Keine kann so schön lächeln und im nächsten Moment so bitter die Enttäuschung in ihre Mundwinkel legen wie Marie Bäumer.
„Für Gretchen Haase habe ich einige Kilo zugenommen. Ich brauchte einfach ein paar Pfunde mehr – das gibt ihr Wärme und Ausstrahlung“, so Diana Amft, die mal wieder hinreißend komisch ist.
Lola Klamroth spielt jene Nora leise, ganz aus ihrer Körperhaltung heraus, als Mädchen, das sich ihre Welt aus Wünschen, Sehnsüchten und Träumen zusammenreimt.
Von der Independent-Lolita zur Charakterschauspielerin. Sie ist eine der besten Gesicht-als-Spiegel-der-Seele-Schauspieler ihrer Generation.
Die Nebenrolle dieser zunächst bettlägerigen alten Frau belebt die Dreiecksgeschichte ungemein. Ritter krächzt köstlich durch die Gegend. Ihr Mann sei schwerhörig gewesen, sagt sie.
„Zufrieden ja, glücklich nein“, dieser Lebenshaltung verleiht Lehmann stimmig Ausdruck. Alles erscheint gebremst in ihrer Existenz.
Schon das zweite Mal behält Dr. Prohacek die Oberhand über ihren Chef. Senta Berger spielt das nicht mit dem wohlfeilen Anflug von Schadenfreude, sondern zurückhaltend und peinlich berührt.
Als Ehefrau des Bürgermeisters und Wirtin, die tut und macht, gibt Julia Jäger die Grundstimmung des „Polizeirufs“ vor. Ein Blick in ihr Gesicht – und fast alles ist gesagt.