Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD
collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer
Anlässlich der Ausstrahlung von "Unsere Mütter, unsere Väter" hat sich Heike Hempel, die Hauptabteilungsleiterin Fernsehfilm/Serie II beim ZDF, einige Gedanken zum historischen Erzählen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gemacht. "Es reicht nicht mehr, große Männer bei großen Taten zu zeigen oder den jeweils aktuellen historischen Schulbuchstand ins Bild zu setzen", schreibt sie. Fiktionales "Geschichtsfernsehen" wie der ZDF-Dreiteiler über den Zweiten Weltkrieg benötigt subjektive Zugänge, sollte die Erfahrungsschätze namenloser Zeitgenossen heben, anstatt "Figuren zu schaffen, die sich als kompakter, moralischer Block durch die Zeit bewegen". Im Blick hat sie dabei den Dialog zwischen den Generationen. mehr
2012 war ein gutes Fernsehfilm-Jahr mit den Leuchttürmen „Das unsichtbare Mädchen“ und „Der letzte schöne Tag“ sowie dem historischen Ausnahme-Event „Der Turm“ und dem makellosen Justizdrama „Das Ende einer Nacht“. Schwach einmal mehr die Serien-Kultur: eine Entdeckung gab es allein im Pay-TV mit „Add A Friend“. Dafür gab es im leichteren Fach ein kleines Wunder: „Mutter muss weg“ mit Bastian Pastewka tritt zeitgemäß & filmisch frisch in Loriots Fußstapfen. Die Krimi-Reihen wurden dominiert vom „Polizeiruf“ mit Matthias Brandt und einem ebenso herausragenden wie gewagten „Tatort“, dem Abschied von Mehmet Kurtulus. Überhaupt bestechen etliche Nominierungen durch ihre ungewöhnlichen Genre-Mixturen (u.a. „Riskante Patienten“, „Lösegeld“) und Tonlagen-Experimente (u.a. „Blaubeerblau“, „Sechzehneichen“). Einige Schauspieler sind doppelt vertreten: Devid Striesow, Ken Duken, Bjarne Mädel und die Österreicherin Ursula Strauss, die 2012 endlich auch hierzulande entdeckt werden konnte. Ihr Landsmann Andreas Prochaska wurde als einziger Regisseur doppelt nominiert – mit „Spuren des Bösen 2“ und „Das Wunder von Kärnten“. Die Charts der nominierten Sender führen das ZDF (8), der WDR (6) und der BR (6) an. Bei den Machern „gute Namen“ & die üblichen Verdächtigen: u.a. Stephan Wagner, Rainer Kaufmann, Adolph, Jeltsch, Steinbichler, Handloegten, Krohmer & Nocke, Ani & Graf, Vattrodt & Geschonneck. Letzterer erhält dieses Jahr auch die Besondere Ehrung. mehr
„Sechs auf einen Streich“ bietet sechs 60minütige Märchen, werkgetreu und doch zeitgemäß ausgelegt. Laptops, Handys und Jugendsprache mussten draußen bleiben. Da stimmen Konzeption und Umsetzung, Aufwand und Resultat, Sendeplatz und Vermarktung. Für die älteren Kids besonders reizvoll adaptiert, sind Märchen wie „König Drosselbart“ oder „Der Froschkönig“, die um das Wunder der Liebe kreisen. Grundsatz-Analyse 2008. mehr
„Lediglich auf den Märwert, nicht auf den kulturellen Mehrwert, zielen die Verfilmungen dieser sechs herrlichen und tiefsinnigen Märchen“, schrieb Nikolaus von Festenberg vor zwei Jahren im "Spiegel". Die Zuschauer sahen das ganz anders. Deshalb zog die ARD nach und übertreibt es mit ihrer märchenhaften Aufgeräumtheit und den Manierismen des Genres. Rund um die Weihnachtsfeiertage 2010 gibt es neue Märchen-Streiche – und viele Wiederholungen der alten auf leicht zeitgeistig getrimmten Volksweisen. Hier die Detail-Analyse 2009! mehr
