• Analyse   Nach dem ambitionierten Flop in der Sackgasse?

      Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick Brauche neuen Laptop! Klicken & Spenden für tittelbach.tv! Ästhetik, Sinnlichkeit, Lulu: "Mord in Ludwigslust" von Kai Wessel Filmgeschichte und Kinokult-Klassiker 02/2012 auf einen Blick Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen
      Foto: ZDF / Volker Roloff

      Über 30 Fiktion-Premieren. Februar-Highlights auf einen Blick

      Brauche neuen Laptop! Klicken & Spenden für tittelbach.tv!

      Foto: ZDF

      Ästhetik, Sinnlichkeit, Lulu: "Mord in Ludwigslust" von Kai Wessel

      Foto: ZDF

      Filmgeschichte und Kinokult-Klassiker 02/2012 auf einen Blick

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Der 25. Film, im 15. Jahr: Iris Berbens „Rosa Roth“ sollte sich neu (er)finden

      ZDF und Berben-Clan wollten mit „Rosa Roth“ letztes Jahr den ganz großen Coup landen. Doch der Dreiteiler „Der Tag wird kommen“, ein großspuriger Thriller um religiös motivierten Terrorismus, floppte. Jetzt muss „Rosa Roth“ die Zuschauer auf bewährtem Wege zurückgewinnen. Es gelingt nicht. "Der Fall Jochen B." ist eine weitere Enttäuschung.

      ZDF und Berben-Clan wollten mit „Rosa Roth“ im vergangenen Jahr den ganz großen Coup landen. Doch der Dreiteiler „Der Tag wird kommen“, ein großspuriger Thriller um religiös motivierten Terrorismus, wurde zum kapitalen Flop. Nichts wurde daraus, es der Konkurrentin Bella Block mal so richtig zu zeigen. Mies gelaunt kommt offenbar besser an als gut gestylt. Jetzt muss „Rosa Roth“ die Zuschauer auf bewährtem Wege zurückgewinnen.

      In ihrem neuen Fall, dem 25. Film im 15. Produktionsjahr, muss sich Iris Berbens Kommissarin wieder ganz dem Dreck unter deutschen Dächern zuwenden. In einem Stundenhotel wird ein Strichjunge erschossen. Ein Fahnder der Sitte nutzte den Ermordeten offenbar nicht nur als Informant. Dass er in jungen Jahren einmal Rosa Roths Geliebter war, macht für die Kommissarin die Ermittlungen nicht leichter. Obwohl er sie belügt, glaubt sie an seine Unschuld. Doch dann findet man bei ihm die Tatwaffe.

      Es ist nicht allein das grauenvolle Themenduett aus Menschenhandel und Kinderprostitution, das an die Nieren geht. Auch die Art und Weise, wie in „Der Fall des Jochen B.“ Eckhard Theophil, ein Drehbuchautor mit reichlich Kiez- und Knasterfahrung, und Rola zu Werke gehen, ermöglicht kaum Distanz. Immer schon kam die Reihe etwas knalliger daher als andere sozialkritische Edel-Krimis. Schwer lastete stets das Grauen der Welt auf den schmalen Schultern der schönen Kommissarin. Dieses Mal treiben es die Macher aber zu weit. Es gibt kein Entkommen. Was bei „Bella Block“, „Unter Verdacht“ oder HR-„Tatort“ stets den Gang in die psychologische Tiefe sucht, bleibt bei „Rosa Roth“ eher ein Oberflächenschock.

      Es ist die Mixtur aus Realitätsnähe und „bigger than life“, die die Reihe auszeichnet und ihr immer schon ein Glaubwürdigkeitsproblem gab. Die Berliner Kommissarin steigt seit 1994 wohl frisiert und stilvoll gekleidet in menschliche Abgründe. Beigefarbener Flanellmantel, der Rest ist schwarz, muss schwarz sein, die Hosen, die Stiefel, die Luxuskarosse. Mehr denn je fragt sich, ob das passend ist. Fast sieht es so aus, als würde die unlängst statistisch bestätigte, zunehmend gespreizte Schwere zwischen arm und reich hierzulande in „Rosa Roth“ ihren telegenen Ausdruck finden.

