Ein Regisseur mit Cutter-Erfahrung und ein Kenner der Filmgeschichte – das spürt man in jedem Bild. Aber auch ein Mann mit dem Blick für die richtige Besetzung.
Die Afghanistan-Szenen entstanden in einer brandenburgischen Kiesgrube. Ein sehr physisch erzähltes Psychodrama mit Bildern, die sich ins Gedächtnis einbrennen.
Auch hier weht ein Hauch von Kino-Ästhetik durch die ländliche „Tatort“-Szenerie. Und es weht menschliche Eiseskälte in das sonst so beschauliche Bodensee-Ländle.
Der Regisseur konnte beim Cast mal wieder aus dem Vollen schöpfen. Fast hat er sich vom Autor Becker, der es bekanntlich verspielt mag, etwas zu viel aufladen lassen.
Mark Schlichter besticht mit einer ungewöhnlichen, sehr ausdrucksstarken Farblogistik, die den gesamten Film durchzieht und mit der er die Schwächen der Geschichte gelegentlich wegzuinszenieren vermag.