Gypkens dringt in die Gefühlswelten der Generation Golf, er sucht ausdruckstarke Bilder, in denen sich die Einsamkeit spiegelt, und statt mit Worten die Leere zu füllen, bricht er das Schweigen, indem er zu einer anderen Geschichte wechselt.
Endemann wollte keinen Katastrophenfilm machen, sondern „einen Film, in dem wir ruhig und ehrlich mit der menschlichen Tragödie umgehen“. Spannung ja, aber keine Effekthascheri. Endemann: „In dieser Geschichte geht es im Kern um zwei Menschen, die verzweifelt umeinander kreisen, die eigentlich aufeinander zugehen wollen, es aber nicht dürfen. Zwei Menschen, die verzweifelt nach einer Möglichkeit suchen, mit ihrer Traumatisierung umzugehen, dem Trauma zu entkommen.“
„Der Film handelt von Liebe und Abhängigkeit; Gewalt ist eher der Glutkern der Geschichte“, sagt Jan Bonny über „Gegenüber“. Man muss hinschauen. Zwischen den Schlägen und den Umarmungen offenbart sich die schwer zu fassende Wahrheit.