 von 6

      neuFernsehfilm„Im Alleingang – Die Stunde der Krähen“ (Sat 1, 21.02.2012, 20:15 Uhr)

      Stefanie Stappenbeck, Jaenicke, Zehrfeld. Konkurrenz für Danni Lowinski?

      Anwältin Maria will's wissen. Als sie nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, schiebt sie ihr Chef aufs Abstellgleis. Sie kündigt, klagt gegen eine Klinik und zieht gegen ihren alten Partner vor Gericht. "Im Alleingang – Die Stunde der Krähen" beginnt wie ein stereotypes TV-Movie, doch der Film fängt sich rasch, belebt das David-gegen-Goliath-Prinzip, setzt sympathisch auf Läuterung und ist mit Stappenbeck, Jaenicke & Zehrfeld gut besetzt. So macht der Gang vor Gericht Laune. Kein behindertengerechtes Behindertendrama. Denkbar als Serie! mehr

      Bewertung: 4,0 von 6
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      • "Ihr könnt euch niemals sicher sein" ist einer der Top-Filme 2008

         

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        Überraschung des Jahres: "Erntedank" im Dritten des BR. Zu Recht bald auch in der ARD!!!


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