Die Klassiker der Gebrüder Grimm sind schon seit Generationen Selbstläufer. Entsprechend groß war der Erfolg, den das Erste 2008 mit seiner Märchenstaffel „Sechs auf einen Streich“ hatte. 2009/10 ging die ARD gleich mit acht Märchen an den Start. Wie Kinderfilm-Experte Tilmann P. Gangloff meint, ist dieses zweite Staffel besonders gelungen. Die Geschichten durften zwar moderat modernisiert werden, weniger grausam sein und keinesfalls düster enden, sollten aber natürlich trotzdem dem Geist der Gebrüder Grimm treu bleiben. mehr
„Sechs auf einen Streich“ geht in die 5. Staffel. Seit 2008 wartet die ARD an den Weihnachtsfeiertagen mit neuen Märchenverfilmungen auf. Da wärmen sich für einige Stunden jung und alt gemeinsam am Flatscreen-Lagerfeuer. Die mittlerweile 26 Sechzigminüter gehören fest zum Repertoire des Kinderprogramms und werden in ARD und allen Dritten das ganze Jahr über häufig wiederholt. Der folgende Text mit Bausteinen aus mehreren Artikeln ist ein Wegweiser zu den ARD-Märchen. Von hier aus gelangt man auch zu den Kritiken (mit Sternebewertung) der meisten der 26 gut gemachten Märchenfilme. mehr
2011 war ein gutes Fernsehfilm-Jahr mit den Leuchttürmen „Homevideo“ und „Die Hebamme“ und den WDR-Stücken „Kehrtwende“ und „Nacht ohne Morgen“ und ein miserables Serien-Jahr. 2011 war vor allem aber ein überragendes Krimireihen-Jahr. Beim „Tatort“ hatte die Grimme-Nominierungskommission die Qual der Wahl: zwei HR-Perlen und ein Kleinod aus Wien machten das Rennen. An Kunzendorf, Kròl, Krassnitzer, Neuhauser und Tukur kamen die sieben Juroren, die fast drei Wochen von morgens bis in die Nacht gemeinsam Filme sahen, nicht vorbei. Aufregend auch das eigenwillige, physisch starke Duo aus Rostock: Sarnau & Hübner wurden für Spezial nominiert. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden BR-„Polizeiruf“-Episoden: Der Einstand von Matthias Brandt, Dominik Grafs provokanter Polizeifilm „Cassandras Warnung“ setzte sich am Ende durch. Ein tolles Jahr auch für Maria Simon: die neue „Polizeiruf“-Frau wurde nominiert für das Vergewaltigungsdrama „Es war einer von uns“. Gleiches Thema, andere Geschichte: „Der Brand“, ein kleiner großer Debütfilm. Nicht fehlen darf „Dreileben“. Auch Sat 1 ist dabei – mit dem exzellent erzählten Krimidrama „Die letzte Spur“ von Ösi-Top-Regisseur Andreas Prochaska. Die Charts der nominierten Sender führen das ZDF (9), der WDR (4), der HR (3), Arte (3) und ORF (3) an. Bei den Machern die üblichen Verdächtigen: Lars Kraume, Andreas Kleinert, Hartmut Schoen, Kai Wessel, Dominik Graf, Matti Geschonneck. mehr
Zum 16. Mal präsentiert 3sat ein Dutzend der besten Fernsehfilme der Saison. An sechs Tagen können sich die Zuschauer ein Bild machen vom hohen Qualitätsstand der aktuellen deutschsprachigen TV-Fiktion. Mit "Die Hebamme" und "Neue Vahr Süd" heben sich ein historischer und ein komödienhafter Film am deutlichsten ab von den Krimi-, Familien- und Gesellschaftsdramen, die den 3sat-Zuschauerpreis wie jedes Jahr dominieren. In diesen Genres gibt es 2011 zwei überragende Produktionen: "Homevideo" und "Die fremde Familie". Aber auch der Rest ist zumeist anspruchsvolles und zugleich spannendes Fernsehen. tittelbach.tv hat die elf deutschen Fernsehfilme gesehen – und eine Top 11 erstellt. mehr
Es muss nicht immer Mord sein.“ Tabor Süden, Martin Heuer & Co suchen nach Vermissten. Wer plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist, muss nicht unbedingt entführt oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein. Zum Einstand, der unverständlicherweise auch der Ausstand sein wird, gab es zwei sensible, unkonventionelle Gesellschaftsdramen (eines davon von Dominik Graf), die ihresgleichen suchen in der aktuellen TV-Krimilandschaft. mehr
