Lassen sich künstlerische Leistungen in Charts-Form bringen? Natürlich nicht. Aber sie lassen sich auf diese Weise kommunizieren. Das Ranking bietet Diskussionsmöglichkeiten. Die monatlichen Toplisten sollen ein Gedächtnis sein bei der Suche nach Qualität.
Wo die Medien nur dem nächsten Movie-Mega-Event entgegenhecheln, ist es für mich zu einem angenehmen Ritual (der Entschleunigung) geworden, am Ende eines Monats noch einmal die Glanzleistungen dieses Monats vor meinem geistigen Auge ablaufen zu lassen. Ein solches Ritual macht viel Arbeit. Die monatlichen Toplisten gibt es bislang nur für das Jahr 2009.
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Momentan suchen alle Medien gern nach „Unseren Besten“. Meine Jahres-Topliste ist weniger dieser Mode geschuldet als einer Leidenschaft aus alten Jugendtagen. Aber dieses alljährliche Ranking, eine Art Gipfeltreffen der Produktionen und Köpfe des Qualitätsfernsehens, ist keine Fan-Marotte. Es ist vielmehr der Versuch, im Wettstreit zwischen Äpfeln (Drama, Themenfilm, gestandene Charakterköpfe) und Birnen (Komödie, Genrefilm, Jungtalente) die herausragenden Leistungen eines Jahres zu ermitteln. mehr