„Die Vermissten sind oft glücklicher als die, von denen sie vermisst werden“, ist für Graf eine wichtige Erkenntnis der Reihe. Sein Film entzaubert die „Stadt mit Herz“.
Enlens „Süden“-Auftakt ist ein aufs Wesentliche konzentrierter Film, der seine Atmosphäre nicht nur aus den Bildern gewinnt, sondern aus dichten Situationsbeschreibungen. In „Ein Dorf schweigt“ geht er ins Detail und macht so Historie verstehbar.
Für Isabel Kleefeld ist es „eine spannende, dramatische Charakterstudie – über Freiheit, Wahrheit, über Schuld, auch über das Älterwerden“, in der sie (wieder einmal) alles richtig macht!
Oelsner ist Beobachter, er nimmt in Augenschein, was die Protagonisten umtreibt. Die Kamera geht nah ran und bleibt doch auf Distanz zum bewegenden Geschehen.
Das Akzente setzende Buch ist eine Steilvorlage. Zahavi nimmt sie souverän auf und umgeht die tradierten Unarten der Goodwill-Filme über den Nationalsozialismus.