Nach 16 Jahren Rosamunde Pilcher und 28 „Inga Lindström“-Melodramen macht sich Heike Hempel, die neue ZDF-Chefin für die leichten Fälle, so ihre Gedanken. Trotz hoher Einschaltquoten hat das Gefühlsgenre dringend eine Frischzellenkur nötig. mehr
„Im Angesicht des Verbrechens“ von Dominik Graf und Rolf Basedow ist der Abräumer beim Grimme-Preis 2011. Neun Trophäen heimst die zehnteilige Russenmafia-Serie ein. Durchweg überzeugt waren die 13 Juroren auch von zwei Krimi-Dramen: dem Münchner „Tatort – Nie wieder frei sein“ um einen Mörder und Vergewaltiger, der frei gesprochen wird, und seine Opfer, und die Krisen-Geschichte um eine Ermittlerin auf dem bayerischen Land, „In aller Stille“ mit Nina Kunzendorf. Ein Kult-Film im besten Sinne schon heute: „Neue Vahr Süd“, die tonlagengerechte und treffsichere TV-Verfilmung von Sven Regeners Szene-Roman durch Hermine Huntgeburth. Auch der Blick ins Armenhaus Deutschland, Aelrun Goettes „Keine Angst“, gehört zu den fünf Fiktion-Preisträgern. Doppelgewinner ist Christian Zübert („Tatort“-Regie & „Neue Vahr Süd“-Buch). Der große Verlierer heißt dieses Jahr ZDF, das mit „Klimawechsel“ nur einen Grimme-Preis – in der Kategorie Unterhaltung – zugesprochen bekommt. Besonders erfolgreich in der Fiktion sind WDR und BR mit jeweils drei Preis-Beteiligungen. Es gibt mit „Im Angesicht des Verbrechens“ einen „Männerfilm“ und es gibt zwei „Frauenprojekte“ – „Klimawechsel“ und „Keine Angst“, Filme, in denen die weibliche Sicht dominiert. Bei drei der preisgekrönten Filme führte bei Buch/Regie ein gemischt geschlechtliches Doppel zum Erfolg: Golch/Zübert, Zübert/Huntgeburth, Bogenberger/Kaufmann. Ein Trend? Passen Frauen und Männer also doch zusammen?! mehr
Es sind die üblichen Verdächtigen, die bei der Nominierung zum Adolf-Grimme-Preis 2011 die Nase vorn haben: Max Färberböck, Niki Stein, Rainer Kaufmann, Peter Keglevic, Hermine Huntgeburth, Aelrun Goette, Christian Jeltsch oder auch Friedemann Fromm, der erst letztes Jahr für "Die Wölfe" ausgezeichnet wurde und dessen Serie "Weißensee" ins Schlussrennen um die begehrten fünf Fiction-Preise gehen wird. Immer gut für einen Grimme-Preis ist auch Dominik Graf: Für "Im Angesicht des Verbrechens" könnte es sein neunter werden. Bei den Einzelstücken findet man etliche Namen mehrfach auf der Nominierungsliste. Auf Macherseite: Autor Daniel Nocke und Stefan Krohmer für "Dutschke" und "Die fremde Familie"; Sathyan Ramesh für "Eine Nacht im Grandhotel" (Buch) und "Letzter Moment" (Buch & Regie); Christian Zübert für den "Tatort: Nie wieder frei sein" (Regie) und "Neue Vahr Süd" (Buch). Auch einige Gesichter sind mehrfach vertreten: Barbara Auer, Armin Rohde, Matthias Habich und - Schauspieler des Jahres - eindeutig Uwe Kockisch sowie zwei, die bislang noch nicht zu den üblichen Verdächtigen gehörten, Ulrike C. Tscharre und Ronald Zehrfeld. Und für "Grimme Spezial" wurde Fernsehdeutschlands bester "supporting actor" nominiert: Martin Brambach. Die drei Fernsehfilm-Highlights 2010 waren für tittelbach.tv: "Keine Angst", "In aller Stille" und "Die fremde Familie". Auch sie wurden in Marl nominiert. Die Charts der nominierten Sender führen der WDR (6), der BR (5) und das ZDF (4) an. Pro Sieben fand mit zwei TV-Movies, "Go West" und "Kreutzer kommt", die das Genre Krimi und Event-Zweiteiler neu definieren, nicht den Zuspruch der Nominierungskommission. mehr
