• Top 10: Regisseure 2009

      1. Friedemann Fromm


        Friedemann Fromm: "Ich muss nicht dem Zuschauer zeigen, was wir da wahnsinnig Tolles hingebaut haben" (Interview), „Jenseits der Mauer“ (Fernsehfilm), „Die Wölfe“ (Mehrteiler), „Tatort – Es wird Trauer sein und Schmerz“ (Reihe), "Tatort – Außer Gefecht" (Porträt)

        Fromm über das Bild-Konzept bei „Jenseits der Mauer“: „Ich wollte nicht die übliche Ästhetik der historischen Event-Filme machen, wo alles unheimlich glatt und sauber ist, wo selbst noch der Schmutz sauber ist. Ich habe immer den Eindruck: in diesen Filmen lebt nichts und deshalb stimmt es für mich auch nicht. Ich wollte eine „authentische“ filmische Oberfläche schaffen. Wir hatten einen sehr realistischen Ansatz. Wenn ich historisch erzähle, dann will ich auch, dass die Bilder eine größtmögliche Authentizität haben. Ich habe mir sehr viele alte DDR-Filme und Fotos aus der Zeit angeguckt.“

      2. Matti Geschonneck


        „Entführt“ (Mehrteiler)

        So hat modernes Erzählen im Fernsehen eine Chance! Kein Wort, keine Geste zu viel, Reduktion auf das Wesentliche, in Richtung auf das Unvermeidliche. Bei aller Knappheit übertreibt es Matti Geschonneck aber nicht mit der Informationsdichte. Perfekt!

      3. Dominik Graf


        „Kommissar Süden und das Geheimnis der Königin“ (Reihe)

        „Die Vermissten sind oft glücklicher als die, von denen sie vermisst werden“, ist für Graf eine wichtige Erkenntnis der leider bereits abgesetzten ZDF-Reihe. Sein Film entzaubert die „Weltstadt mit Herz“.

      4. Andreas Kleinert


        „Haus und Kind“ (Fernsehfilm), „Polizeiruf 110 – Endspiel“ (Reihe)

        In "Haus und Kind" hat Kleinert beredte Bilder für Kohlhaases Tisch-und-Bett-Situationen gefunden und seinen Protagonisten das richtige Spiel zwischen Nähe und Distanz verordnet. Sein „Endspiel“ für Kommissar Tauber ist ein wehmütiger Abgesang, ein Seelendramen im herbstlichen Grau, ein Krisen-Stück im Düster-Look.

      5. Torsten C. Fischer


        „Romy“ (Fernsehfilm), „Der Liebeswunsch“ (Kino-Koproduktion)

        Regisseur Fischer sorgte für den sinnlichen Rhythmus eines 43-jährigen Lebens und er gab der festgeschriebenen Biographie etwas Flirrendes. Das Leben der Schauspielerin, die von den Deutschen verfolgt und den Franzosen geliebt wurde, als eine Art Bilderbogen zu präsentieren, der die Schneider-Ikonografie an die Mode und den Stil der jeweiligen Zeit bindet, ist ein gelungener Kunstgriff. Durchweg geglückt ist Fischer auch die Besetzung.

      6. Stephan Wagner


        „Polizeiruf 110 – Klick gemacht“ (Reihe)

        Wagner hat dieser ungewöhnlichen Story auch einen ganz eigenen Erzählton gegeben. Temporeich geht es in die Geschichte. Jedwede narrative Schlacke wird beseitigt. Dichter und informationsgesättigter lässt sich kaum erzählen. Auch in punkto Asynchronität von Bild und Ton und anderen raumzeitlichen Brechungen überschreitet Wagner die Grenzen dessen, was sich das deutsche Fernsehen traut. Und diese Extravaganzen machen Sinn!

      7. Max Färberböck


        Färberböck zu: "Bella Block – Vorsehung" (Interview), „Bella Block – Vorsehung“ (Reihe)

        Färberböck, der bei seinen Filmen von realen Bildern oder szenischen Vorstellungen ausgeht, über seinen dritten „Bella-Block“-Krimi: „Der Film arbeitet mit der Atmosphäre des Kriminellen. Und immer, wenn ein Mensch von etwas Kriminellem getroffen wird, ist er fassungslos und es herrscht eine Mischung aus Ohnmacht und Angst. Diese Atmosphäre hat die Sprache des Films, sein physisches Erleben, geprägt.“

      8. Andreas Senn


        Andreas Senn: "Das absolute Maximum, das man in Deutschland als Regisseur erreichen kann, ist Vollbeschäftigung " (Interview), „Lilys Geheimnis“ (Fernsehfilm), „Willkommen zuhause“ (Fernsehfilm), „Tatort – Vermisst“ (Reihe), „Über den Tod hinaus“ (Fernsehfilm), „Mein Flaschengeist und ich“ (Fernsehfilm)

        Fünf Filme in einem Jahr: Ist Andreas Senn ein Vieldreher? "Nein, ich drehe in der Regel zwei Filme pro Jahr. Die Situation ergab sich, weil „Willkommen zuhause“ mehrfach verschoben wurde und „Lilys Geheimnis“ gelegen ist, weil er mit seinem Mauer-Motiv in diesem Herbst offenbar gut platziert schien."

