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Ähnlichkeiten zwischen von Borsody/Fendel und ihrem Rollen-Paar konnten die beiden Schauspielerinnen kaum ausmachen. Die realen Frauen sehen sich beide als sehr dominante Persönlichkeiten, während in “Mensch Mutter” allein die alte Dame die Hosen an hat. Ein leiser, hoch sensibler, anrührender Film. Das Richtige für nachdenkliche Wintertage. mehr
Zwei Paare im Ruhestand. Nur Golfen und Segeln am Wannsee – das kann doch nicht alles sein. Bald gibt es Aufregung genug...! Eine bessere Besetzung macht noch keinen besseren Degeto-Film. Die gepflegte Langeweile der beiden Paare überträgt sich auf den Zuschauer. Alle warten in „Im besten Alter“ auf den richtigen Moment und alle verpassen ihn – vor allem die Macher. Unterhaltungsfilm ohne flow, dafür mit der Binsenweisheit "Reden hilft". mehr
Erfrischend anders geht es auch in die 2. Staffel. "Leidenschaft auf vier Beinen" und Psychoermittlungen der hinterfotzigen Art sind das Herzstück von "Flemming". Die eigensinnige Intellektualität der Hauptfigur wird einen Gang zurückgefahren. Der Womanizer treibt seine Spielchen näher am klassischen Krimi-Konzept. Allein, er will noch immer lieber verstehen statt richten. Das Paar kommt insgesamt sympathischer rüber. Die Parole scheint zu lauten: mehr Miteinander als Gegeneinander, "mehr wärmere Töne". Schade, Hanns Zischler ist draußen, außerdem verzichtete das ZDF auf Regisseure mit Handschrift. mehr
Zwei Morde mit grausamer Tötungsmethode beschäftigen die Stuttgarter Kommissare. Geht es um eine späte Rache? "Das erste Opfer" ist nicht unspannend, aber dramaturgisch hapert's und Mord-Kommentare à la "eine schreckliche Sache" wollen wir im "Tatort" nicht mehr hören! Langsam müssen Richy Müller & Co aufpassen, dass sie nicht den Kredit verspielen, der ihnen als Bienzle-Nachfolger von Kritik und Publikum reichlich gewährt wurde. mehr
„Du musst … es verhindern … der Papst.“ Noch kann die Ex-Polizistin Johanna mit den letzten Worten ihres Vaters wenig anfangen. Zuschauer, denen Dan Browns Romane keine Bücher mit sieben Siegeln sind, kann sich dagegen schon einen Reim darauf machen... In dem ursprünglichen Zweiteiler, den Pro Sieben heute in einer Zwei-Stunden-Schnittdassung zeigt, trifft das Abenteuergenre auf die die Marktgesetze frauenaffiner Fernsehfiktion. mehr
Es herrscht Krieg in Wien. Ein Serbe, der über die Massenvernichtung im Balkankrieg Buch geführt hat, steht auf der Todesliste einer Gruppe serbisch-nationaler Kriegsverbrecher. So ganz ohne Schmäh kommt aber auch „Kein Entkommen“ nicht aus. Die Grippe geht um in Wien und sorgt für einen Eisner in Pudelmütze und für viel Schweiß auf den Stirnen. Der 27. Krassnitzer-"Tatort" ist geradlinig, steckt voller Thrill, besitzt eindrucksvolle Action-Szenen und vergisst auch die Psychologie nicht. Krassnitzer und Neuhauser sind ein Top-Duo. mehr
Billi Cramer und Michael Schäffer haben 2004 den Tsunami in Thailand erlebt, überlebt und ihre Familien verloren. „Tsunami – Das Leben danach“ erzählt ihre Geschichte und davon, wie man nach einem solchen Schicksalsschlag wieder zurückfinden kann ins Leben. Überzeugendes Spiel, sensibel erzählt, beeindruckend die Kamera von Alexander Fischerkoesen. Ein „Ratgeberfilm“, den man sich gefallen lassen kann – und der dafür sensibilisiert, wie belanglos doch Vieles ist, über das sich Menschen im Alltag aufregen. mehr
Nach 16 Jahren scheint die Luft raus zu sein aus der Ehe von Corinna und Michael Fürstenberg. Ein Liebeskraut soll beim Gatten den Liebesrausch wieder entfachen. Doch das Kraut kommt in den falschen Magen. Sprich: die Liebessehnsüchtige verliebt sich in Fischhändler Hansen. Ein bisschen Shakespeare, ein bisschen Klamauk und ein riesiges Lachpotenzial besitzt diese intelligente Degeto-Komödie von Autorin Rodica Döhnert. mehr
Vom Schoko-Shop in eine Privatdetektei, von Berlin nach Augsburg – Julie Berg wagt etwas. Und sie gewinnt. Das Gleiche gilt für "Familie macht glücklich". Rodica Döhnert („Prager Frühling“) verpasste der von Bettina Zimmermann gespielten Heldin in dieser an Projektionen reichen Familiengeschichte pfiffige, nur leicht überhöhte Alltagsdialoge. Dazu David Rott, Gustav Peter Wöhler und Lisa Kreuzer. Dieser zeitgemäße Familienfilm "fließt" geschmeidig durch die verschiedensten Tonlagen. Aus diesem Einzelstück sollte mehr werden! mehr