40 Jahre Krimi-Unterhaltung am Sonntag. 40 Jahre Spannung, Mord und soziale Wirklichkeit für immer noch acht bis zehn Millionen Zuschauer. Auch wenn das TV-Lagerfeuer nur noch glimmt, der „Tatort“ ist und bleibt eine kollektive Bastion des Erzählfernsehens. mehr
Der 3sat-Zuschauerpreis stellt einige der besten Fernsehfilme des Jahres vor. Auch Pro Sieben und Sat 1 beteiligen sich an dieser öffentlich-rechtlichen Institution, die zum 15. Mal stattfindet. Die Fernsehzuschauer können abstimmen über ihren Lieblingsfilm. Die Top-Filme 2010 sind: "In aller Stille" (13.11.), "Kongo" (16.11.) und "Keine Angst" (17.11.). mehr
Schon beim Namen fing es an. Der „Tatort“-Kommissar Jan Casstorff war keiner, zu dem man als Zuschauer schnell Zugang fand. Zwischen hanseatisch kantig und freundlich kollegial führte er sieben Jahre lang sein Kommissariat. „Ich denke, 15 gute Geschichten sind genug, das ist ein schöner Bogen und wir haben genug über Casstorff erzählt“, so Atzorn. mehr
Im „Summer of the 60s“ präsentiert Arte in Sachen Popmusik und Zeitgeschichte all das, was vor drei Jahren bei „Summer of Love“ nicht hinreichend gewürdigt wurde. Pop wird in den Sixties zum Synonym für Mode, Lebensstil und jugendliche Aufbruchstimmung. Pop hieß auch: sich freimachen von den Idealen und Idolen der Elterngeneration. Pop wirkte wie ein Ventil. Pop veränderte die westliche Konsumkultur, denn der Teenager wurde zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die alten Zöpfe waren abgeschnitten – Pop war plötzlich Leitkultur. mehr
Diesen Sommer schlägt wieder die Stunde des Nachwuchses. „Debüt im Ersten“, „Gefühlsecht“ im ZDF: in 17 Filmen werden Visionen entwickelt oder es wird einfach nur vom besseren Leben geträumt. Neben den beliebten Coming-of-Age-Geschichten dominieren die Ausflüge in ferne Länder und fremde Welten. Es ist die Suche nach Heimat, anch der eigenen Identität, die die Filmemacher umtreibt. mehr
Deutschlands berühmteste Arbeitsgemeinschaft hat Jubiläum: die ARD ist nicht nur ein Spiegel deutscher Zeitgeschichte, sondern sie hat als Leitmedium der 1970er und 1980er Jahre auch das Land mitgeprägt. Vier Filmnächte und zwei Shows halten Rückschau. Die Fiktion mit "Raumpatrouille", "Die Unverbesserlichen", Liebling Kreuzberg", "Kir Royal" oder "Millionenspiel" steht am 16.4. auf dem Programm (ab 23.30 Uhr). Ein Wiedersehen mit Kabarett-Klassikern und Informations-Highlights gibt es am 15.4., mit Talk & Unterhaltung (Loriot, Kerkeling, Harald Schmidt, "Ein Herz und eine Seele") am 17.4. und der 18.4. gehört ab 23.05 Uhr herausragenden Features und Dokumentationen. mehr
Zwölf herausragende Fernsehfilme aus den letzten zwölf Monaten stehen an sechs Tagen noch einmal auf dem Programm. Zeitgeschichtliche Dramen und beziehungsstarke Krimis dominieren. Die Höhepunkte der Höhepunkte sind "Mogadischu" (17.11.), "Haus und Kind" (17.11.), "Frau Böhm sagt Nein" (20.11.) und "Romy" (20.11.) mit Jessica Schwarz. mehr
Als Ulrike Folkerts 1989 die „Tatort“-Bühne betrat, war Lena Odenthal die einzige Kommissarin im deutschen Fernsehen. Diese Polizistin, die anfangs noch mit einem männlichen bis androgynen Gestus daherkam, bewegte viel in der TV-Krimilandschaft. mehr