      9. Markus Imboden


        „Bella Block – Am Ende des Schweigens“ (Reihe), Markus Imboden: "Mörder auf Amrum" (Interview)

        Ein Top-Regisseur meldet sich zurück mit einem Krimi der verschiedensten Tonlagen, der ganz auf seine Titelheldin, Bella Block, zugeschnitten ist. Nach Qualität besetzt, nicht nach großen Namen.

      10. Oliver Dieckmann


        „Pizza und Marmelade“ (Fernsehfilm), Andrea Stoll: "Pizza und Marmelade" (Interview)

        Bei „Pizza und Marmelade“ trifft sich der Anspruch des Regisseurs mit der Wahrnehmung des Kritikers: „Ich wollte einen magischen Realismus schaffen, den Schauspielern Raum für ihre Emotionen lassen, über Blicke, Gesten und Körpersprache ihre inneren Welten erzählen, auch über Requisiten, abseits des gesprochenen Wortes.“

      Bemerkenswert waren außerdem Filme von:

      • Martin Enlen


        „Kommissar Süden und das Geheimnis der Königin“ (Reihe), „Ein Dorf schweigt“ (Fernsehfilm)

        Enlens „Süden“-Auftakt ist ein aufs Wesentliche konzentrierter Film, der seine Atmosphäre nicht nur aus den Bildern gewinnt, sondern aus dichten Situationsbeschreibungen. In „Ein Dorf schweigt“ geht er ins Detail und macht so Historie verstehbar.

      • Connie Walther


        „Frau Böhm sagt Nein“ (Fernsehfilm)
      • Thomas Stiller


        „12 Winter“ (Fernsehfilm), „Genug ist nicht genug“ (Fernsehfilm)
      • Christian von Castelberg


        „Der Tote im Spreewald“ (Fernsehfilm)
      • Lars Becker


        „Nachtschicht – Blutige Stadt“ (Reihe), „Schade um das schöne Geld“ (Fernsehfilm)

       

    • Startseite
    • Programm
      • Fernsehfilm
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • > Bonusmaterial <
      • > Toplisten <
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Über mich
      • Sehen, was sich lohnt
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Angebote
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Toplisten 2009

      • Fernsehfilme & Mehrteiler
      • Reihen
      • Schauspieler
      • Schauspielerinnen
      • Drehbuchautoren
      • Regisseure
    • Top Gesicht 2008

      • Grimme-Preis für Ludwig Trepte
        Foto: Ewa Borowski
      • Ein junger Mann mit Charakter: Ludwig Trepte in "Ihr könnt euch niemals sicher sein" (WDR)

    • Top Gesicht 2008

      • Mehmet Kurtulus im Interview
        Foto: Ewa Borowski
      • Der Neue am "Tatort" Hamburg: Mehmet Kurtulus in dem Thriller "Auf der Sonnenseite" (NDR)

    • Top Gesicht 2008

      • stark in "Das wahre Leben" und als Liesl Karlstadt
        Foto: Ewa Borowski
      • Hannah Herzsprung mit dem begehrten Grimme-Preis (3.4.2009)

    • TopFilm 2009 Platz 3

      • Menschliche Black Box: Nina Kunzendorf
        Foto: ZDF
      • Nina Kunzendorf in "Entführt" (ZDF). Regie: Matti Geschonneck

    • TopFilm 2009 Platz 2

      • Senta Berger - wie man sie noch nicht gesehen hat
        Foto: WDR / Hempel
      • Senta Berger als graue Büromaus in "Frau Böhm sagt Nein" (WDR, 21.8., 21.40 Uhr). Grimme-gekürt!

    • TopFilm 2008 Platz 1

      • Erwin lernt die Liebe: Brandt im Interview
        Foto: WDR
      • Fische oder Frau: Matthias

        Brandt und Maria Popistasu in "Die zweite Frau" (WDR)

    • TopFilm 2008 Platz 2

      • Pubertäre Phantasien: Fischer & Dwyer
        Foto: WDR
      • Emanzipation eines Arbeiterkin-

        des: Anna Fischer & Alice Dwyer in "Teufelsbraten" (WDR, Arte)

    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2012 Rainer Tittelbach