Stefan Kurt ist wieder einmal richtig gut als der Intellektuelle mit dem Kleinhirn eines Primaten, der bis zum Ende wenig Selbstzweifel ob seines Handelns aufbringt.
Roeland Wiesnekker gibt ein erschreckend realistisches Bild eines alkoholkranken Halbgotts in Weiß ab, der zwischen Allmacht und Ohnmacht pendelt. In „Dr. Psycho“ durfte der belgische Schauspieler schon mal üben.
Der ideale Protagonist für die zynischen, politisch unkorrekten Witze von Bora Dagtekin. Der 34-Jährige hat bereits einschlägige Erfahrungen mit dem komischen Genre gemacht: in der Sitcom „LiebesLeben“ und der Migrations-Komödie „Meine verrückte türkische Hochzeit“.
Lohmeyer spielt mal wieder den großen Schweiger, einen pflichtbewussten Familienvater, der alles in sich rein frisst. Die Bild gewordene protestantische Lebenshaltung.
Sarbacher muss von sardonisch kommen. „Diese Welt ist ein furchtbarer Ort – willkommen auf unserer Arche“, begrüßt sein Pater Benedikt die interne Ermittlerin und es fröstelt einen. Im Kinofilm „Underdogs“ setzt er auf seine „Männlichkeit“ und spielt sie komödiantisch aus.
Charismatiker und Kotzbrocken – darauf ist Kiefer spezialisiert. Hier gelingt es ihm, diesem beliebten Typus ein eigenes Geheimnis zu geben.
Nach seiner eindrucksvollen Hauptrolle in „Die Wölfe“ zeigt Redetzki, dass er auch in einer tragenden Nebenrolle voll da ist, auch wenn seine Figur völlig neben der Kappe ist.
„Das Konzept von Bora Dagtekin besteht in permanenter Brechung. Man hat auf der einen Seite durchgeknallte Figuren und einen sehr extremen Witz, auf der anderen Seite findet man aber auch romantische und dramatische Momente mit großer Emotion. Meine Rolle ist für Letzteres zuständig“, so Schumann über Dr. Kaan.