Die Heldin in "Die Hebamme – Auf Leben und Tod" ist eine Reisende zwischen den Welten und den Zeiten. Zwischen den Autoritäten anno 1813, der Kirche und der Wissenschaft, bleibt Rosa Koelbl eine Fremde. Die Zeit ist noch nicht reif für die Werte, die diese Frau verkörpert. Der Film von Dagmar Hirtz ("Bella Block") erzählt eine Geschichte. Er plottet nicht. Das Erzählte lebt durch die Art des Erzählens. Das Medium heißt nicht umsonst Fern-Sehen. Jo Heims Kameraarbeit ist von einer Präzision und von einer ästhetischen Raffinesse, wie man es lange nicht gesehen hat. Und Brigitte Hobmeier ist eine Offenbarung. Sie ist die ideale Besetzung: wie ein Gesicht wie aus jener Zeit. Ein sinnlicher Hochgenuss – und zugleich ein historischer Film, der viel vermittelt über seine Zeit.
Buch: Peter Probst
Neben Hobmeier spielen Misel Maticevic, Pippa Galli, August Zirner, Karl Fischer, Amelie Kiefer, Anna Maria Sturm und Johanna Bittenbinder
ttv-Kritik Mit historischem Bewusstsein alle DVD-Tipps
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