Bei „Pizza und Marmelade“ trifft sich der Anspruch des Regisseurs mit der Wahrnehmung des Kritikers „Ich wollte einen magischen Realismus schaffen, den Schauspielern Raum für ihre Emotionen lassen, über Blicke, Gesten und Körpersprache ihre inneren Welten erzählen, auch über Requisiten, abseits des gesprochenen Wortes.“
Auch wenn Schwarzenberger, der wie immer bei seinen Regiearbeiten selbst die Kamera führte, sich bei der straffen Dramaturgie keine ästhetischen Extravaganzen à la Visconti erlauben konnte, so besticht der Film doch durch eine optische Opulenz, eine Opulenz freilich, die nicht sinnlos protzt und prunkt. Alles kommt erstaunlich leicht daher.
Der Mix aus Tempo, Action, Thrill und Genrespiel gelingt Oetzmann für deutsche Verhältnisse gut. Für seinen „Tatort: Der freie Fall“ bekam er 2002 den Grimme-Preis. Bei ihm weiß man schneller als bei den Figuren im Film: Er gehört zu den Guten!
Böhlich bewegt sich mit „Krauses Kur“ weiter als gewohnt in Richtung Wohlfühlgenre, bewahrt seiner Regie und seinen Figuren allerdings dabei ein Höchstmaß an Eigensinn und Skurrilität. Angenehm altmodischer Erzählton, der weit mehr ist als (n)ostalgisch!
Kongeniale Inszenierung einer starken Drehbuch-Vorlage ohne Regie-Schnickschnack. Moore konzentriert sich bei diesem Krimi-Familiendrama auf die Binnenstruktur: starke Besetzung, intensive Interaktionen, hohe Emotionalität.