      Eines macht der Jubiläumsfilm deutlich: „Rosa Roth“ muss sich neu (er)finden. Umorientieren sollte sich die Reihe vor allem dramaturgisch. Der Ausstieg von Jockel Tschiersch und Zacharias Preen in der Rolle der Wasserträger macht die Ermittlungs-vorgänge für die Autoren nicht leichter: auffallend häufig muss sich Rosa Roth in der neuen Folge mit der guten Seele des Kommissariats (Carmen Maja Antoni) austauschen. Vom Kaffeekochen zur Küchenpsychologie – das aber wird die Reihe nicht weiterbringen. Auch der Staatsanwalt – markig gespielt von Gunter Schoß, doch wenig markant die Rolle – ist nicht unbedingt ein Hoffnungsträger.

      Rainer Tittelbach


      Drucken Senden Kommentieren

      Mediadaten
      Informationen für Sponsoren und Werbekunden
      Spenden mit Paypal

       

    • Startseite
    • Programm
      • Fernsehfilm
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • > Exklusiv <
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • > Analyse <
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Über mich
      • Sehen, was sich lohnt
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Angebote
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Kino-Klassiker 02/12

      • "Nackt unter Leder"
        Foto: ZDF
      • Mach dir dein Programmkino! Filmgeschichte & Kultkino werden im Programm versteckt. Deshalb präsentiert tittelbach.tv jeden Monat die Alltime Classics. Finden, was Sender verstecken: z.B. Pop-Ikone Marianne Faithfull im Kultfilm "Nackt unter Leder"

    • TV-Soundtracks

      • Nico: Femme fatale
      • Top-Songs aus aktuellen Fernsehfilm-Soundtracks:
         

        • Velvet Underground feat. Nico: Femme fatale ("Neue Vahr Süd")
        • Eagles of the Death Metal: „Wanna be in L.A.“ ("Die fremde Familie")
        • Donovan: "Hurdy Gurdy Man" ("Familiengeheimnisse")
        • ZZ Top: La Grange ("Die Draufgänger")
        • Curtis Mayfield: Move on up ("Liebe vergisst man nicht")
        • 10CC: I'm not in love ("Wilsberg: Bullenball")
        • The Zombies: Time of the season ("Nachtschicht: Das tote Mädchen")
        • Tito & Tarantula: After Dark ("Küsse, Schüsse, Rindsrouladen")
        • Fatboy Slim: Praise you ("Akte Golgatha")
        • War: Low Rider ("Kreutzer kommt")
        • Blood Sweat & Tears: Spinning Wheel ("Kreutzer kommt")
        • Cat Power: The Greatest ("Sind denn alle Männer Schweine?")
        • Leonard Cohen: Waiting For A Miracle ("Solange du schliefst")
        • Moloko: Sing It Back ("Vater aus heiterem Himmel")
        • Ronan Keating: Life Is A Rollercoaster ("Inga Lindström – Prinzessin des Herzens")

          MEHR SONGS AUS FERNSEHFILMEN
    • Spenden

      Weil sich von Luft und Fernsehen allein nicht leben lässt.

    • Tittelbach empfiehlt

    • Kalender

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 06.02.2012
      1. „Tatort – Kein Entkommen“  (ARD, 05.02.)
      2. „Mord in Ludwigslust“  (ZDF, 06.02.)
      3. „Tsunami – Das Leben danach“  (ZDF, 05.02.)
      4. „Danni Lowinski (Staffel 3)“  (Sat 1, 06.02.)
      5. „Der letzte Bulle (Staffel 3)“  (Sat 1, 06.02.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 05.02.2012
      1. „Der kalte Himmel“  (WDR, 04.02.)
      2. „Der Bibelcode“  (Sixx, 05.02.)
      3. „Familie macht glücklich“  (ZDF neo, 05.02.)
      4. „Liebe nach Rezept“  (Eins Festival, 05.02.)
      5. „Leroy“  (ZDF-Kultur, 06.02.)
    • Facebook

    • Tittelbach empfiehlt

    • Tittelbach empfiehlt

    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2012 Rainer Tittelbach