So hat modernes Erzählen im Fernsehen eine Chance! Kein Wort, keine Geste zu viel, Reduktion auf das Wesentliche, in Richtung auf das Unvermeidliche. Bei aller Knappheit übertreibt es Matti Geschonneck aber nicht mit der Informationsdichte. Perfekt!
Seit Jahren eine beständige Größe im deutschen Fernsehfilm. Eine Regisseurin, die immer den richtigen Ton trifft, die richtigen Schauspieler besetzt und die ein untrügliches Gespür für Spannung und Rhythmus besitzt. „Arnies Welt“ war kein Einzelfall.
Man spürt, dass ihre Liebe dem Kino gehört. Mit dem „Gefühlshaushalt“ des deutschen TV-Durchschnitts wird die frankophile Regisseurin nicht warm. Und das ist gut so!
Ein Österreicher im Sachsenland – das hätte schlimm kommen können. Doch Fabrick gelingt es, dem immer etwas zu bemühten neuen Duo aus Leipzig endlich mal etwas von der Atmo der Stadt einzuhauchen. Das Milieu der Geschichte tut sein Übriges.
Der ehemalige RTL-Hausregisseur sucht immer wieder nach ausgefallenen optischen Lösungen. Es macht einfach (mehr) Laune, bei einem solchen Fernsehfilm zuzugucken.