Kann den leiblichen Eltern das Kind weggenommen werden, weil sie bei aller liebevoller Fürsorge nicht in der Lage sind, es intellektuell optimal zu fördern? So ist es passiert. Der Film "In Sachen Kaminski" zeichnet den Fall als exzellentes Familiendrama nach.
"In Sachen Kaminski" ist kein Justizfilm. Den Gerichtssaal sieht man selten von innen, dafür werden bei aller Sachlichkeit, die die Chronologie der ernüchternden Ereignisse vorgibt, die Gefühlswelten des Elternpaares stärker ausgeleuchtet. Matthias Brandt und Juliane Köhler lassen einen vergessen, dass man es mit Schuapielern zu tun hat. Ein wichtiger Film, der keine Generalanklage gegen die staatliche Einmischung in Erziehungsfragen führt.
Buch: Holger Karsten Schmidt
Regie: Stephan Wagner
Mit dabei: Anneke Kim Sarnau, Aglaia Szyszkowitz, Heikko Deutschmann und Amber Bongard
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