Den Grimme-Preis hat sich die Rumänin verdient. Sie spielt die junge Frau, die in ein besseres Leben in Deutschland einheiraten möchte, nicht nur als erfrischende Glücksritterin, sondern lässt frühzeitig hinter ihrer ausgelassenen Art die tiefe Tragik ihres Lebens aufblitzen.
Der letzte „Polizeiruf 110“ aus Schwerin zeigt sie als gestresste Ehefrau auf der untersten Sprosse der sozialen Leiter. Im „Tatort“ aus Bremen glänzt sie ebenfalls als verzweifelte Ehefrau – dort irrlichtert ihre Figur indes am Rande des Wahnsinns. So wie sich die Figuren mehr oder weniger neben der Spur bewegen, so „befremdlich“ verkörpert sie diese Rollen.
„Erst habe ich gedacht, sie ist ein Freak, aber mir wurde sehr schnell bewusst, dass ich es mit einer ganz großen Künstlerin zu tun habe“, sagt Dieter Pfaff. Kwiatkowskys Patientin ist die Person, die die Emotionen 90 Minuten lang auf sich zieht. Für Zuschauer mit großer Empathie kann dieser Film zur Tortur werden. Es ist die nervöse Fahrigkeit, der Suchtcharakter, der Mitleid erregt. Und es ist die authentische Wucht dieser jungen Schauspielerin, das Bild gewordene Leiden ihrer krankhaft hageren Jana, das einen stärker als in anderen „Bloch“-Episoden die Konventionen der TV-Reihe und die dramaturgischen Krücken vergessen lässt.
Mutti weiß alles besser – dennoch muss sie klein beigeben. Die ideale Rolle für Bleibtreu, die in ihren letzten Jahren erschreckend oft in Filmen spielte, in denen der Tod ihr Begleiter war.
Frau Moll freut sich wie Bolle: endlich Arbeit! Eine Stelle beim Wachdienst. Einen Monat auf Probe, unbezahlt natürlich, dafür gibt es die Uniform gratis. Die Thalbach – unnachahmlich!
Saß würde wohl auch noch einem Telefonbuch eine magische Note entlocken. Dieses Gesicht, diese Stimme, dieser Mut zum Gefühl, das kann ein mittelmäßiges Melodram veredeln.
Aglaia Szyszkowitz würde wohl auch noch einem Kochbuch eine zwischenmenschliche Note entlocken. Dieser Augenaufschlag, dieses Timbre, dieser Mut zur „Natürlichkeit“ – schönes Melodram.
Liebes(sehn)sucht und Narzissmus sind die Triebkräfte von „Liebeswunsch“. Jessica Schwarz trifft diese Persönlichkeitsstörung auf eine selbstvergessene und höchst verführerische Art in einem schwachen Film.
Typischer Fall von „filmogen“. Koschitz macht sich auf Fotos gut, aber zu sich selbst findet sie erst auf vor der Filmkamera. Da kann sie ihre großen Augen spielen lassen und etwas vermitteln von ihrem Temperament. Koschitz ist das ideale Gesicht für Screwball Comedies.
Mehr als ein eindimensionales Objekt des Begehrens. Schönheit mit einem tiefen Geheimnis.