Was könnte man mit diesen Schauspielern nicht alles erzählen!? Stattdessen gibt eine schiefe Komödien-Wendung die nächste. Nicht nur einige Figuren, sondern auch das Drehbuch tickt nicht richtig. Alles wirkt nur ausgedacht. In dieser Handlung gibt es keine Klarheit, nur die Hoffnung, dass man mit einem Hauch von „Amélie“, mit etwas Romantik, ein paar halbherzigen Sinn-des-Lebens-Einwürfen und mit etwas typisch deutscher Klamotte den Fernsehzuschauer gewinnen könne. Zum Kuckuck mit der deutschen Komödie! mehr
“Alpenglühen – Liebe versetzt Berge" ist eine märchenhafte TV-Romanze über eine Almbäuerin, die zum ersten Mal ihr Tal verlässt, und einen Hamburger Fischkopp, dem die unverstellte Tiroler Art das Herz öffnet. Es ist ein Film jenseits von Fernsehwahrscheinlichkeit und Jugendwahn, ein Film, der beweist, dass Schrägheit kein Vorrecht der Jungen ist. mehr
„Der kalte Himmel“ erzählt vor allem im ersten Teil die Geschichte eines autistischen Jungen mit stimmungsvoller Sinnlichkeit. Andrea Stoll und Johannes Fabrick nehmen sich Zeit und geben dem Zuschauer die Möglichkeit, die Krankheit, die viel mit Strukturen und Mustern zu tun hat, sich visuell zu erschließen. Auch der Winter steht dieser Geschichte gut. Und ähnlich wie der Schnee legt sich der Soundtrack jener Jahre über die Szenen. Christine Neubauer sah man lange nicht so gut und passend besetzt. Emotional perfekt & ein stimmiges Zeitbild. mehr
Wie erzieht man seinen Vater? Mit einem brasilianischen Kindermädchen lässt sich da einiges machen. Und mit Caroline Vera kommt nicht nur das weibliche Prinzip zum Tragen, sondern auch der passende dramaturgische Rhythmus und das richtige Taktgefühl, nicht nur beim Tanzen, in den Film von Dietmar Klein. Nur leider ist der Mann im Spiel anfangs ein solch unangenehmer Prototyp, dass einer wie Markus Knüfken diese Figur aus diesem Bild nicht herauszuholen vermag. So bleibt „Glück auf Brasilianisch“ ein oberflächlicher Wohlfühlfilm, dessen Hauptdarstellerin allein den Zuschauer von einem besseren Film träumen lässt. mehr
„Die Schatten, die dich holen“ von Uli Brée und Robert Dornhelm ist ein TV-Movie-liker Fernsehfilm-Thriller, der eine Stunde lang alle Unarten des Genres bedient, bevor er dann die letzte halbe Stunde wendungsreich und spannend durchstartet. Trotz guter Besetzung sorgen die Klischees des Genres dafür, dass man sich als Zuschauer bei dieser Räuberpistole lange ziemlich unterfordert fühlt. Hinzu kommt eine Dramaturgie voller Zufälligkeiten. mehr
Nach acht „Da wo…“-Schmonzetten mit Ex-Skirennläufer und Volksmusik-Blondschopf Hansi Hinterseer stimmt bei „Heimkehr mit Hindernissen“ zumindest der Titel stilistisch. Die Story ist zusammengeklaut aus den Handlungsmotiven der Heimat-Schinken der 50er Jahre. Das G’wand ist moderner hergerichtet – mit fescher Föhnfrisur, Jeans statt Dirndl, Parka statt Janker. Und die Bergrettung bringt etwas Action ins Spiel. Passt scho! mehr
Mark und Lara wollen heiraten. Doch da taucht Tim auf, Laras Ex, ein Mann Marke “alles machbar, alles schaffbar”. Zur Schlüsselszene kommt es auf der Toilette. Der Bräutigam traut seinen Augen nicht: Tims bestes Stück hat eine solche Überlänge, dass nicht nur Marks Selbstbewusstsein gewaltig schrumpft. Ein paar gute Gags, viel klamottiger Leerlauf. mehr
Die erfindungsreichen Pimmel pickeliger Pubertierender setzten neue Maßstäbe. Doch nur an der Kinokasse bewiesen sie Durchhaltevermögen. Im TV ist der Genitalbereich des Mannes eine verbotene Zone. Mit "Das beste Stück" (2002) wurde es kaum weniger verklemmt. mehr
Eine schöne Bescherung. Da ist Franzi gerade auf dem Sprung in einen neuen Lebensabschnitt, will mit ihrem Liebsten von Hamburg nach Peking ziehen, da kommt ihr – und vor allem ihrem Verlobten – diese dumme Chinesin dazwischen... Auch so können Serien sein, komisch verspielt, undramatisch, ohne das obligatorische Problem pro Serienfolge. mehr
Die Story, schon beim Debüt der beiden Streithähne, eher Vorwand für den vorwitzigen Gedankenaustausch zwischen naivem Gottvertrauen & gesundem Pessimismus, verflacht endgültig und besitzt einen noch geringeren Spannungsfaktor als „Pfarrer Braun“! mehr
Die Hamburger KDDler müssen einen Mord an einer Prostituierten aufklären. Wie zuletzt „Wir sind die Polizei“ ist der neue Fall zwischenzeitlich recht launig geraten. Dietmar Bär und Kai Wiesinger bieten komische Versteckspiele und Barbara Auer, deren Teint vom sommerlichen Licht geküsst wird, ist extrem präsent und ihr Tonfall ist köstlich süffisant. Auch etwas Melodram mischt Lars Becker zwischen beredte Blicke und markige Sprüche. Da schlägt vor allem die Stunde für Lisa Maria Potthoff als cooles Callgirl und Armin Rohde als Freier. mehr
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