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      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013 WEISSENSEE - Staffel 2 "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek) noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr) Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen
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      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

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      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: ZDF / Hartmann

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      Foto: BR / Fischkoesen

      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

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      3sat-Zuschauerpreis: Fernsehfilm-Highlights am laufenden Band (15.-20.11.)

      Rainer Tittelbach
      Zwölf herausragende Fernsehfilme aus den letzten zwölf Monaten stehen an sechs Tagen noch einmal auf dem Programm. Zeitgeschichtliche Dramen und beziehungsstarke Krimis dominieren. Die Höhepunkte der Höhepunkte sind "Mogadischu" (17.11.), "Haus und Kind" (17.11.), "Frau Böhm sagt Nein" (20.11.) und "Romy" (20.11.) mit Jessica Schwarz.

      Zum 14. Mal wird der 3sat-Zuschauerpreis vergeben. Zwölf herausragende Fernsehfilme aus den letzten 12 Monaten stehen an sechs Tagen noch einmal auf dem Programm. Zeitgeschichtliche Dramen und beziehungsstarke Krimis dominieren. Parallel zum TV-Qualitäts-Event werden die Filme beim Fernsehfestival in Baden-Baden gesichtet und diskutiert. Es fällt auf, dass dieses Jahr keine einzige Komödie eingereicht wurde. Und das, obwohl vor zwei Jahren der intelligente Multikulti-Spaß „Meine verrückte türkische Hochzeit“ sowohl bei den 3sat-Zuschauern als auch beim Fachpublikum das Rennen machte.

      Klare Favoriten sind dieses Jahr schwer auszumachen – zu gleichmäßig stark ist das Feld der Filme. Kritikerlob, eine gute Quote und Preise hat sich bereits „Mogadischu“ (17.11.) abgeholt. Der Film mit Nadja Uhl und Thomas Kretschmann macht aus einem Nebenkriegsschauplatz der RAF-Geschichte perfektes Hochspannungsfernsehen, wie man es hierzulande bisher noch nicht gesehen hat. Begleitet von einem großen öffentlichen Interesse war auch „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ (15.11.). Der Film, der die frühen Jahre des Kritiker-Papstes erzählt, bewältigt die doppelte dramaturgische Bürde, Biopic und Drama über den Nationalsozialismus zu sein, mit Bravour und Matthias Schweighöfer brilliert als Mann der Worte. Auch im Vertriebenendrama „Ein Dorf schweigt“ (19.11.) mit der überzeugenden Katharina Böhm spiegelt sich das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Der Film über die so genannte „Stunde Null“ zeigt beispielhaft am Schicksal einer schlesischen Mutter, dass sich die nationalsozialistische Vergangenheit nicht so einfach wegwischen lässt.

      Das ZDF präsentiert sich dieses Jahr mit zwei sehr atmosphärischen, fast philosophischen Krimis. Matti Geschonnecks „Todsünde“ (18.11.) nach einem Roman von Friedrich Ani stellt einen Kommissar in den Mittelpunkt, der früher einmal Mönch war, und ist ein Krimi für Auge und Seele und mit viel Mut zur Langsamkeit gestaltet. Ebenso unaufdringlich, ohne allzu viel erklärende Psychologie, in introvertierter Moll-Tonart erzählt, ist „Ein halbes Leben“ (19.11.). Es ist ein Duell zwischen einem nicht überführten Mörder und dem Vater des Opfers. Josef Hader bekam für seine Darstellung des Mörders den Deutschen Fernsehpreis. Spannend wie ein Krimi und überragend gespielt von Ken Duken ist „Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen“ (16.11.).

      Zu den Höhepunkten der Höhepunkte gehören das hoch visuelle Biopic „Romy“ (20.11.) über das tragische Leben von Romy Schneider und „Frau Böhm sagt Nein“ (20.11.), das persönliche Drama um eine umstrittene Firmenübernahme. Jessica Schwarz und Senta Berger empfehlen sich mit ihren Leistungen für den Grimme-Preis. In nichts nach stehen ihnen Stefan Kurt und Marie Bäumer, die in der tragikomischen Beziehungsgeschichte „Haus und Kind“ (17. 11.) ein Ehepaar spielen, bei dem der Mann sich zwischen zwei Frauen nicht entscheiden kann und am Ende der Dumme ist. Wolfgang Kohlhaase („Sommer vorm Balkon“) ist eine wunderbar bitter-lakonische Geschichte gelungen, die Andreas Kleinert sensibel inszeniert hat. Drei Kleinode in einer TV-Landschaft, in der sich der Krimi immer breiter macht und anderen „Genres“ die Luft zum Atmen nimmt.

      Weniger überzeugen kann das gut gemeinte, aber thematisch überfrachtete Krebsdrama „Die Drachen besiegen“ (16.11.), das mit Amelie Kiefer und Gabriela Maria Schmeide zumindest tolle Darsteller zu bieten hat. Den mit Abstand schlechtesten Film hat Pro Sieben im Rennen: „Gonger – das Böse vergisst nie“ (18.11.). Es fragt sich, weshalb der Münchner Sender nicht den originellen Öko-Thriller „Tod aus der Tiefe“ 3sat eingereicht hat. Der zweite Privatsender Sat 1 dagegen hat den überaus spannenden, gut fotografierten und von Yvonne Catterfeld und Richy Müller angenehm cool gespielten Polizei-Thriller "Schatten der Gerechtigkeit" (15.11.) nach Baden-Baden und Mainz geschickt.

      Abgestimmt wird per Internet oder Telefon. Wer gewonnen hat, erfährt man in der Reportage „Best of – Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 2009“ (22.11.).

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


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