Eine Frau verprügelt ihren Mann mit allem, was im trauten Heim greifbar ist. Immer wieder, nach Tagen scheinbarer Normalität, bricht es aus der Frau heraus. Mit großer Selbstverständlichkeit wechselt Trautmannsdorff zwischen funktionierender öffentlicher Frau und Furie, zwischen überforderter Ehefrau, die noch immer nach der Anerkennung des Vaters sucht, und liebevoller Gattin.
Eine Hebamme zu sein in einer Gegend, in der keine Kinder mehr auf die Welt kommen, das schlägt aufs Gemüt. Dagmar Manzel spielt das mit weiblicher Weitsicht und Wärme, mit gesundem Pragmatismus und liebvollen, kleinen Gesten, kantig und weich zugleich. Einfach überzeugend wie immer!
„Ich fand an der Geschichte spannend, dass so wenig passiert – und doch geschieht für meine Figur so viel“, so Haberlandt. Die 34-Jährige ist die ideale Darstellerin für verunglückte Kommunikation, wie sie über den Geschichten des Films nach Judith Hermanns gleichnamigem Bestseller schweben. In anderen Rollen legt sie oft eine ähnliche Introvertiertheit an den Tag. Das sieht leicht aus, macht aber viel Arbeit.
Zwischen Liebe, Langeweile und Lethargie. Hobmeier liegt oft nur in der Sonne, übt sich in erotischen Andeutungen und der Kunst des abschätzenden, abgründigen Blicks. Sie ist ein Theater- und Kinogesicht, madonnenhaft – und wenn sie spricht, zielt das statt ins telegen Menschelnde ins tiefgründig Universale.
Dieses über sich Hinauswachsen der kleinen Frau, ein Handlungsklischee der abgenudelten Sorte, spielt die Grande Dame des deutschsprachigen Films Manierismen frei ganz aus dem kleinbürgerlichen Milieu heraus. Keine großen Gesten, eher mal ein Zögern, ein Stocken.
Maria Simon spielt eine junge Frau, die weiß, was sie will. Und das ist immer weniger das, was ihr Noch-Freund möchte, während eines gemeinsamen Trips durch die USA. Sie kommuniziert allein mit der Landschaft und ihrer Kamera. Das ist alles.