Friedemann Fromm über Schmidts Drehbuch zu „Jenseits der Mauer“: "Mir hat sehr gut gefallen, das er seine Figuren nicht gewertet hat, sondern sie in einen stimmigen historischen Kontext gestellt hat und beispielsweise auch die Ostfamilie und vor allem den Stasi-Vater wertfrei erzählt hat. Er hat ihn so handeln lassen, wie er aus seiner Figur heraus glaubt, handeln zu müssen. Außerdem hat das Ganze eine sehr komplexe Erzählstruktur. Es ist nicht die übliche Liebes-, Dreiecks- oder Rautengeschichte.“
Judith Angerbauer („Der freie Wille“) erweist sich als kluge Architektin einer vielschichtigen Dramaturgie. Die gut getimte Mischung aus jenen Szenen, in denen der Zuschauer mehr weiß, und Bildern, auf die er sich keinen Reim machen kann, sind das Konstruktionsgerüst dieses sehr gut gebauten und atmosphärisch stilsicheren Films. Dennoch lässt die Drehbuchautorin den Charakteren genügend Spielraum.
Fünf Menschen, denen es nicht gut geht, davon einer eine tickende Zeitbombe. Da ist Bloch in seinem Element. Von Autorenseite sind es die klare Dramaturgie, das gleichberechtigte Nebeneinander der in den Fall Verstrickten und die sparsamen Dialoge, die diesen „Bloch“ über die ohnehin hohe Qualitätsmarke der Reihe hebt.
Das Allgäu ist nicht nur wunderbar zum Wandern, Skifahren oder Brotzeitmachen, im Allgäu da mordet es sich auch lustig. Wo Aberglaube, Katholizismus und wuchtiger Pragmatismus seltsame Zeitgenossen zeugen, da tötet man gerne mal nach alten Sagen. Auch wenn man die Krimiromane nicht kennt. Besser als das, was sich Holtz und Iwersen hier an Skurrilem zusammengeschrieben haben, kann das Original kaum sein.
Starke Dialoge zwischen köstlichen Schlagabtauschen und emotionalen Gesprächen über den Sinn des Lebens und ein dicht strukturiertes Drehbuch, das Motive wie beispielsweise das Nicht-Schwimmen-Können klug miteinander verzahnt. Aus der Metapher für stadtneurotische Unmännlichkeit wird bald auch ein handlungstreibendes Moment. Gelungene Adaption des Cary-Grant-Hollywood-Klassikers „Hausboot“.